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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Eine Budgetrede; zur Steuerreform.

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Es ist eine große Uebertreibung, wenn man unsvorwirft, wir schöben hiermit sämtliche Initiative in derSteuerreform auf die Landtage; wenn man mir vorwirft,ich wünschte bei der Steuerreform die Initiative etwasmehr auf die einzelnen Regierungen zu schieben. Daswäre vielleicht eher berechtigt, und ich wünschte allerdingseine lebhaftere Unterstützung von den einzelnen Regie-rungen, ein lebhafteres Mitarbeiten; denn mit den ge-ringen Kräften, die sich in der Reichsfinanzverwaltungbefinden es sind darunter ausgezeichnete Männer inihrer Art, aber zu wenig zahlreich, können wir solcheReformarbeiten nicht bewältigen, und wir können auchmit Zerren und Schieben die inors niolos aller derer,die uns dabei helfen sollten, nicht in Bewegung bringen.Wir brauchen eine freiwillige, überzeugte Unterstützung,die uns mitschiebt und trägt. Das Zerren und Schiebenderer, von denen wir eine Unterstützung, eine Förderung,eine Erleichterung zu erwarten berechtigt sind, das hatmich zu Grunde gerichtet, dessen bin ich müde; also, wennwir da nicht Beistand finden, so werden wir passiv ver-harren. Die Reichsverfassung gibt uns die Möglichkeit,es abzuwarten, indessen hoffe ich auf diesen Beistand, ichhoffe, daß die verbündeten Regierungen, auch die nichtgerade zu den kleineren und von Matrikularumlagen ammeisten gedrückten gehören, mit uns einsehen werden,daß sie nach dieser Richtung hin die Reichsverwaltungfördern müssen, wenn sie sich konsolidieren soll, und daßwir auf ihren freiwilligen Beistand ein Recht haben, weilwir ohnedem eben nicht vorwärts können. Da versandenwir in partikularistischen Bestrebungen und bringen nichtszustande, am allerwenigsten dem preußischen Partikula-rismus, dem des größten Staates in Deutschland gegenüber.