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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Monte Cavnllo

gl—24°8., wirksam gegen Hautkrankheiten, Nhen-! matismus, Lähmungen, Frauenkrankheiten. Das

> Wasser wird auch versandt. Hier 29. Ang. 1315! Sieg der vereinigten Pisaner n. Luccaner über dieFlorentiner. 2 ) (M. di Cecina), Flecken in der ital.Prov. Pisa; Mineralquellen; 4304Ew. JnderNähereichhaltige Kupfcrgrnben.s Monte Cavallo , s. Rom.

! Aiontecchi, eine Patricierfamilie in Verona, be-! rühmt durch ihre Feindschaft mit den Capuletti,woher zwei feindliche Parteiensprichwörtlich mit M.ii. Capuletti bezeichnet werden.

Montechmro sul Chiesc, Gem. in der ital.Prov. Brescia; 7310 Ew.

Monte Cimönc, s. Apenninen.

Monte Corvrno (M. Rovella), Stadt in derital. Provinz L-alerno; Mädchen-Versorgungshaus,Schwefelquelle; 6830 Ew.

Monte Cristo , Insel zur ital. Prov. Grossetogehörig; von Fischern bewohnt; im Mittelalter warhier ein Camaldulenserkloster, dessen Kirche noch steht.Die Insel ist in neuerer Zeit bekannt geworden durchAlex. Dumas Roman: Iw ooints äs LI. 0.

Monteeueüli, Montecuccoli, ein altes, ita-lienisches Geschlecht, welchesschonnm 1170Friguanoim Modenesischen besaß, 1450 in den Grafenstandu. 1530 in den Reichsgrafenstand mit dem großenPalatinate erhoben wurde. SpäterzerfieldieFamiliein verschiedene Zweige, aus deren einem, dem HausePolignano der berühmte Feldmarschall Neichsfnrsts Raimund M. stammte. Geborenl608imModenesi-s scheu, diente er zuerst seit 1627 als Bolontair bei derösterr. Artillerie unter seinem Oheim Ernst Grafä von M., 1631 als Rittmeister wurde er bei Breiten-^ seid gefangen, trat 1632 wieder in kaiserliche Dienste,

wurde Major u. 1635 nach dem Sturm ans Kaisers-lautern Oberst. JnBöhmen wurde er1639 vonBa-ner geschlagen u. beim Rückzug wieder gefangen u.erst 1642 ansgewechselt, focht dann glücklich in Schle-sien n. wurde Generalseldwachtmeister. Nachdem M.min kurze Zeit in Modenesischen Diensten gestanden,q ward er 1644 kaiserl. Generalwachtmeister u. Hof-z kriegsrath, opcrirte 1645 am Rheine gegen Turenne,; übernahm 1646 in Schlesien wieder ein CoinmandoH u. trieb mit Johann von Werth die Schweden nachBöhmen. Er wurde nun General, arbeitete seit 1651wieder im Hoskriegsrath, ward auch zu verschiedenendiplomat. Missionen verwendet. 1657 führte er LeinKönig Johann Kasimir von Polen gegen Ragoczy u.- dieSchweden das kaiserl. Hilfsheer zu, schlug die Sie-

benbürgen, nahm Krakau wieder u. eroberte fast allePolnischen Städte zurück; 1658, Feldmarschall, ent-setzte er Kopenhagen von derLandseite u. drängte dieSchwedenausJütlandn.Fünen. 1660 wurde er Ge-Heimrath u. GouverneurvonRaab, 1661 vereitelteM.

' in Ungarn gegen die Türken alle Bewegungen des! Großvezirs ».besiegte denselben 1. Ang. 1664 bei St.

