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Nymphenburg — Nyx.
spielend, badend, jagend oder herumschwärmend,liebliche,, graziöse, leichthinschwebende Schönheiten.Ost erscheinen sie in Gesellschaft von Göttern dereinsamen Landschaft, wie Artemis, Dionysos, Pan,aber auch in der Umgebung von Zeus, Poseidon,Demeter n. a., oft werden sie von Satyrn verfolgt.Gern und freundlich verkehren sie mit Menschenkin-dern. Viele Nymphen verlieben sich in Götter oder. Menschen (dahin gehört das Verhältniß des Odysseuszur Kalypso und zur Kirke, des Narkissos zur Echo,die Entführung des schönen Hylas durch Wasser-nymphen, die betrübte Sage vom Hirten Daphnisund seiner Nymphe, einer Art Melusine). Ander-seits wurde den Nymphen eine zur Weissagung be-geisternde oder auch eine geistbethörende Einwirkungbeigemessen. Wer in einer Quelle das Bild einerNymphe erblickte, gerieth in Raserei und hieß einNymphenbesessener. Man verehrte die N. u. opferteihnen an denselben Stellen, wo sie ihren Aufenthalthatten. Auch gab es, in Stadt u. Land, eigene ihremCultus gewidmete Heiligthümer (Nymphäen). Manunterschied nicht wenige Arten von Nymphen. Her-verzuheben sind: a) Masse r-N., wozu die Okea-! niden u. die Nereiden nicht eigentlich gerechnet wer-den, wol aber die Naiaden. Als solche dachte mansich ursprünglich auch die Musen, b) Gebirgs-N.oder Oreaden. o) Baum-N., Dryaden od. Hama-
> dryaden,derenLebenmit dem ihrer Bäume Eins war,
^ während die anderen N. sich frei bewegen und von! ihrem Bereiche nicht abhängen. Den N. überhauptj aber wurde im Allgemeinen ein zwar sehr langes,
doch nicht ein unvergängliches Leben zugeschrieben,s Viele N.-Gruppen bezeichnte man mit topographi-schen Namen, z. B. die korykischcn (von einer Stelles am Parnaß), die kithäronischen u. idäischen von be-kannten Gebirgen, die nysäischen von Nysa, wo N.s den kleinen Dionysos erzogen hatten. Die N. warenstets ein dankbarer Gegenstand der bildenden Kunst.Sie erinnern übrigens an verwandte indische, per-sische, keltische, germanische Vorstellungen (von Feen,Elsen, Nixen rc.). F- Zimmermcmn.
Nymphenburg, Kirchdorf im Bezirksamt Mün-chen des bayer.Regbez. Oberbayern, links der Isar,s 6 km nordwestlich von München; königl. Lustschloß! N.(1663 begonnen) mit prachtvollen Gartenanlagen,
> großen Gewächshäusern, zwei Springbrunnen mits 36 ro hohem Wasserstrahl, großem Park (7 km im! Umsang), dem Hirschpark (mit zahmen Hirschen) u.
den königlichen Lustschlössern Amalienburg, Baden-burg u. Pagodenburg, englisches Fräuleinstift mitErziehungsinstitnt, ausgezeichnete Porzellanfabrik(1758 angelegt) ;1875:1878EW. Hier 18. Mai 1741, Tractat(Bündniß)zwischenBayern ».Frankreich zur^ Vertheilung der österreich. Länder; 5. Sept. 1766! Hausvertrag zwischen Kurbaycrn, Kurpfalz u. Zwei-! brücken über die Erbfolge des Pfalzbayer. Hauses in^ Bayern. Die N-er Gemäldegalerie ist der Pinakothekin München einverleibt worden. H- Berns.
> Nymphomanie (Med.), ein durch krankhafte! Reizung der geschlechtlichen Gefühle und Empfind-! ungen hervorgerusene triebartige Neigung zu ero-! tischen, oft schamlosen Reden u. Handlungen, die sich
> lucht selten zu einer thierischen Begier nach dem, anderen Geschlechts steigert. Symptom der Tob-sucht (vgl. Seelenstörungen). N. von Weibern: An-dromanie; von Männern: Priapismus. Erlmmeyer.
