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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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noverschen Staatseisenbahnen; 675,07 Usicm (12,2sUM) mit (1875) 65,346 Ew. 8) Kreisstadt hier,am Harz, Station der zweitgen. Eisenbahn; uralteJohanniskirchemitsehenswerthen Gemälden, Schloß,Rathhaus, großes Getreidemagazin,Realschulei. O.,Handelskammer; Fabrikation von Maschinen, Che-mikalien, Blciweiß, Schrot, Drahtstiften, Tuch, Wol-len- n. Baumwollenzeugen, Leinwand, Leder, Tabak;ferner Kupferhammer, Blechschmiede, Säge-, Gips-n. Ölmühlen, Ziegel- u, Kalkbrennereien; 5658 Ew.

3) Kreis im prenß. Regbez. Königsberg, wird voneiner Linie der preuß. Ostbahn (Justerbnrg-Thorn-Schneidemühl) durchschnitten; 1534,gg siZicm (27,ggHsM) mit(1875) 64,991 Ew., größteutheils Polen.

4) Kreisstadt darin, am Flusse n. See Drewenz u.am Endpunkte des Elbing-Oberländischen Kanals,Station der oben genannten Eisenbahn; Hauptsteuer-amt, Reichsbanknebeustelle, Schloß, Waisenhaus rc.,Eisenbahnmaschinenwerkstätte, Maschinenfabrikation,Sägemühleu, Branntweinbrennerei, Bierbrauerei,Holzhandel, Schifffahrt, Ackerbau, Wollen- u. Vieh-märkte; 1875: 5746 Ew. Das Schloß, 1270 (gleich-zeitig mit der Stadt) von dem Deutschen Orden er-baut,hat noch guterhalteneGewölbe, welchesich theil-weise unter das Wasser des Sees erstrecken.

.. Österreich, Erzherzogtum, ein Bestandteil derÖsterreichisch-Ungarischen Monarchie, begrenzt vonBöhmen, Mähren, Ungarn, Steiermark, Salzburgund Bayern, und besteht seit 1849 aus den beidenKronländern Ö. unter der Enns, oder Nieder-Ö.und Ö. ob der Enns oder Ober-Ö. 1) Ö. unterder.,Enns od. Niederösterreich, grenzt im W.an Ö. ob der Enns, im N. an Böhmen u. Mähren,im O. an Ungarn und im Süden an Steiermark;19,824H>km(360sHM) mit (1869) 1,990,708 Ew.(auf,1 Uljkm 100, ohne Wien nur 60), in der gan-zen Österreich.-Ungarischen Monarchie 58). Durch dieDonau wird das Kronland in eine südliche u. nörd-licheHälfte getheilt, von denenjenedemAlpengebiete,diese dem hercynisch-sudetischen Hochlande angehört.In den südöstlichen Theil des Landes reichen dieSteierischen Alpen mit dem 1732 m hohen Wechselherein. Durch den Sattel des Semmering hängtdieser mit den Niederösterreich. Kalkalpen zusammen,welche sich nach W. bis zur Enns n. nach N. bis zurDonau erstrecken; seinen nordöstlichen Borhöhen istdas bewaldete, wallartige Leithagebirge vorgelagert.Die Niederösterreich. Alpen erreichen im Schneeberg(2070m), nördl. vomSemmering, ihre höchsteHöhe.VonLetzterem durch das romantische Schwarzathal ge-trennt, erhebt sich die Rax-Alpe (1895 m), westwärtsnahe der steier. Grenze der Göller (1761 in), Dür-renstein (1872m), Hochkohr(1799 m) u. dieVoralpe(1539 m), sowie zwischen Jps und Erlas der Fels-rücken desÖtscherod.Hötschabergs(1887m). DiesenKalkalpen ist nach N. hin eine doppelte Kette vonVoralpen vorgelagert, mit mehreren Gipfeln, unterdenen die Lilienfeldcr Hochalpe u. der Unterberg diebedeutendsten sind. Nördl. davon breitet sich ein an-mnthigcs Hügelland aus, vielfach von den kleinenDonauznflüssen durchbrochen. Von den Voralpen u.Alpen durch dieGölsen u.Triesting geschieden, streichtin nordöstlicher Richtung bis Wien der Wienerwald(Schöpfe! 893 m), u. vom Tulbinger-Kogel erstrecktsich nach O. das Kahlengebirge mit dem Hermanns-Kogel (542m) u. Leopoldsberg (449 m). Nördl. von

