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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Multcrkuchcu

tlnnnmn Ä».; 2) die ganze Pflanzengattung Aabri-«aria; 3) Aarrnbium vnlMro; 1) Aslissa oküoi-ualis (Citroncnmelisse); 5) Llslittis; 6) ^.ruios,; 7)I^säum palnstrs; 8) ^IsIrsmIUg. vulgaris; 0) 8s-ämn flelspbium.

Mutterkuchen (?1aesvta), derjenige Theil einesi>: der Gebärmutterhöhle liegenden Eies, durch wel-chen das Ei an die innere Gebärmutterfläche ange-hcitet ist und in welchem der Austausch des Bluteszwischen Mutter u. Frucht stattfiudet. Der M. einerreisen Frucht hat eine platte, länglich-runde Form,einen Längsdnrchmesser von durchschnittlich 1520am, einen Dickendnrchmesser von circa 1H om, einGewicht von 1 Pfd. Seine Masse zerfällt in einenmütterlichen (plaesuta maborna) u. einenvorwiegendkindlichen (plao. koetalis) Theil; der erstere liegt derinneren Gebärmutterfläche an, ist uneben, von tiefenFurchen durchzogen n. dadurch in eine Menge Läpp-chen (Kotyledonen) gctheilt u. wird aus Fortsetzun-gen der hinfälligen Haut (vseiäna) gebildet; derletztere ist glatt, von den Eihäuten überzogen, aufseiner Oberfläche sieht man die Nabelgesäße sich ver-breite»; derselbe wird von den gewucherten Chorion-zotten gebildet. Die Bildung des M-s beginnt imdritten Monate der Schwangerschaft und hat in der39. Schwangerschaftswoche ihren Höhepunkt erreicht.Über den feineren Bau des M-s s. Lchrb. der Ge-burtshilfe von Spiegelberg 1877, S. 76; es soll hiernur das erwähnt werden, daß die mütterlichen undfötalen Blutgefäße im M. so dicht neben einanderverlaufen, daß das beiderseitige Blut unmittelbarneben einander vorbeiströmt und nur durch dünne,leicht durchgängige Wände von einander getrennt ist.Durch den dadurch möglichen Blut- resp. Gasaus-tLusch ist der M. das Ernährungs- und Athmungs-organ des Fötus. Der Sitz des M-s ist meist dievordere oder Hintere Gebärmutterfläche, in seltenenFällen der innere Muttermund (vorliegender M.,xlaconta prasvia). Bei der Geburt löst sich der M.von der inneren Gebärmutterfläche los u. wird mitgeboren (Nachgeburt). KrankhafteZnständedes M-s,die häufig die Ursache zu vorzeitiger Ausstoßung desEies (Abortns) geben, sind verkümmerte Bildung,Blutergüsse in die Substanz des M-s, entzündlicheZustände (lUassiititis) u. Syphilis des M-s (?Ia-vMtsrsxpdilla). Kunze.

Mutterlauge (Aurin), die von der Krystallisa-tion irgend einer Salzlauge übrig bleibende Flüssig-keit, welche, nebst Rückständen des angeschossenenSalzes, meist auch noch andere, schwerer oder nichtkrystallisirbare Bestandtheile enthält; bes. die beimAbdampfen dcrSalzsoolenübrigbleibendeFlüssigkeit.

Mutterloge, eine Loge, n. zwar meist eine Groß,löge, in Beziehung auf von ihr gestiftete neue Logen(Tochterlogen).

Muttermal (Psnsvrw matsrnns), ein angebo-rener Fleck in der Haut, der sich entweder als einebloße Farbenveränderung derselben zeigt, oder auchüber die Oberfläche derselben hervorragt. Man un-terscheidet Pigmentmale (kstasvi xiMientarii) n.Blutmale (Ist. vasonlovi). Die elfteren werdengebildet durch Pigmentablagerungen in der Leder-haut ».zeigen sich als dunkelgelbe bis schwarzeFlecke;zuweilen findet eine üppige Haarvegetation auf den-selben statt, zuweilen sind sie unbehaart. Meist habensie gar keinen Nachtheil, sind schmerzlos und bleiben

