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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Die Neichstagssession von 1886—87.

diesen Artikeln; es sind die Blätter aller der Fraktionen,die heute die Majorität bilden. Und ich war daraufgefaßt, als wir im September den kurzen Reichstaghatten, daß diese Majorität eine lawinenartige Inter-pellation gegen die Regierung loslassen würde zu Gunstendes Prinzen von Battenberg und für Bulgarien. Ichwar erstaunt, daß, als der kleine Ursprung der Lawinein Gestalt der sozialdemokratischen Partei bereit war,sich loszulösen, die übrige Masse sie nicht vervollständigenwollte. So viel ich mich erinnere, war damals schonder Mut so gesunken, daß man sich zu einer Inter-pellation doch nicht mehr verstehen wollte, weil man das— ich will nicht sagen: Absurde — Unhaltbare dieserTheorie allmählich erkannt hatte. Nun, die Majoritätwar ja aber vorhanden; eine volle Reichstagsmajoritätsteht hinter dieser Presse, eine Majorität, die so schnellihre Ansichten wechselt, — hellte tritt kein Mensch mehraußer dem Herrn Abgeordneten Richter hier für Bul-garien auf, jetzt haben Sie Bulgarien vollständig fallenlassen.

Ich komme nachher noch auf einige „Germania"-Artikel von derselben Kategorie zurück, deren ich wenig-stens vierzig zu Hause habe. Also auf ein so schwankesRohr, wie die Stimmung der Majorität, die doch überdie Abstimmung jedesmal entscheidet, können wir dieExistenz unserer Armee nicht aufbauen, wenn das nichtanerkannt ist, daß die Existenz der Armee nur in den-jenigen Zeiträumen diskutiert werden soll, mit denender Kaiser und der Bundesrat einverstanden sind. Wenndie Theorie, die Fälschung der Verfassung, überhauptinl Volke Terrain gewinnt und Anerkennung findet, daßvon einer Budgctmajorität in jedem Jahre der Stand