der Donau breitet sich die Mährisch-ÖsterreichischeTerrasse aus, welche gegen die Donau steil absällt,nach Ö. hin aber in das Marchfeld übergeht. Diemittlere Erhebung derselben beträgt 585650 m,am höchsten ist sie an der böhmischen Grenze (hierder Viehberg 1110 m). Zum Böhmerwalde gehörtan der Grenze gegen Öber-Ö. der Weinsbergerwald(Weinsberg 1039 m); östlich von diesem liegt derGföhlerwald, südlicher der Ostrong (959 m) undder Janerliug (1060 m); östl. vom Gföhlerwald derManhartsberg (537m); die letzten südöstlichen Aus-läufer enden an der Donau, dem Kahlengebirge ge-genüber, mit dem Bisamberge (359 m). Die Ebenennehmen noch nicht 25 °/ des Gesammtareals ein.Der Hanptfluß des Landes ist die Donau, ihre Ne-benflüsse sind rechts: Enns (Grenzfluß im W.), Jps,Erlas,Bielach, Traisen, Wien, Schwechat, Triesting,Fischa u. Leitha (Grenzfluß im O.); links: Krems,Kamp, Schmieda, Göllersbach, Rußbach und Marchmit Thaya. Nur Donau, Enns u. March sind schiff-bar; die übrigen Flüsse sind jedoch für das FlößendesHolzes u. als Triebkräfte vonMühlen, Hammer-werken u. Fabriken von Wichtigkeit. Unter den we-nigenLandseen sind die 4 LnnzerSeen u. der Erlafseean der steier. Grenze die ncnnenswerthesten. DasKronland hat mehrere Mineralquellen, von denendie Schwefelquellen zu Baden, zu Deutsch-Altenburgn. zu Untermeidling beiWien, die eisenhaltigen Quel-len zuPyrawart u. die indifferente Therme zu Bös-lau die bekanntesten sind. Das Klima ist in den ver-schiedenen Theilen ein sehr verschiedenes, im Allge-meinen aber gemäßigt u. gesund, obwol Tempera-turwechsel häufig sind. Auf dem Alpenhochlande istdie mittlere Jahrestemperatur am niedrigsten, imWiener Becken (Wien -s-7,7g°N.) am höchsten. Derwestliche Theil des Landes hat reichere Niederschlägeals der östliche. In Wien beträgt die jährliche Re-genmenge durchschnittlich 44,gg cm u. die Zahl derjährlichen Regen- n. Schneetage 142,g. Der Bodenist, das Gebist der Hochalpen ausgenommen, rechrfruchtbar. Die Bevölkerung wohnt in 36 Städten,223Märkten u.4187Dörfern. DerNationalität nachsind (nach Ausscheidung Wiens, wo alle Nationali-täten vertreten sind) 98,^ °/ der einheimischen Be-völkerung Deutsche, 1 °/ Kroaten u. Slovaken (imMarchfelde u. jenseit der Leitha) u. der Rest Czechen(in 4 Örtschaften an der böhm. Grenze). Von derBevölkerung Wiens und seiner nächsten Vororte sind2 °/, Ausländer u. 40"/^ Angehörige anderer Krön-länder (von letzteren sind etwa 18 °/« Czechen, 12 °/Deutsche, 6 Magyaren rc.). In Bezug auf Re-ligion u. Confession gehören 1,871,768 Personen derrömisch-katholischen Confession an; außerdem gibt es51,880 Juden, von denen über 45,000 allein inWien u. seinen Vororten wohnen, n. 27,880 Prote-stanten; der Rest vertheilt sich auf einige andere Con-sessionen. Von der Bevölkerung sind beiderJndnstrieund bei Gewerben in Wien 40,2 "/» und im übrigenLande 20,§ »/o beschäftigt; auf dem flachen LandetreibenLandwirthschast33,i°/s. DemHanvelwidmensich 7 °/g der Stadt- u. 2 der Landbevölkerung.Von der Gesammtoberfläche sind über 95°/ produc-tiv u. nicht ganz 5°/s unprodnctiv, u. zwar kommenauf das Ackerland 40 "/o, ans Weinberge 2 "/, aufGärten n. Wiesen 13 °/g, aus Hut- u. Alpenweiden7 °/o und ans Waldungen 33 °/o. Die Products des