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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Norge —

qeb. 1474, bekannt nnter dem Namen Lord Ho-'ward, commandirte 1513 unter seinem Vater dieVorhut bei Flodden n. wurde bei Erhebung seinesVaters zum Herzog von N. selbst Gras von Surreyin 1521 Lordlientenant von Irland, wo er gegen denJnsurgentenchef O'Neal thätig war. 1522 com-mandirte er die Expedition nach Frankreich u. drangbis nahe an Paris vor; nach seiner Rückkehr nachEngland wurde er 1524 Herzog von N. und Lord-schatzmcister u. zog an der Spitze eines Heeres nachSchottland. 1531 war er unter Len Zeugen bei derTrauung Heinrichs VIII. mit Anna Boleyn, seinerVerwandten; als aber Heinrich deren Tod beschloß,war N. auch der erste, welcher sich sür den königlichenEntschluß erklärte, da er als eifriger Katholik nach-her Anna als Begünstigen» der Reformation haßte.Hierauf dämpfte er einen Aufstand im Norden desReiches u. in Cumberland, nahm den König u. dasParlament möglichst gegen die Reformation ein u.war bes. Ursache des Todes des älteren Cromwell.Dann betrieb er die Vermählung des Königs mitKatharina Howard, seiner Nichte; nach deren Hin-richtung er auch in der Gunst des Königs blieb, be-kam 1543 den Oberbefehl über eine Expedition von26,660 Mann gegen Schottland und commandirte1544 unter dem König in Frankreich. Endlich mitseinem Sohne, dem Grafen von Surrey, beim Kö-nig der Absicht, die Dynastie nach dem Tode desKönigs zu stürzen, verdächtigt, wurden beide 12.Dec. 1546 verhaftet u. der Sohn nach wenigen Ta-gen enthauptet, dem Herzog aber durch den balddarauf eintretenden Tod des Königs das Leben ge-rettet; und als die Thronfolge 1553 an Maria ge-langte, begnadigte ihn diese und gab ihm alle Güteru. Würden zurück. Nachdem er 1554 seinen letztenFeldzug gegen eine Abtheilung Rebellen nnter Tho-mas Wyat gemacht hatte, zog er sich nach Kenning-hall in der Grafschaft Norfolk zurück und starbdort 25. Ang. 1554. Thomas Howard, vierterHerzog von N., Enkel des Vor., Sohn des enthaup-teten Grafen VonSurrey, geb. 1536, Günstling derKönigin Elisabeth, erhielt die Untersuchung des Pro-cesses der Maria Stuart übertragen, und da er indieser Angelegenheit 1568 in Uork mehrere Unter-redungen mit dem Grasen Murray hatte, so zeigteihm dieser die Aussicht auf den schottischen Throndurch die Hand Marias. Dieser Plan wurde aberentdeckt; N. entfloh u. verbarg sich eine Zeitlang inKenninghall, wurde aber Oct. 1569 verhaftet, jedoch1576 unter der Bedingung losgelassen, nie wiederin irgend ein Verhältniß mit Maria Stuart zu tre-ten. Gleichwol erneuerte er den Briefwechsel mitMaria, worin sie sich gegenseitig die Ehe versprachen,u. trat in vorläufigeUnterhandlungen mit dem Papst,dem König von Spanien u. dem Herzog von Alba,welcher eben in den Niederlanden stand. Aber auchdieses Vorhaben ward entdeckt, u. er, von den Peersdes Hochverraths schuldig erklärt, 2. Juli 1572 aufTowerhill enthauptet. Seine Titel n. Würden wur-den der Familie genommen. Erst sein Enkel Tho-mas Howard, Graf von Arundel u. Lord Maltra-vers, wurde 1603 von Jakob I. in die Titel u. Gü-ter eines Grafen von Surrey wieder eingesetzt, er-hielt 1621 die Großmarschallswürde und st. 4. Oct.1646, ein ausgezeichneter Kunstkenner und Knnst-fammler. Dessen Enkel, Thomas Howard, er-

Noricum.