Mutual.

in ihrer Größe stationär. In sehr seltenen Fällenbeginnt in ihnen eine krcbsige oder sarkomatöse De-generation, die dann ungemein bösartig verläuft (s.Melanose). Die Blntmale sind Gesäßgeschwülste(Telangiektasien) und bestehen in einer übermäßigenBildung von Capillaren in der Lederhaut. Sie ha-ben bei der Geburt oft nur das Aussehen eines Floh-stiches, wachsen aber nachher oft sehr bedeutend, kön-nen aber auch in jedem Stadium stationär bleiben.Ihr Lieblingsitz ist das Gesicht, seltener Nacken, Halsu. Schultern. Auf den Fingerdruck hin u. durch dieKälte erblassen sie; in der Wärme u. beim Schreienwerden sie röther u. schwellen an. Bei Verletzungenbluten sie ungemein stark und können dadurch unterUmständen gefährlich werden. Deshalb ist ihre Be-seitigung sofort geboten, wenn sie zu wachsen begin-nen. Bei geringen Graden nützt es, eine Knhpockeauf die Geschwulst zu impfen od. mit einem Ätzmitteloberflächlich zu ätzen. Bei höheren Graden legt manStecknadeln durch die Geschwulst, od. brennt mit demGlüheisen (Galvanokaustik) punktförmige Löcher insie ein und erwartet von der Contraction der strang-förmigen Narben eine Verödung der Geschwulst. Dassicherste Mittel ist die Exstirpation. Sie ist aber beider großen flächenhaften Ausbreitung im Gesicht oftschwierig, so daß man alsdann gezwungen ist, stück-weise zu verschiedenen Zeiten die Geschwulst allmäh-lich zu entfernen. Jahn.

Mutternelken, s. Gewürznelken.

Mutterpflaster, s.n. Bleipräparate §) ,kk) u.AA).

Müttersholz, Landgemeinde im Kreise Schlett-stadt des Negbez. Unter-Elsaß (Elsaß-Lothringen), ander Zembs; Banmwollenweberei, Tabakbau; 1871:2172 Ew. Zu M. gehören Ehnweiler u.Niederrcuh-samhausen an der Jll. Östlich von M. finden sich nochSpuren der Römerstraße von Mailand nach Mainz.

Mutterspicgel (8pson1nm), Instrument zurBesichtigung der weiblichen Scheide n. des Mutter-mundes. Man hat 2-, 3-, 4blättcrige ans Metall,so den M. von Cnsco, Ricord, Charriere rc. u. ein-fache cylinderförmige aus Milchglas od. Porzellan.Die letzteren werden heut zu Tage am meisten ge-braucht, weil sie leicht zu reinigen sind u. ein gutesBild geben. Der verbreitetste der letzteren ist derMayersche M.; derselbe ist an dem einen Endebehufs leichterer Einführung schräg abgeschnitten,während das andere, vordere Ende lntensöruiig er-weitert ist. Je nach besonderen Zwecken hat maneine Menge noch anderer M. conftrnirt (M. vonMarion Sims, Spencer Wells, Simon rc.). Kunze.

Mutterstadt, Marktflecken im Bez.-Ämt Speyerdes bayer. Regbez. Pfalz (Nheinpsalz), Station derPfälzischen Ludwigsbahn; Getreide-, Flachs- undTabakbau; 1875: 3259 Ew.

Mnttertheil (Mnttergüt), diejenige Erbportion,welche den leiblichen Kindern ans der Erbschaft derMutterzufällt. FürUnmündige wird, nachdem untervormundschaftlicher Mitwirkung der M. ansgemitteltist, derselbe meist vom Vater verwaltet, dem dannzugleich auch der Nießbrauch zufällt.

Mutterwch, so v. w. Hysterie.

Mutterwuth, s. Seelenstörungen.

Muttra, s. Mattra.

Mutual (Mutnell, v. Lat.), gegenseitig, wechsel-seitig; daher Mutualität, Gegen-, Wechselseitig-keit; Mutualisten, eine 1833 in Lyon gebildete