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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Neugriechische Sprache u. Literatur.

-.-riech.), Par. 1824; Alexandridis (türk.---.1, Wien 1812; Komas (ruff.-griech.-franz.),

^1811; der /kipcoröt mehrerer Gelehrten,rsri'Min. 1819, 2 Bde.,ist unvollendet; Schmidt,rv'..'l825; Skarlatos Vysantios ^L^exö-- risxxaA'/aä--'/TyxixyL-kralik'xroi,, 2. A. Athen 1857; Kon-npi>!cs(griech.-engl.), Lond. 1868; Kind, Lpz. 1841.

Von einer neugriechischen Literatur pflegt-an gewöhnlich erst seit dem Anfang des 18. Jahrh.

reden. Indessen hat seit dem Falle Constantino-ocl§ die literarische Thätigkeit in griechischer Sprachenie geruht; u. bereits viel früher, etwa seit dem 12.gahrh., ist eine eigenthümliche Vermischung der! Schriftsprache mit Elementen der Vulgärsprache zuliterarischem, bes. poetischem Ausdrucke verwendetworden. Wir können demnach die Geschichte derneugriechischen Literatur in vier Perioden theileu:a) MittelgriechischeDenkmäler,znmgrößtenTheileerst in neuester Zeit publicirt, meist von unbekann-ten Verfassern; dialektische Eigenthnmlichkeiten lei-l ten häufig auf die Inseln als Entstehungsort. Esi sind theils Nachbildungen abendländischer Ritter-! romane, wie der Geschichte von Flor u. Blancheflor,

! Peter u. Maguelone, Apollonios von Tyros, theilsUmbildungen antiker Stoffe in romantischem Sinne,wie die Tpwcicka, die Legende von Alexander demGroßen, theils didaktische u. satirische Poesien, wiedie Gedichte des Theodoros Ptochoprodromos (12.Jahrh.) und Stephanos Sachlikis. Vgl. bes. Gidel,Ltuäss sur Io. littsraturs Arsegus moäsrns. Imi-tations eu Arso äs nos romans äs elrsvalsris äs-xuis Io 12o sisols, Par. 1866; Sammlungen vonWissen, Analekten der mittel- n. neugriech. Litera-tur, 5 Bde.,Lpz. 1855 ff.; Wagner, Llsäioval Arsslrtoxts, Lond. 1870; ders., Garmina §raseo. msäiiaevi, Lpz. 1874; Legrand, Gollsetion äss Monu-ments xour sorvir ü 1'vtuäs äs In lanZuo nöolroils-niguo, Bd. 1—19, nouvslls svris, Bd. I—7, Par.1868—77; Sathas, ä/r-nrrwxrx>) pipiiroAisx^, Bd.1—6, Vened. 1872—77.

i>) Von 1453 bis in die Mitte des 18. Jahrh.Diese Periode wird bes. charakterisirt durch die Thä-tigkeit der griechischen Gelehrten in Italien u. durchdie literarischen Bestrebungen auf den griechischenInseln. Von erfleren sind hervorzuheben Vissarion(Fy-wc-gi'wx) aus Trapezunt (gest. 1472), Thco-doros Gasts (gest. 1478), die Brüder Constantinos(gest. 1500) u. Joannis (gest. 1535) Laskaris, er-stem Verfasser einer lange gebrauchten griechischenGrammatik, letzterer Leiter des von Leo X. auf demQuirinal gegründeten Gymnasium Lleäiesum.Während das griechische Festland unter türkischerHerrschaft immer mehr verkam, blühte ans den In-seln Wohlstand u. geistiges Leben. Auf Chios ragtehervor LeoMatius (gest. 1669), Herausgeber grie-chischer Schriftsteller (Xv,ll,u-xra, Nom 1668), aufRhodos entstand 1498 das Gaxarixor- rflL'/'oäovvon Georgillas; Kreta hat Vinzentios Kornaros,den Verfasser des au poetischen Schönheiten reichenund noch heute sehr beliebten romantischen EposTxwröxprrox (Vened. 1737 u. ö.), Nikolaos Dimi-trios. Dichter der bukolischen AoaxoTroösta (Vened.1620 u.ö.), Georgios Chortatsis, Dichter des Dra-mas (ilkachbildung einer ital. Tragödie

des Giraldo Cinthio), Vened. 1676, hervor gebracht(über letztere vgl. Bursiau, Abhaudl. d. süchs. Ges. d.

