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129,577 Arbeitern, die Products im Werthe von 333Mill. Doll, sabricirten. Sie erstreckt sich ans Tuch-weberei (Taurinotuch, Tuch aus Rindshaaren, zuTeppichen und Überröcke»), Baumwollen-, Gold-,Silber-, Eisen-, Sattlerwaaren, Schuhwerk undKleidungsstücken, Spitzen, Hüte, Chocolade, Hanf-zeuz (aus einer NeffelllrtioEIiitloiv), Leder, Lichte,Seife, Papiertapeten, Uhren, chemische Fabrikate,mathematische n. musikalische Instrumente, Maschi-nenbau, Luxuswagen, Glocken, Zucker, Spielkarten,Bier und Branntwein; für den Schiffsbau bestehen12 Werste mit mehreren Maschineubauwerkstätten.Die Bedeutung des Handels von N. U. erhellt ambesten aus nachstehenden Zahlenangaben (u. Pro-centsätzen), die sich auf das Fiskaljahr 1872/73 be-ziehen u. den auswärtigen Handel betreffen.
Bezeichnung.
Hafen vonN. N-Doll.
o/o
Alle an-dere HäfenderUnion
°/o
Total
Union
Import fremderWaarenu.Producte
426321427
62,4
237295720
37,e
663617147
Export einheimischerMaaren u.Producte
313129963
48,2
336002600
51,k
649132563
Gesammlwerthe l 73245 i:woch 6 ,^ 5782 n 8820 j 4 S,'!>i 8 i 274 g 7 io
Bei der Einfuhr nahmen Baumwolle, Wolle, Seidenebst Fabrikaten 125 Mill. Doll., die Colonialwaa-ren 95 Mill. Doll, in Anspruch. Bei der Ausfuhrfigurirten: Contanten mit 55, Baumwolle mit 49^,Brodstoffe mit 47^, Speck und Schinken mit 2b§,Leuchtöle mit 24H, Schmalz mit 17, Blättertabackmit 12K, Käse mit 19A, Talg mit 5 Mill. Doll. rc.Diese Ziffern sind im Großen und Ganzen vielleichtauch heute noch maßgebend, möglicherweise ist beidem Rückgang der Geschäfte jedoch eher eine Ab« alsZunahme zu verzeichnen. N. 3). ist der Hauptsam-melplatz der nordamerikanischen Auswanderung, je-doch ist dieser Verkehr infolge der ungünstigen Ge-schäftsverhältnisse seit einer Reihe von Jahren ge-waltig zurückgegangen. Wahrend die Zahl der Ein-wanderer 1873 noch 266,818 betrug, sank sie 1874auf 140,641, 1875 auf 84,560 u. 1876 auf 71,265;darunter befanden sich 21,035 Deutsche, 24,452Großbritannien (größtentheils Irländer), 5636 Rus-sen, 4427 Österreicher, Schweden 3793, Italiener2618, Norweger 2114. Selbstverständlich besitzt derHafen von N. D. alle zugehörigen Anlagen in besterVerfassung. Zu den seitherigen Docks werden neuehinzugefügt u. als besondere Merkwürdigkeit ist einschwimmender Krahn zu erwähnen, der 100 Ton-nen oder 200,000 Pfd. Tragfähigkeit besitzt. DerZolldistrict von N. 3). (wozu außer Brooklyn, Jer-sey City, Hoboken auch Newark gehört), besaß 18762531 Segelschiffe u. Lichter, sowie 636Dampfer mitzusammen 865,272 Tonnen Gehalt; die Zollein-nahmen betrugen 93H Mill. Doll, (gegen 111 pro1874). Der Gesammt-Schifffahrtsverkehr beträgt15—20,000 Schiffe mit etwa 10Millionen Tonnen.30 Dampferlinien, welche jährlich etwa 200 Fahrtenmachen, setzen N. U- mit allen Theilen der Handels-welt in Verbindung; von diesen Linien gehen 20nach Europa. Ganz erheblich ist auch die Schiff-fahrt aufdem Hudson. Ein Haudelscollegium, mehrereHandelsgesellschaften (für Dampfschifffahrt, Pelz- u.Kohlenhandel), 10 See-Assecuranzgesellschaften, 73Banken, eine Börse (17.1. LxobanAe) und andereAnstalten begünstigen den Handel wesentlich. N. 3).