Nymivegen, s. Nimwegen.
Nyon (deutsch Neuß), Stadt und Hauptort imgleichnam. Bez. des schweizer. Kantons Waadt, amGenfer See, Dampfschiffstation, Stationder Schwei-zer Westbahnen; Schloß, in welchem Joh. von Mül-ler, Matthisson n. Salis bei ihren Freunden Hallervon Königsfelden und Victor von Bonstetten, denBerner Landvögten, wohnten, mit herrlicher Aus-sicht über den Genfersee; Porcellan- und Fayence-fabrik, Uhrmachern, Gerbereien, Handel, bes. mitHolz; 1870: 3417 Ew. Dabei das Schloß Prau-gis, früher Eigenthnm Joseph Bonapartes. N. hießim Alterthum Noviodunum und war eine Siadrder Sequaner; die Römer schickten eine Reitercoto-nie hin u. nannten sie deshalb Lolouiackulia Lgue-otrio. Das alte Noviodunum hatte eine bei weitemgrößere Ausdehnung als die jetzige Stadt, wofürdie vielen ausgegrabenenAlterthümersprechen. Vonhier aus wurden auf den römischen Straßen in derSchweiz die Meilen gezählt. Später von nordischenVölkern verwüstet, wurde N. 625 wieder aufgebaut.Hier 1535Niederlage der Genfer durch die Savoyer;1536 ergab N. sich an Bern. H- Berns.
Nyons, Stadt u. Hauptort in dem vier Kantoneu. 74 Gem. mit 33,109 Ew. umfassenden, gleichnam.Arr. des franz. Dep. Dröme, am Aigues, am Ein-gänge eines reizenden Thales; Seidenspinnerei,Fabrikation von Töpferwaaren, Handel mit Öl,Tuch, Quincailleriewaaren rc.; Ruinen eines altenunter Ludwig XIII. zerstörten Schlosses; 1872:2649 Ew. (Gem. 3623). — N. ist Geburtsort desSchriftstellers Jacques Bernard u. der berühmtenHeldin Philis de la Tour-du-Pin. H- Berns.
Nysa (a. Geogr.), Ortschaft in Böotien am Heli-kon; dies N. ist wol das ursprüngliche, wohin dieGeburt u. Erziehung des Bakchos verlegt wird. DieNymphen, welche ihn hier erzogen, NysäischeNymphen (Nyserdes), wurden daun in das Hya-dengestirn versetzt; ihre Namen sind: Kisseis, N.,Erato, Eryphia,Brome u.Polymnia. Später wurdeN. nach verschiedenen Orten verlegt, an welchen Weingebaut wurde; so an eine Stelle zwischen Phöuikienu. dem Nil, an die Grenze des Glücklichen Arabiensu. Ägyptens oder nach Indien.
Nysa, 1) s. u. Nysa. 2) S. Asteroiden Nr. 44.
Nyslott, Stadt ain Happavesi-See im Gouver-nement Wiborg (Finnland), mit festem Schloß. —1710 wurde N. von den Russen erobert u. im Frie-den von Nystad von den Schweden abgetreten.
Nystad, Stadt im Gouv. Äbo-Björneborg(Finn-land), am Bottnischen Meerbusen: hat Hasen, etwasHandel und Industrie, 3300 Ew. N. wurde 1617angelegt. Hier wurde 10. Sept. 1721 der Friedezwischen Rußland u. Schweden geschlossen, welcherden Nordischen Krieg endigte.
ly^stagmus, Augenzittern, besteht in fortwähren-den, pendelnden Bewegungen der Augen, als ange-borener Zustand vorkommend oder im frühen Kin-desalter entstehend, gewöhnlich mit hochgradigerSehschwäche od. selbst Erblindung verbunden. Sehrselten im späteren Lebensalter entstehend und dannder Heilung fähig.
Nyx (lat. ksiox), in der griech. Mythologie dieallegorische Personification der Nacht, bei Homereine mächtige, Götter u. Menschen durch Schlaf be-zwingende Göttin, bei Hesiod die Schwester des Ere-
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