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Montefusco —
vom Sultan in Constantinopel u. mit Cremienx von'MehemeL Ali in Ägypten Schutz für die verleumdetenJuden n. sorgte überall durch reiche Spenden für seine,Glaubensgenossendaselbst. 1845 bereiste er ausWnnsch ^des Kaisers Nikolaus Russisch - Polen, um die Lageder dortigen Inden zu erforschen u. Vorschläge fürderen Besserung zu machen. Die Königin Victoriaehrte sein rastloses, humanes Wirken durch Ernenn-ung znm Baronet (1846). Bei einer in Palästina1854 ausgebrochenen Hungersnot!), reiste er wiederdahin, gab Mittel zur Verbreitung von Gewerben n.Landwirthschast unter den dortigen Inden u. grün-dete ein Armenhaus; 1859 verwendete er sich ver-gebens bei denHöfen des Continents für Zurückgabedes seinen Eltern entrissenen Inden-Knaben Mor-tara, den die päpstliche Negierung im Christenthnmerziehen ließ; 1863 ging er nach Marokko, um durchVerwendung beim Kaiser den Verfolgungen der dor-tigen Juden u. Christen durch den Pöbel ein Ende zumachen, was ihm auch gelang; schon 82 Jahre alt,ging er 1866 wieder nach Palästina, um Hilfe zubringen, als dort Henschreckenplage n. Cholera wü-theten; 1867 reiste er nach Rumänien, um beim Für-sten Abhilfe gegen die dortigenJudenvcrfolgnngcnznerlangen. Bis 1873 führte er die Präsidentschaft desDeputirten Collegiums der britischen Juden. Fürst.
Montefnsco, Städtchen in der ital.Prov. Avel-lino; Bischofsitz, Baumwollenfabriken; 2108 Ew.
Monte Gcneröso, der Righi Ticinese genannt,Berg bei Mendrisio im Bezirk Lugano des schweizer.Kantons Tessin, 1695 m hoch, zwischen dem Lu-gancr u. Comer See, mit prächtiger Aussicht ans dieKette der Alpen von Savoyen bis zum Bernina;eine Zahnradeisenbahn nach dem Gipfel ist im Bau.
Monte Gibello, einheimischer Name des Ätna,auch Mongibcllo.
Montego, Hafenstadt auf der NKüste der InselJamaica, an der gleichnam. Bai; Ausfuhr von Lan-desproducten; 6000 Ew.
Montejns, eine Vorrichtung, welche die Druck-pumpen bes. in Brennereien ersetzt. Sie besteht auseinerArtKessel,inwelchenvonobengespannterDampseintritt, dessen Druck die darin befindliche Flüssigkeitdurch ein im Boden befindliches, aufwärts gebogenesRohr emporpreßt. Ein zweites durch einen Hahnabgespcrrtes Rohr leitet die Flüssigkeit in das M.;durch Anfügung mehrerer mit Hähnen verschließbarerEin- u. Abflußröhren kann ein u. derselbe Apparatzu verschiedenen Zwecken benutzt werden. Das M.eignet sich bes. für dickliche u. heiße Flüssigkeiten, weiles keine bewegte u. zu dichtende Theile besitzt.Jungck.
Monteleöne, 1) (M. di Calabria),Bezirkshaupt-ort in der ital. Prov. Catanzaro; Castell, Bischof,Collegium, Öl- u. Seidenhandel; 9295 Ew. (Gem.11,840); wurde beim Erdbeben 1783 fast ganz zer-stört. 2) (M. di Puglia), Marktflecken in der ital.Prov. Avellino; 3642 Ew.; war im Mittelalter Be-sitzthum der Familie Pignatelli, welche daher auchLen Herzogtitel von M. führte.
Monte Libretti, Ort in der ital. Prov. Nom,nordöstl. von der Stadt Rom, 1162 Ew. Hier imOct. 1867 Gefechte zwischen Garibaldianern u. denpäpstlichen Truppen.
Montelimart, Stadt nnd Hanptort in dem 6Cautone u. 69 Gem. mit 68,687 Ew. umfassenden,gleichnam. Arr, des sranz. Dep. Dröme, am Zu-
- Montenegro.
