Eine Budgetrede; zur Steuerreform.
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alle Reden, die zu halten wären, sich zu derselben Längeausdehnen müssen, wie die, die wir eben gehört haben,und ich glaube, ich würde Ihnen keinen Gefallen thun,wenn ich heute bei der vorgerückten Zeit in derselbenLänge antworten wollte.
Ich will mich deshalb auf einige Andeutungen überdie prinzipielle Stellung der verbündeten Regierungen zueinzelnen Punkten beschränken.
Eine der letzten Aeußerungen des, Herrn Vorrednersgibt mir Gelegenheit, hier nochmals den Ausdruck desBedauerns zu wiederholen, den der Herr Präsident desReichskanzleramts in einer andren Sitzung, wo ich ver-hindert war zu erscheinen, bereits ausgesprochen hat,über die verspätete Vorlage des Budgets. Wir habendarüber von dem Herrn Vorredner und seinen nähernpolitischen Freunden eine ziemlich scharfe Kritik hörenmüssen, eine Kritik, die, glaube ich, wenn sie persönlichhöflicher gewesen wäre, dadurch an Würde nicht verlorenhätte. Es ist uns Rücksichtslosigkeit, Mangel an Arbeits-fähigkeit vorgeworfen. (Widerspruch links.) Nun, Rück-sichtslosigkeit ist, glaube ich, ein Ausdruck, der hier umdeshalb nicht stattfindet, weil wir gearbeitet haben so vielwir konnten, — ultra posse nemo tenstur, hat vorhinder Herr Vorredner gesagt, — er soll mir denjenigenNachweisen unter uns, der träge am Werk gewesen ist,der nicht mit Einsetzung seiner ganzen Kraft, mit Zugrunde-richtung seiner Gesundheit daran gearbeitet hat, die ge-strengen Herren hier rechtzeitig zufrieden zu stellen. DieKritik darüber, daß das nicht gelungen ist, ist um soleichter für denjenigen, der nie versucht hat, ob er es inder Zeit Hütte Herstellen können, ob er in der kurzen Zeitmehrere Budgets hintereinander hätte leisten können.