hielt 1664 den Titel eines Herzogs von N. für dieFamilie zurück, welche jedoch, als der katholischenReligion angehörig, von der öffentlichen Laufbahnausgeschlossen blieb. Dasein Bruder Edward Ho-ward, neunterHerzvg von N., 1777 kinderlos starb,fiel die herzogliche Würde an den Grafen CharlesHoward von Arundel, gest. 1786. Sein SohnCharles Howard, Herzog von N., geb. März1742, anfangs Graf vonSurrey, trat 1780 zurAnglicanischen Kirche über; er erschien als Deputir-ter für Carlisle im Unterhause, hielt sich zur Oppo-sition gegen Lord North sowie gegen Pitt; 1786 Her-zog vonN. geworden, erklärte er sich im Oberhausefür die Französische Revolution u. stritt gegen PittsPlan, sich in die innere Verwaltung Frankreichs zumischen; er st. 16. Dec. 1815 kinderlos, u. die her-zogliche Würde fiel an Bernard Edward Ho-ward, zwölften Herzog von N. u. erblichen Graf-Marschall von England, geb. 21. Nov. 1765, alsFamilienhaupt der Howards war er Haupt der ka-tholischen Peers, welche 1829 durch Parlaments-beschluß zu Sitz u. Stimme im Oberhause gelaug-ten; er war Mitglied des Staatsraths und st. 16.März 1842. Ihm folgte sein Sohn Henry Char-les Howard, dreizehnter Herzog VonN., geb. 12.Ang. 1791, trat 1832 für Westsussex ins Parlament,wo er für die geistliche Titelbill wirkte, und wurde1835 Schatzmeister des königl. Hofstaates; nachdemer schon 1841 als Lord Maltravers zum Peer erho-ben worden war, folgte er 1842 seinem Vater inder Herzogswürde u. war 1846—52 Oberstallmei-stcr der Königin. 1851 trat er mit der Familie, mitAusnahme seines ältesten Sohnes, zur Anglicani-schen Kirche über, wurde 1853 Oberhofmeister und1855 Oberhosmarfchall, und st. 18. Febr. 1856 aufseinem Landsitz Arundel Castle. Sein ältester Sohn,Henry Granville Howard, vierzehnter Herzogvon N., geb. 7. Nov. 1815, war seit 1837 im Un-terhanse, mußte aber 1851 als heftiger Gegner derTitelbill seinen Sitz für Arundel anfgeben, wogegener 1852 für Limerick gewählt wurde; 1856 folgte erseinem Vater als Herzog von N. u. im Oberhaus,u. st. 25. Nov. 1860. Seine Titel u. Würden gin-gen an seinen Sohn H enry Fitz-Allan Howard,geb. 27. Dec. 1847, über; er ist der Führer derKatholiken in England und einer der eifrigsten Vor-kämpfer sür Wiederherstellung der Hierarchie. Bartling.

Norge (norm.), so v. w. Norwegen.

Noria,Wasserhebungsmaschiue, in Spanien nochjetzt im Gebrauch, besteht aus einem unterfchlägigemWasserrade, an dessem Umfange thönerue Gefäßebefestigt sind, die unten Wasser aufnehmen, oben inLeitnngskanäle ausgießen, die namentlich Felder u.Gärten zu bewässern bestimmt sind.

Norrcum(Iioi'ious LAer, a.Gcogr.), röm.Prov.südlich von der Donau. Der Name ist wol von derHauptstadt des Landes, Noreja ss.d.), abgeleitet; nachanderer Etymologie s. v. w. Nordreich. N. grenztgegenW.anRhätien u.Vindelicien, gegenN.an Ger-manien, gegen O. an Pannonien, gegen S. an Pan-nonienu. Italien; es umfaßte also das jetzige Ober-n. Niederöstcrreich zwischen Inn, Donau u. Wiener-wald, den größten Theil von Steiermark, Kärnten,Theile von Kram, das Jnnviertel von Bayern, dasPusterthal, den Pinzgau u. Salzburg. N. war gebir-gig; die ^Ipss istorioas ('Norische Alpen) ziehen