> Gotthard. NachdemFriedencrhieltM. 1668dasPrä-s sidimndes Hofkriegsraths u. die Direktion der Artil-j lerie. Als Ludwig XIV. 1672 Holland angriff, führteM. diesem kaiserl. Hilfe zu, nahm Bonn u. vereinigtesich mit dem Prinzen von Oranien, legte bei Erthei-lung des Oberbefehls an den Kurfürsten von Bran-denburg sein Coinmando nieder (1674), wurde aberschonl675wleLerzudemselbenberufen, umTnrennedie Spitze zu bieten. Nach Turennes Tode folgte er

— Montefiorc.

den Franzosen nach Elsaß u. belagerte Hagenau n.Zabern, mußte aber, als Conde den Befehl über-nahm, znrückweichen u. belagerte nun Philippsbnrg,nachdem er Elsaß verlassen hatte. Mit diesem Feld-züge schloß M. seine militärischeLaufbahnu.lebte, einFreund der Wissenschaften, nun am Wiener Hofe,meist im Umgänge mit Gelehrten, gab auch Anlaßzur Stiftung der Akademie der Naturwissenschaften.Er starb, nachdem er 1679 noch in den Rcichsfür-stenstand erhoben worden war und vom König vonNeapeldasHerzogthum Melfi erhalten hatte, 16 . Oct.1681 in Linz. Seine Oornmontarii bvllioi enmj nsto artig bollieas sz-otsmats erschienen Wien 1718,Fol.; seine Memoiren gab Heinrich von Huyssen,Köln 1704; im ital. Original: Foscolo, 2 Bde.,Mail. 1807, Grasfi, Turin 1821, u. franz. JakobAdam, Par. 1712, heraus. Sie zerfallen in 3 Theile:über die Kriegskunst, über den Türkenkrieg n. überden Feldzug von 1664; Commentar dazu von Tur-Pin de Crisse, Paris 1769, 3 Bde. Mit dem Todeseines Sohnes Leopold erlosch die fürstliche Linie;die Güter in Italien und Österreich gingen auf dieältere Linie über. Jetzt ist die Familie in Österreichu. der Lombardei begütert u.theilt sich in zwei Linien:Ältere Linie: M. Laderchi inJtalien mit denSpeciallinien: a) Marchesi di Guiglia eMa-rano; b) M. Laderchi in Österreich. Jün-gere Linie: Marchesi di Polignano. Vergl.Campori, Raimonäo II. In sna Inmi§Iia e 1 suoitsmpi, Tur. 1876. Lagai.

Monte della Disgrazm, Gebirgsgruppe derBernina-Alpen, ital. Prov. Sondrio; 3680 in.

Montefalco, hochgelegene Stadtin der ital.Prov.Perugia, Kirchen mit schönen Gemälden und gutenFresken; Gymnasium; 5146 Ew. Von der Höheentzückende Aussichten.

Montefano, Flecken in der ital. Prov. Mace-rata,Wein- u. Seidenbau; 3797Ew. Örden vonM., so v. w. Silvestriner.

Montestascöne, Stadt in der ital. Prov. Romunweit des Sees Bolsena, 3239 Ew. (Gem. 7397);Bischossitz, Kathedrale (unvollendet, ein Werk San-micheles). In der schönenKircheS.Flavio das Grab-mal des Domherrn Johannes Fugger, der sich andem hierwachsenden Mnscateller todtgetrnnkcn habensoll, wie das bekannte Gedicht von Will). Müller an-m nthig erzählt. Der Prälat, im welschen Lande reisend,fand vielen schlechten Wein u. sandte seinen Diener alsWeinprober voraus, mit der Weisung an den Thn-ren der Wirthshäuser, wo er guten Wein finde, einLsv anzuschreiben. Der treue Diener fand es fürnöthig, in M. drei Lsb anznschrciben. Sie brachtenseinem Herrn den Tod. Lst, Lsb, Lst. UvoptorniwinmoobloannsZ äs§no., Ö.msno inortmus ent,lautet die Inschrift die er ihm aufs Grabmal setzte.Noch heute heißtdie besteSortejenesWeinesLstlügt.Die Rundsicht von der hochgelegenen Stadt ist be-zaubernd. Schroot.

Montefiore, Sir MoscS, jüdischer Bankier,hervorragend durch seine rastlose Wohlthätigkeit undHilfeleistung für die Besserung der Lage der Juden,wo dieselben unterdrückt waren, geb. 24. Oct. 1784zu London, machte 1829 eine Reise nach dem gelob-ten Lande u. zeigte sich dort in jeder Weise den In-den hilfreich. 1840 rief ihn die Blutbeschnldigung inDamaskus nach Ägypten u. dem Orient; er erlangte