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Normandys Dcstillirapparat — Normami-2'hrciifels.
Birst, der seinein Könige 936 zn dem Thron ver-hals, aber bald sich gegen ihn erhob und 938 KaiserOtto anschloß; um 941 unterwarf er sich jedoch demKönige von Frankreich wieder in Ronen. Er wurde17. Dec. 942 zu Pequigny snr Somme ermordet.Zein unmündiger Sohn Richard l. ohne Furchtlgeb. 933), folgte ihm unter der Vormundschaft vonvier normannischen Großen, von Ludwig IV. vonFrankreich beliehen. Doch suchte dieser sich der N.wieder zu bemächtigen, entführte deshalb den Herzog942 nach Laon, von wo denselben sein HofmeisterOsmond nach der N. zurückbrachte. Hier wurde ernach langen Kriegen, worin ihn Hugo der Großevon Paris unterstützte, vom König Ludwig IV. be-stängt. Später führte er, von den Dänen unterstützt,Krieg mit dem Könige Lothar, der ihn bedrohte, u.dem Grafen von Chartres, u. st. 996. Sein ältesterSohn u. Nachfolger Richard II. der Gute, vertrieb1003 die ins Land eingefallenen Engländer, kämpfteauch gegen den Grasen vonBlois n. Maine siegreich;er st. 1026 u. ihm folgte sein Sohn Richard III.,und 1028 dessen Bruder Robert II., wegen seinerFreigebigkeit der Prächtige od. (wegen seiner grau-samen Art Krieg zu führen) der Teufel genannt.Dieser bezwang den rebellischen Adel u. die Bischöfevon Ronen u. von Bayeux, unterstützte Balduin IV.von Flandern gegen dessen Sohn, König Hein-rich I. von Frankreich 1031 gegen seine Mutter u.Eduard II. (I.) von England, feinen Vetter, gegenKanut und zwang Alan, Herzog von Bretagne,durch Krieg die Lehn von ihm zu nehmen. Er starb1035 auf einer Wallfahrt in Nikäa. Über die vonihn: gehenden Sagen s. u. Robert. Ihm folgte seinachtjähriger Sohn, WilhelmII. der Bastard (weilseine Mutter nur eine Kürschnerstochter war) oderder Eroberer. Er erhielt sich trotz mehrerer An-fechtungen von Außen n. Innen, mit Hilfe des Kö-nigs Heinrich I. von Frankreich nn Besitz der N.; ermiterstützte-hierauf den König Eduard, den Bekenner,von England gegen die Dänen, worauf ihm Eduardspäter sein Reich vermachte. Als dieser starb, schiffteWilhelm sich nach England ein, schlug den Prätenden-ten Harald von Wessex 14. Oct. 1066 bei Hastingsn. ließ sich sogleich auf dem Schlachtfelde zum Königvon England ausrnfeu. 1087 folgte ihm sein Erst-geborener, Robert III., in der R., deren Besitz ihmaber sein jüngerer Bruder, der König Wilhelm derRothe von England streitig machte; einen langenKrieg Beider unterbrach 1094 nur kurz der Friedevon Caen. 1096 nahm Robert das Kreuz, zog nachPalästina u. verpfändete unterdessen Wilhelm Lie N.Als Robert 1100 nach der N. zurückkehrte, war seindritter Bruder Heinrich I. in England gefolgt; Ro-bertverzichtete im Vertrage von Winchester auf seineAnrechte an England, hatte mit zahlreichen Empör-ungen seiner Vasallen zu kämpfen u. mußte endlich,als Heinrich I. von England 1106 das Land eroberte,bei Tinchebrai besiegt, in die Gefangenschaft wan-dern, in der er 1134 starb. Die N. ward mit Eng-land vereinigt u, als Heinrich 1.1135 st., folgte ihmder Gemahl seiner einzigen Tochter Mathilde, Gott-fried Plantagenet, Graf von Anjou, als Herzog derN. u. König von England, kam aber erst 1144 inBesitz der N., nachdem er den von König Ludwig VI.von Frankreich mit der N. belehnten Grafen Ste-phan VonBlois, einen Neffen des Königs kieinrich l.