' sammenfluß des Jabron n. Noubion, Station derParis-Lyon-Mittclmeerbahn; alte Citadelle, alles.Schloß (jetzt Gefängniß), Gerichtshof erster Instanz,
^ Fabrikation von Sämisch-Leder, Seide, HütenSchnhwaaren, hydraulischem Kalk rc., berühmteZuckerbäckerei, Steinkohlen - Bergbau, Handel mitSeide, Trüffeln n. Wein; 1872: 8786 Ew. (Gem.11,122). Hier faßte Calvins Lehre zuerst in Frank-reich festen Grund. H- Berns.
Montelnpo (M. Fiorentino), Flecken in der ital.Prov. Florenz, am Arno; Station der RömischenBahn, altes Florentiner Schloß, bedeutende Thon-waarenindustrie; 5005 Ew.
Monte maggiöre (M. Bolsito), Stadt in derital. Prov. Palermo, am Tordo; 7004 Ew.; wurde1852 durch einen Erdsturz zum großen Theil zerstört.
Montemayor,Don Jorge de, geborcnerPor-tugiese, einer der besten spanischen Dichter im IS.Jahrh., geb.um 1520inMontemor, starb um 1562;er schrieb den ersten spanischen Schäferroman Diaus,(Madr. 1545, 2. Thle., n. Ausl. ebd. 1795 u. 1802),der leider unvollendet blieb; Gaspar Gil Polo ver-suchte mit Glück, das durch kunstreiche Erfindung,treffliche Charakteristik n. schöne Sprache ausgezeich-nete Werk in Im Diana vnamoraäa (Valencia 1564,Madr. 1802) passend zu ergänzen. M. veröffentlichtenoch eine Sammlung von Dichtungen und Liedernunter dem Namen Oaneionoro (Saragossa 1554 u.1561). Booch-Arkossy."
Montemigliano, so v. w. Montmelian.
Montemor, 1) (M. o Novo), Stadt im DistrickEvora der portug. Prov. Alemtejo, am Canha; al-tes maurisches Schloß; 1863: 3942 Ew. 2) M. o !Velho), Stadt im District Coimbra der portug. Prov. ^Beira, am Mondego; uralte Stadl mit hohen ver-fallenen Mauern ».großem Castell; 1863: 2281 Ew.
Monte», Dietrich, Schlachtenmaler, geb. 13.Sept. 1799 in Düsseldorf, starb 13. Dec. 1843 zuMünchen. M. bezog 1816 die Universität Bonn,widmete sich aber bald ganz der Kunst. Von Mün-chen aus, wohin er sich zu seiner Ausbildung bege-ben, bereiste er Österreich, Sachsen u. Preußen undnahm 1830 daselbst seinen ständigen Wohnsitz, wei-terhin Italien u. Holland besuchend. Seltene Viel-seitigkeit u. Schärfe der Beobachtung, große Fertig-keit im Reproduciren des Geschauten u. im Grnppi-ren verband er mit einer Ritterlichkeit, die wie inseiner persönlichen Erscheinung, so auch in seinemLeben und künstlerischem Schaffen zu Tage trat.Werke: Der Polen Ävschied vom Vaterland 1830,sein populärstes Bild; Der Tod Gustav Adolfs beiLützen; Max Piccolominis Tod; Napoleon I. in derMitte seiner Generäle; Georg I. in der Schlacht vonNeerwinden; Der Tod Friedrich Wilhelms vonBraunschweig bei Quatrebras; König Ludwig I. imFamilienkreise. Mit Schelver u. Eckert gab M. 200Blätter: Die deutsche Bundesarmee, in Steindruckheraus. Regnet.
Montenegro (slavisch Crnagora, Czernagora,türk. Karadagh,d. i. SchwarzeSGebirge), ein nominellunter Oberherrlichkeit der Türkei stehendes, thatsäch-lich aber unabhängiges Fürstenthum im nordwestl.TheilderEuropäischenTürkei,zwischenHerzegowina,Bosnien, Albanien und Dalmatien, abgesehen von
dem 1877 neu eroberten Gebiet (s.Gesch.) 4660 dstcw
( 80,4 HW) mit etwa 185,000 Ew. M. ist durchaus