York.
ist auch der Mittelpunkt des amerikanischen Buch-handels; es gibt über 60 Buchhandlungen und über50 Buchdruckereien. Es erscheinen an 400 Zeitun-gen und Zeitschriften, darunter jedoch nur etwa 50 !von hervorragender Bedeutung. Hiervon erschein:der neunte Theil täglich, die übrigen wöchentlich rc.unter den täglich erscheinenden sind 4 deutsche (Staats-zeitung, N. U-erAllg. Ztg., N. 3)-er Journal mN.I-erTagesnachrichten); unter den wöchentlich erscheinen-den 14 (Handelsztg.,Musikztg., mehrere illustr. Zeit- !ungen, 2Witzblätter,versch.belletrist.Zeitschriftenrc.). -
Die Bevölkerung von N. 3). ist ein buntes Gemischaller Nationen; bei weitem vorherrschend sind Anglo-Amerikaner, dann folgenJren, Deutsche, Engländer,Holländer, Schotten, Franzosen; Farbige verhältmß-mäßig wenig. Anglo-Amerikaner, Deutsche u. Eng-länder gehören vorzugsweise dem Handelsstande u.der Industrie, Iren meist dem niederen Arbciter-stande an. Das Wachsthum der Einwohnerschaft istfolgendermaßen vor sich gegangen: isov: 6o,soo,
1810: SS,877, 1850 : 515,507,
1820 : 128,706, 186V: 814,277,
1830 : 208,007, 1870 : 842,2g-,
1840 : 812,710, 1875 : 1,046,037,
Rechnet man dazu die obengenannten Vorstädte,so erhält man eine Bevölkerung von über 1H Mill.
Das Leben in N. 3). ist im höchsten Grade materiellu. bietet daher wenig Erquickliches. In der Jagdnach dem Dollar u. dem sinnlichen Genuß, verbun- sden mit widerwärtiger Roheit, geht so ziemlich dasVolksleben in allen Schichten aus (vgl. auch das imArt. Nordamerikan. Unionsstaaten unter 0 Gesagte; !im Übrigen Verweisung auf die einschlägige Literatur,s. unten). Das Klima von N.I. ist großen Schwank-ungen zwischen Hitze und Kälte unterworfen, auchwechselt die Witterung ungemein häufig, welchen Um-ständen denn auch zum Theil die erhebliche Sterblich-keit, welche diejenige von London um 6—10°/„ über-steigt, znzuschreiben sein mag. Um die schönsten Um-gebungen von N. A. kennen zu lernen, eignet sich ambesten eine Fahrt durch die Hafenanlagen u. um dieStaaten-Jnsel. Südlich von N. 3). liegt das SeebadConey Island (südlichste Spitze von Long Island).
— N. 3). ist in 24 Quartiere s^s-räs) eingetheilt; ander Spitze der städtischen Verwaltung steht ein aus 2Jahre vom Volk gewählter Bürgermeister (Llagwr)und ein Stadtrath (6ommou Oouuoil), welcher aus22 ^.Iciermsu mit einjähriger Amtsdaner besteht;das städtische Polizeidepartement kostet jährlich über !700,000 Dollars. Die Feuerordnung ist trefflichorganisirt. An der Spitze der Feuerwehr, welcheüber 2000 Mann stark ist, steht ein Oberingenieur i(Odisk ünAinssr) mit 10 Assistenten; unter ihm steh:auch die Feuerpolizeiordnung. Die städtischen Ein-nahmen betragen jährlich gegen 35 Mill. Dollar,die Ausgaben (einschließlich der für die von der Stadtunterhaltenen Schulen) über 10 Mill. Doll., die städ-tische Schuld 150 Mill. Doll.
Die Stadt N. 3). entstand aus der 1613 von demHolländerFredericChristiansengegründetenHandels- ^Niederlassung, welche, zur Stadt heranwachsend, denNamen Nieuw Amsterdam (New A.) erhielt. Diesewurde 1664 von den Engländern erobert, welchesie zuEhren desHerzogs von 3)ork, Bruders König Karls II.
N. 3). nannten. Die neue Stadt hatte 1697 nur4300 u. 1756:13,000 Ew., wuchs aber 1790 bis auf33,000,1800 auf 60,500 rc. (s. weiter oben). Im