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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Nachtviole Nacken- u. Rück.nmnSkeln.

ungen der romantischen Schule (Tieck, Brentano,Arnim u. A.); als Beispiel aus der Musik kann dieBcschwörungsscene aus dem Freischütz von Weberangeführt werden. 2) (Im Besonderen) wird aberder Ausdruck von Gemälden und Zeichnungen ge-braucht, zunächst in dem rein objectiven Sinne einernächtlichenBeleuchtung (durch Mond- od. Feuerlicht).Schon die älteren Maler versuchten sich darin; dasberühmteste Werk dieser Art ist die berühmte Nachtvon Correggio (im Dresdener Museum), darstellenddie Geburt Christi, bei welcher die einzige, aber sehrintensive Lichtquelle der von dem Jesuskinde ansstrah-lende Lichtglanz ist. Bei den Niederländern waren dieN-e ebenfalls sehr beliebt. Juden bekanntesten Ma-lern dieser Gattung gehören Rembrandt, van derNeer, Gerh. Dow, Honthorst, Schalken; unter denneueren deutschen M. Müller (der sog. Feuermüller),Gesellschap, Schleich u. A. Aber auch indem unter 1)bezeichneten Sinne gibt es Maler, welche N-e lieferten,z. B. der Italiener Salvator Rosa, der NiederländerBreughel, gen. Höllenbreughel.u.A.; bei diesen ruhtederAccentderWirkungwenigeraufdemBeleuchtungs-act als auf der Wildheit u. Furchtbarkeit der Compo-sition, wie in Räuber-, Hexen- u.Zauberscenen, See-stürmen mit Schifsbrllchen u. a. m. Schasier.

Nachtviole, die Pflanzengattung Hsspsrio.

Nachtwache, bei den Alten ein Theil der Nacht,ungefähr 3 Stunden enthaltend. Die Nacht war invier N-n eingetheilt, die erste vom Untergange derSonne bis gegen 10 Uhr, die zweite von 10 bis ge-gen 2 Uhr (Mesonyktion), die dritte von 2 Uhr biszum Aufgang der Sonne (Alektrophonie, Hahnen-ruf), die vierte von der Morgendämmerung bis zumwirklichen Tage (Morgenwache).

Nachtwandeln (Somnambulismus), eigenerLebenszustand, in welchem manche Personen, bes.inden Jugendjahren, periodisch versetzt werden, desseneigentliches Wesen aber noch nicht erkannt ist. DerNachtwandler nimmt, nachdem er einige Stundengeschlafen hat, ohne Erinnerung davon zu behaltenod. mit nur dunkel nachbleibender Erinnerung, durchanscheinend willkürliche u. gewöhnliche Bewegungen,meist schweigend, Handlungen vor, als ob er wachte.Er steht von seinem Lager auf, wandelt, bald mitoffenen, aber gegen Lichtreiz unempfindlichen, baldmit verschlossenen Augen umher, geht in den leichte-sten Fällen bloß im Zimmer ans u. ab u. begibt sichbald wieder ins Bett, in anderen Fällen aber nimmter die complicirtesten Verrichtungen, und zwar nichtnur solche, die er am Tage zu thun gewohnt war,sondern auch neue u. ungewöhnliche vor, verläßt zu-weilen das Zimmer, begibt sich sogar an gefährlicheOrte, z. B. auf Dächer der Häuser, wobei er meistso vorsichtig verfährt, daß er gewöhnlich keinen Scha-den erleidet. Am Ende des bald nur Minuten, baldmehrere Stunden dauernden Anfalls begibt sich derKranke wieder ins Bett und verfällt in Schlaf. DieRückkehr dieses Zustandes erfolgt meist erst nachWochen oder Monaten, in schlimmeren Fällen selbstmehrmals in einer Woche. Bisweilen beschränkt sichdie Krankheit auf bloßes Sprechen (Schlafreden).Die Sinne sind entweder unempfindlich, oder, wieinsbesondere das Gehör, nur für gewisse Wahrnehm-ungen (Rufen des Namens) empfänglich. Wird derKranke durch Anrufen, Schütteln u. dgl. aus seinemSchlafe erweckt, so nimmt er mit Befremden wahr,