mütterlicher Seits, besiegt. Gottfried starb 1150 n.ihm folgte seinSohnHeinrichll. erst in derN., dannauch 1154 in England. Dessen Kriege mit seinen Söh-nen trafen auch die N. schwer. Auf Heinrich II.folgte 1189 sein zweiter Sohn Richard Löwsnherzu. ihm 1199 sein Bruder Johann ohne Land, derseinen Neffen Herzog Arthur von Bretagne aus demberechtigten Besitz der N. u. Bretagne verdrängte u.1202 in Rouen ermorden ließ. Hierauf zog KönigPhilipp II. August von Frankreich, wclcherJohannnicht anerkannte, die N. als erledigtes Lehn mit Hilfeder Stände 1204 ein. Zwar kriegten Johann unddessen >sohn Heinrich III. noch lebhaft um die N.mit Frankreich, doch mußte Letzterer endlich 20. Mai1259 die stk. förmlich an Frankreich abtreten.Am 19. März 1315 gab Ludwig X. der N. einenFreiheitsbrief(Lllarto Xormanäs, Oirarto auxXor-manäs), wonach das Herzogthnm seine eigene Ge-richtsbarkeit und Rechtsverfassnng behalten sollte.König Heinrich V. von England eroberte zwar 1417bis 1419 die N.; sie ging aber 1450 wieder für Eng-land verloren n. blieb seitdem bei Frankreich. In derersten Zeit des Besitzes hießen die Thronerben vonFrankreich Herzoge von der N., welcher Titel nachherdurch den Titel Dauphin verdrängt wurde. Zumletzten Male führte ihn der 2. Sohn Ludwigs XVI«,der nachherige LudwigXVII. (s.d.). Vgl. Dumoulin,Xistoirs Zönsrals äs X. sous sss Duos, Rouen1631, Fol.; Licquet, Ilisv. äs 1a X. (fortgesetzt vonDepping), Par. 1835, 2 Bde.; Fr. Palgrave, Nirsbist, ok Xormunä/ anä ok Lnglanä, London 1851bis 1857, 2 Bde.; Barthelemy, Xistoirs äs 1a X.anoisirnsotmoäorns.n.A.,Tours 1862. Kleiiischmidt.
Normandys Destillirapparut, s. unter De-stillation.
Normairn, 1)Johann Ernst Heinrich Gu-stav von, geb. 1790 in Breslau; wurde 1806preußischer Offizier, nach der Übergabe der FestungBreslau auf Ehrenwort in die Heimath entlassen;1809 trat er in die Dienste des Herzogs vonBrann-schweig, nahm an den Kriegsereignissen in Sachsentheil u. wohnte sodann dem Zuge des Herzogs nachder NKüste Deutschlands bei; bei der Erstürmungvon Halberstadt (29. Juli) schwer verwundet, tratN. nachher alsLieutenant in das inzwischen in eng-lische Dienste übergegangene leichte Infanterieregi-ment ein, mit welchem er 1811—14 in Portugalsocht; 1814 heimgekehrt, wurde er Capitän u. Adju-tant des Herzogs, nahm an dem Feldzüge in Bra-bant theil, rückte Anfang 1815 zum Major auf undbefehligte in den Schlachten bei Quatrebras undWaterloo ein Bataillon; von 1816—22 außer Akti-vität gesetzt, wurde N. dann wieder als Major ange-stellt und stieg rasch, bis er 1851 zum Generallieute-nant und Commandant von Braunschweig befördertwurde. N. starb im Jan. 1855. 2) Hans, Pseudo-nym für Groß-Hoffinger.
Normann' Ehrenfels, ein altadeliges, ur-sprünglich von der Insel Rügen stammendes Ge-schlecht, welches sich von da nach Preußen, Pom-mern, Schweden, Dänemark und Mecklenburg ver-breitete; aus der preußischen Linie wendeten sich Ästenach Württemberg, Nassau u. dem GroßherzogthumHessen; die beiden letzteren befinden sich im anerkann-ten Besitz der Freiherrnwürde, während der würt-tembergischs Ast daselbst, mit dem Rittergut Ehren-