Pierers Unlversal-ConversatwnZ-Lexikon. 6. Aufl. XII

Wissensch. 1870); auf Korfu wurde 1657 dis ersteneugriechische Akademie gegründet, Trivolis dichtetehier seine romantische Verherrlichung des venetia-nischen Seekämpfers Tagiapieras, auf Zante schriebNikolaos Lukanos seine Metaphrase der Ilias, Di-mitrios Zinos die derBatrachomyomachie ins Vul-gärgriechische.

v) Periode der geistigen Wiedergeburt Griechen-lands, von der Mitte des 18. Jahrh. bis zu dengriechischen Freiheitskämpfen. Die politischen Be-strebungen, eine Wiedergeburt von Hellas herbei zuführen, blieben auch auf literarischem Gebiete nichtohne Rückwirkung. Durch eine großartige Privat-wohlthätigkcit wuchs die Zahl der Lehranstalten,Reisen nach dem Occident bildeten ganze Schaarenvon Griechen, es folgte die Stiftung literarischerHetärien, die Gründung von Zeitschriften, bes. desDas vertiefte Studium des Alt-griechischen führte zu den Bestrebungen, die Volks-sprache durch eine mehr oder weniger große Annä-herung an das Altgriechische zu einer Schriftsprachezu machen. Ihren Mittelpunkt fanden diese Bestreb-ungen in Adamantios Korais, geb. 1748 inSmyrna, gest. 1833 in Paris, der auf fast allenwissenschaftlichen Gebieten thätig war, bes. aber alsHerausgeber altgriechischer Werke von den Philo-logen noch heute geschätzt wird; um die Lexikogra-phie des Neugriechischen ist er hochverdient durchseine"7lr«-rra, 5 Bde., Par. 1828—30. Zu Kuru-Tschesme entstand, von Phauarioten unterhalten,das k7iear^,uoxixöt- a/olie/oi-1804, in Odessa 1814eine Handelsschule, in Smyrna u. Trapezunt wur-den Gymnasien gegründet, die noch heute eine reicheWirksamkeit haben. Hcrvorzuhebeu sind außer Ko-rais noch Eugenios Vulgaris (1716—1806) mitSchriften theologischen u. philosophischen Inhalts;Michael Kumas (1777—1833), gelehrter Polyhistor(^Taro^'ar rwr- «r-A(>w7rrr-w»- 12 BÜe.,

Wien 1838); Constantinos Jkonomos (1780 bis1857), Verfasser zahlreicher theologischer, literarge-schichtlichcr u. sprachlicher Schriften (bes.

7iL/istyxrxyS')-/iw<7s^rz Petb.1833). Poetisch hervorragend war Rhigas, geb.1754, 1798 in Belgrad erschossen (Gedichte, Jassy1814); er ist aber wahrscheinlich nicht der Verfasserder berühmten neugriechischen Marseillaise xTxvrxGeorgios SakellarioS (/Tor^-zicirra, Wien 1817), Spyridon Triknpis (ä ^,uox,Par. 1821); Athanasios Christopulos, Dichter ana-kreontischer Lieder ('Lpcorixä, Sax/ixä, Wien 1811bis 1812), Par. 1841), Joannis Vilaras

(/Torrs,u«ra xar rrelf« rrxa, Korfu 1827); Skarla-tos Ghikas, Sohn des Hospodaren der Walachei(/Toryzr« arr/ov(>/rxo>, Wien 1808); ConstantinManos, Verfasser des geschmacklosen erotischen Ro-mans rä xar« xar tä^ooxörrr,/- (Buda

1801); Constantin Dapontis, langweiliger Didak-tiker (LaA^LTrri^r rwx )7vx«rxwr-, Venedig 1766;/gyaro^Arra, Vened. 1770). Von dramatischenDichtungen entstammen dieser Zeit die Foono^ozia-/r'a, Wettstreit zwischen beidenkkfern des Bosporos,wahrscheinlich von Joannis Tsanetsis verfaßt; derVwaa-iä^xsto-T'a/iliox, ein satirisches Drama mitscharfer Zeichnung der politischen u. gesellschaftlichenZustände Griechenlands im letzten Drittel des vori-gen Jahrhunderts (deutsch in Jkens Eunomia I.

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