daß er sich außer seinem Bette befindet u. Handlun-gen verrichtet hat, von denen man ihm die Spurzeigt; ja, wenn er sich dabei in einer gefährlichenLage befindet, so kommt er in Gefahr, zu verunglückenDer Zustand wird auch, wegen eines angeblichen Zu^sammenhanges mitden Mondphasen, als Mondsuchtbezeichnet. Meist verliert sich die Krankheit in spä-teren Jahren; zuweilen ist sie erblich. Jedenfallssind die hierher gehörigen Beobachtungen sehr schwie.rige, dain dem Maße, als die Verwickelung derVorgänge steigt, die Treue und Beglaubigung derBeobachtung abnimmt, die unwillkürlichen und ab-sichtlichen Erdichtungen zunehmen" (Lotze). Möglichdaß die neuen, zunächst an denJnsecten gemachten Be.'obachtungen überden Tastsinn auch über dieseZustandeeiniges Licht zu verbreiten vermögen. Thamhayn.«

Nächtlichen, s. Wochenbett.

Nachzügler, so v. w. Marodeurs.

Nacken, der Hintere Theil des Halses, s. d., 2).

Nacken- u. Rnckenmuskeln, Muskeln, die sichgrößtentheils sowol an die Hals- als Brust- u. Len.denwirbel, zum Theil auch am Kopf anheften. 4 )Erste Schicht: Kappenmuskel (Nusoulus oueui-laris), liegt oberflächlich unter der Haut, heftet sichan die obere halbkreisförmige Linie und die äußereGräte des Hinterhauptknochens, an das Nackenbandund alle Dornfortsätze der Brustwirbel, an die Grätedes Schulterblattes, das Akromion u. das Akromial-ende des Schüsselbeins, bedeckt also, jeder auf seinerSeite, Nacken, Schultergend und Rücken. BreiterRückenmuskel, s. unter Armmuskeln. L) ZweiteSchicht: a) am Nacken: Bausch- od. Riemenmuskeldes Kopfes, s. u. Kopfmuskeln; Riemenmuskel desHalses, liegt unter dem Kappenmuskel, entspringtauf jeder Seite als ein platter, länglicher; dünnerMuskel von den Dornfortsätzen des 3.5. Brustwir-bels, heftet sich an diehinterenHöckerderQuerfortsätzedes 1. 3. Halswirbels. Schulterblattheber, ent-springt mit 34 durch Zellstoff vereinigten, sehniganfangenden Köpfen von den Hinteren Höckern des1. 4. Halswirbels, heftet sich als ein rundlicher,länglicher Muskel an den oberen Winkel des Schul-terblattes. b) Am Hinteren oberen Theil des Thorax:Kleiner od. oberer rautenförmiger Muskel, entspringtvon den Dornfortsätzen des 5.-7. Hals-, auch l.Rückenwirbels, geht schräg abwärts zu dem oberenTheil der Hinteren Lefze des inneren Randes desSchulterblattes. Der untere oder große rautenför-mige Muskel entspringt dicht unter dem vorigen,mit dem er ganz parallel liegt, von den Dornsort-sätzen des 1.4.6. Brustwirbels, heftet sich an dieäußere Lefze der Basis des Schulterblattes. ObererHinterer Sägemuskel, entspringt von den Dornfort-sätzen des 6. u. 7. Hals-, 1.3. Brustwirbels, heftetsich dreieckig an die äußere Fläche der 2.5. Rippeam Winkel derselben, o) Am Hinteren unteren TheildesThorax: Unterer Hinterer Sägemuskel, entspringtvon den Dornfortsätzen deS 11., 12 . Brust-, 1 .3.Lendenwirbels, heftet sich am unteren Rande der äuße-ren Fläche der 9.12. Rippe am Winkel. 0) DritteSchicht: u) am Nacken: Zweibäuchiger Nackenmus-kel, entspringt von den Quersortsätzen deS 2 .7.Brustwirbels, erstreckt sich am Rückgrat, von denRiemenmuskeln größtentheils bedeckt, zum Hinter-haupt, andesseu oberehalbkreisförmige Linieer sich an-hefket. DurchflochtenerNackenmuskeljLl.eomxlsxus),