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326 Die Reichstagssession von 1886—87.
Mittel, das gesetzmäßig zu erreichen, als das von mirangedeutete, sehe ich aber kaum, und daß Herr Windt-horst den Gedanken daran so weit von sich weist, es alseine Art Beleidigung betrachtet, wenn man sagt, dabeiwerde auf französischen Beistand gerechnet, so steht dochdie Erinnerung entgegen, die uns allen lebendig seinwird, die Erinnerung an die welsische Legion innerhalbFrankreichs. Die hat ja, wie ich glaube, Jahr und Tagdort garnisoniert, wartend auf den Moment, wo Napoleonauf Deutschland losschlagen würde, um in seinem Ge-folge auf die deutschen Brüder loszuhauen; und das istnicht etwa eine rein zufällige Erscheinung. In authen-tischen Briefen von König Georg, die mir Vorgelegenhaben, ist ausdrücklich geschrieben, daß er hoffte, durchKaiser Napoleon in sein Reich wieder eingesetzt zuwerden. (Hört, hört! rechts.) Also seien Sie nicht soempfindlich. Es ist Ihnen nicht angenehm, aber dieLeute leben noch meist alle, die das alles mitgemachthaben. Haben die ihre Gesinnungen seitdem vollständiggeändert? Ein Zeugnis haben sie uns gegenüber nochnicht abgelegt, mir sehen sie uns gegenüber in derselbenZurückhaltung, sie folgen dem Führer der Opposition,dem Abgeordneten Windthorst, in allen seinen Angriffenauf die Reichsregierung zu keinem anderen Zwecke, alsum uns die Existenz sauer zu machen; unmöglich könnensie doch dabei eine andere Absicht haben.
Ich glaube, ich kam schon darauf, daß der Abge-ordnete wiederholt die französische Armee unterschätztund geglaubt hat, er könnte sie leicht schlagen; ich möchtevor dieser Unterschätzung doch außerordentlich warnen.Es zeigt die volle Unerfahrenheit des Zivilisten inmilitärischen Dingen, wenn man glaubt, daß die fran-