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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Nostitz u. Jänckcndorff — Nota.

Herrschaft Plan u. Gottschau, sowie dis Allodialherr-schaft Rokitnitz, zusammen 3,„g HjM mit 53 Ort-schaften, n. in Len preußisch-schlesischen KreisenJaueru. Reichenbach 13 Ortschaften. II. Jüngere Li-nie, zu Rieneck, erhielt 1641 den böhmischen und1673 Len Reichs-Grafenstand n. wurde in demselbenJahre mit derReichsherrschaft Rieneck belehnt; sie be-sitztinBöhmendieFideicommißherrschastenFalkenan,Heinrichsgrlln und Tschopau, zusammen 4,gg üjjMmit SO Ortschaften, außerdem die AllodialherrschaftenGraslitz (1,ig HW mit 13 Ortschaften), Stirzim,Pakomierzitz.Thürmitz n. Czernosek. III. JüngsteLinie,in Schlesien, besitztdaselbstdieHerrschaftenZobtenu.Zyrowa u. erhielt 1711 den NeichSgrasen-stand. Aus ihr stammtderprenß. General d. CavalxrieGraf August, geb. 27. Dec. 1777 in Zessel beiÖls,studirte 1790 in Halle, trat 1802 als Lieutenant derGarde-dn-Corps in Potsdam ein, wurde aber 1803zu den Wobeser Dragonern versetzt, 1805 Adjutantdes Generals von Blücher in Westfalen u. 1807 Ritt-meister, nahm 1810 den Abschied u. war 1811 und1812 aus Reisen in Italien u. Frankreich; 1813 trater als Stabsrittmeister im ersten schlesischen Ulanen-regiment wieder ein, wurde dann Blüchers Adjutant,in welcher Stellung er bis zu dessen Tode blieb, beiLeipzig Major, begleitete 1814 Blücher nach London,blieb 1815 während der Schlacht bei Ligny an des-sen Seite, als dessen Pferd erschossen wurde u. er inGefahr war, gefangen zu werden; 1818 wurde erOberst u. 1819 nach Blüchers Tode Flügeladjutantdes Königs u. Commandeur des Gardehusarenregi-ments, commandirte 1821 die zweite Gardecavalerie-brigade, wurde 1825 Generalmajor u. machte 1828denRussischenFeldzug in der Türkei im Hauptquar-tier mit, wurde 1829 Generaladjnlant des Königs,1835 zweiter Commandant von Berlin, 1837 Ge-mrallieutenant u> 1840 Chef des fünften Husaren-regiments (Blüchersche Husaren), nahm 1847 denAbschied ans der activen Armee, erhielt 1849 denRangeines Generals der Cavalerie, war 1850—60preutz. Gesandter in Hannover,zog sich dann ganz vomöfjentl. Leben zurück u. st. 28. Mai 1866 in Berlin.

Nostitz u. Jänckcndorff (ein Seitenzweig derschles. Linie der Nostitz), GottlobAdolfErnstvonN. u. I., geb. 21. April 1765 zu See in der Ober-laufitz; studirte in Leipzig, trat als Finanzrath inden sächs. Staatsdienst, nahm aber 1789 seinen Ab-schied u. lebte eine Zeittang auf seinem Gute Oppachin der Oberlausitz, wo er als Landesältester rc. umdie Provinz sich manche Verdienste erwarb. 1804wurde er Oberamtshauptmann u. 1806 Obercon-ststorialpräsident in Dresden, 1809 Conferenzmini-ster u. 1816 Director der Landescommission. Er warMitglied des Geheimen Eonseils n. später des Ge-heimen Rathes und in den letzten Jahren vor 1831Vorsitzender desselben, auch Director der Straf- undBersorgungsanstalten, sowie auch mehrerer Commis-sionen, so seit 1816 der Landescommission, der Com-mission zur Bearbeitung eines neuen Militärstraf-gesetzbnches. 1831 trat er aus dem Staatsdienste,wurde nun Ordenskanzler u. st. 15. Oct. 1836 aufseinem Gute Oppach. Als Dichter unter dem Na-men Arthur von Nordstern schrieb er: Valeria,Dresd. 1803; Irene, Leipz. 1818; Sinnbilder derChristen, ebd. 1818; Hinterlassene Gedichte, heraus-gegeben von Amnion, ebd. 1840.

Nostitz-Walltvitz, Hermann von, königlichsächs. Minister, geb. 30. März 1826 zu Oschatz;studirte in Leipzig, wurde, nachdem er 1851—57Landesbestallterdersächs.Oberlausitz, seit 1857 Amts -Hauptmann in Löbau, dann Kreisdirector in Bantzengewesen, 1866 im Oct. in das Gesammtministeriumberufen, wo er das Portefeuille des Innern erhieltund zugleich die Leitung der evang. Kirchenangele-genheiten übernahm.

blostoe ITrneL. (Schleimling, Zittertang), Pflan-zengattung aus der Fam. Xovtoobaosao, perlschnur-förmige, ans kugeligen Zellen bestehende, in einerGallertmasse liegende Fäden, die mit einander ver-schlungen sind. Arten zahlreich, zitternde, wellen-förmig unförmlich gestaltete, branngrünliche, halb-durchsichtige, im Regen aufschwellende Körper bil-dend, häufig auf dürren Wiesen u. sandigen Wegen,auch an Steinen in Gewässern u. an Wasserpflan-zen, bes. nach Regenwetter sichtbar. Da sie vertrock-net u. zusammengeschrumpft leicht übersehen u. ver-kannt werden, so hielt man sie bei ihrem schnellenErscheinen nach Regenwetter für vom Himmel ge-fallen, für ein Erzengniß der Sternschnuppen undfabelte Manches von denselben. Dies gilt nament-lich von 17. oommrms ITrico/r. Englcr.

Hostooksosas, Unterfamilie der phykochromhalti-gen Algen, in fadensörmigen Colonien lebende, gal-lertartige Massen bildende, einzellige Algen, derenperlschnurförmige Fäden sich nicht verzweigen. Injeder Zellreihe wird eine, selten mehrere durch Größeu. braune Färbung ausgezeichnete Zelle zur Spore.Gattungen: llostoo, llormompbon, OMnckrcwpsr-mnm, 8püasriwz'o;g, ^.nnbasna. Engler.

Nostradämus,eigentl.Michel Notre-Dame,geb. 14. Dec. 1503 zu Saint-Remy in der Provence;studirte Medicin in Marseille, durchreiste zur Zeitder Pest als Arzt 1525 die Umgegend, ließ sich 1529in Agen nieder, durchzog aber später 12 Jahre langGnienne, Languedoc u. Italien n. wohnte schließlichin Salon, von wo aus er zuerst seinen Ruf durchdas Vertrauen begründete, welches er sich durcheinige wirksame Mittel gegen ansteckende Krankhei-ten erwarb. Dabei war er Astrolog und seine Pro-phezeiungen, die er in halben Räthseln n. in fran-zösischen Versen heransgab, erregten das höchste Auf-sehen, zumal da einige eintrafen. Katharina vonMedici ließ ihn an den Hof kommen und behandelteihn mit großer Auszeichnung u. Karl IX. ernannteihn sogar zum Leibarzt. N. st. 2. Juli 1566 zu Sa-lon. Seine Prophezeiungen erschienen zuerst in 4Osuburiss (Huatrins), Lyon 1558 u. ö.; vollständigin 10 Osuturios, ebd. 1568 u. ö.; mit dem Lebenvon N., Amst. 1668, engl. Lond. 1672; holl. Amst.1715. Weil N. in seinen Weissagungen den Unter-gang des Papstthums vorausgesagt hatte, so wurdendieselben 1781 vom Papste verboten. Thamhayn.

blostro oonto (italien.), auf unser Conto.

klotn (lat.), Kennzeichen, Merkmal, Bemerkung(kritische u. tadelnde).

Kots (ital.), Note, so 17. buönn (gute Note), dieNote, welche auf einen guten Tacttheil kommt; 17.eainttsristien, der Ton, aus welchem ein Musikstückgeht; meistens zeigt der Schlnßaccord diesen Tonan. 17. oattlva, eine Note des schlechten, nicht zuaccentuirenden Tacttheils.

I Nota, Alberto, ausgezeichneter und beliebter