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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Monographie Monopol.

menlexikou, Bamberg 1831; Nagler, Die Mono»grammisten, Münch. 1857 ff. 3 ) M., eine Strophe,in welcher die Anfangsbuchstaben einer jeden Zeileeinen Namen bilden.

Monographie (v. Griech.), für sich bestehendeAbhandlung über einen speciellen wissenschaftlichenGegenstand.

llllonogMS, Ordnung in Sinnes Pflanzensystem,s. Pflanzenfysteme.

Mottoklinisch sBot.), mit Zwitterblüthe.

Monokratie (v. Griech.), so v. w. Monarchie.

Monolith (v. Griech.), Säule, Obelisk rc. auseinem einzigen Stcinblocke.

Monolog (v. Griech.), Selbstgespräch, eine vor-züglich im Drama austretende, bedeutsamer in denmodernen Literaturen als in den antiken ausgebil-dete Redeform, worin das von Bewegungen über-wallcnde u. nach Außen gedrängte Gemllth sich vorsich selber als dem eigenen Vertrauten aufschließt,vor sich selber aus allen Tiefen dringt, bricht undstürmt, das Chaos der in ihm treibenden Leiden-schaften, Gedanken u. Absichten vor sich selber zu ge-stalten, sich über den eigenen Inhalt u. die ihn be-wegendeWelt ins Klare zu setzen, das innere Gleich-gewicht wieder herznstellen sucht. Der wahrhaftdramatische M. entspringt aus der in der Seele desHelden eingetretenen Nothwendigkeit, die Zunge vorsich selber zu lösen, zieht bedeutende Summen ausden bisherigen inneren u. äußeren Handlungen undLebenserfahrungen des Helden (die auch hinter demAnfänge des Stückes liegen können) und streut dieSaat zu neuen, gewichtigen Thaten und Vorgängenaus. Die M-e sollen, vorzüglich in der Tragödie,zu großen Knotenpunkten, Umschlägen, Zielzeigerndienen, die Augen des dramatischen Leibes öffnen,das Vergangene enträthseln u. das Kommende weis-sagen, nirgends aber die Fühlung mit demGesammt-organismus der Dichtung verlieren. G. Zimmermann.

Monomächie (v. Griech.), Kampf Eines Indi-viduums mit Eiuem Andern, d. i. Zweikampf.

Monomanie, s. Seeleustöruugen.

Monoinotapa, das mächtigste Reich, welchesdie Portugiesen an der Sofalaküste (SOAfrika) beidem Besuche der dortigen Gegenden fanden; es er-streckte sich südl. des Zambesi aus dem Plateau bisüber das Quellgebiet des Sabiaflusses hinaus; un-ter der Regierung Sebastians I. versuchten die Por-tugiesen aus dem Zambesi in das gold- u. silberreicheLand zu dringen, doch hatte dieser erste Zug keinendauernden Erfolg; ein Vertrag mit dem Kaiser vonM. sicherte hierauf die Handelsbeziehungen u. 1614trat derselbe die Silberminen von Tschikowa anPortugal ab; diese Besitzungen im Reiche M. gingenaber bald wieder verloren. Das große Kaiserreich M.löste sich im Laufe der letzten hundert Jahre in eineReihe kleiner Staaten (Barun, Ouiteve,Suuguerc.)auf, den letzten Kaiser von M. traf Livingstone inder Nähe von Tete verlassen von seinen Kriegern.

Monongahela, Fluß, s. Ohio 1). lDrmike.

Monophonie (v. Gr.), Eintönigkeit.

Monophysitcn (v. Gr.), d. h. Anhänger derLehre von Einer Natur in Christo, wurden dieAlexandriner genannt, welche zwardie Bestimmungendes Concils von Chalkedon annahmen, aber die gött-liche Natur in Christo ausschließlich betonten. Sienannten dagegen die Orthodoxen Dyophysiten, d h.

Anhänger der Lehre von 2 Naturen in Christo. Diemonophysitische Ansicht behauptete sich im Morgen-lande, so sehr Kaiser Leo I. (457474) mit klugerMäßigung das Chalkedonense aufrecht erhielt u. mitGewalt gegen die Häupter der Partei der M., wieTimotheus Äluru s u.Petrus Mongus in Alexandrien,Petrus Fullo in Antiochien einschritt. Da mit Ge-walt, wie sie z. B. Justiuus I. (518527) gegen sie.übte, nichts auszurichteuwar,sowardiePolitikderby-zantinischcn Kaiser meist aus friedliche Ausgleichungdurch Concessionen gerichtet, die aber in der Regel dieM. nichtbefriedigten. SosuchteKaiserZenoJsauricus482 unterbeut Einfluß des Mongus n. des ursprüng-lich dyophysitischeu Acacius durch sein Henotikon, inwelchem die streitigen Formeln umgangen waren, dieM. zu versöhnen, ebenso Justiuian I. (527565),dessen Gattin Theodora den M. geneigt war, indemer die von Fullo in die Liturgie eingeführte Formel:Gott hat gelitten (daher Theopaschitismus), aner-kannte, indem er ferner durch die Entscheidung desDreicapitelstrcits (s. d.) indirect dem Monophysi-tismus Recht gab, und indem er endlich 564 durchAnerkennung der Lehre von der Unvergänglichkeitdes Körpers Christi sich den M. gefällig erwies.Auch das Friedensedict Justins II. (565), das vonallem Formelstreitabmahnte,richtetenichts aus. Unterden M. selbst entstanden verschiedene Parteien: diePhthartolatren, Lorruptioolas, Severianer,welche die Verweslichkeit des Leibes Christi behaup-teten, während ihre Gegner, die Aphthartodoke-ten, Phantasiasten, Julianer, seine Unverweslichkeitlehrten; die Aktisteten, deren Ansicht war, ChristiLeib sei vom Augenblick seiner Vereinigung mit demLogos anunerschaffengewesen,was dieK tisto la treubestritten; die Agno'eten, Themistianer, welche derSeeleChristicinNichtwissen zuschreiben, ihnen gegen-über die Nichtagnodten, welche diese Ansicht ver-warfen, weil sie zur Zweinaturenlehre führe. Znder ägyptischen(koptischen),abessinischen,armenischen,syrisch-mesopotamischen (Jakobitischen, s. Baradai)Kirche behauptete sich der Monophysitismus dauernd,u. der Gegensatz der M. im Orient gegen die byzant.KaisertrugnichtzumWenigstendazubei, den mohain.Eroberern den Weg zu bahnen. Vgl. Jesus Christus,Bd. X., S. 640. Vgl. Gieseler, ZlovopirMtnrnwvariasopirnonss,Götting.183538,2Bde. Löffler.

Monopodium, s. Verzweigung.

MonöPol(v.Gr.),derAlleinhandel, in finanziellerAbsicht als eigenes Institut begründet, für gewisseZweige nicht nur des Verkaufes, sondern auch derProduction u. des Verkehrs, u. zwar zum Vortheilder Staatskasse od. einzelner physischer od. juridischerPersonen. Als Objecte des Staats-M°s galten undgelten theilweise noch jetzt bes. Salz und Tabak, inRußland früher auch Branntwein. In der Neuzeithat man die Staats-M-e meistens durch Zölle undAccise ersetzt; so ist in Deutschland die Salzsteuer anStelle des Salz-M-s, in Rußland die Branntwein-steuer au die des Branntwein-M-s getreten. Da-gegenhält man dasTabak-M., namentlich inFrank-reich, Österreich u. Italien, aufrecht, und hat dessenEinführung in Deutschland vielfach verlangt. Einwichtiges M. ist das der Papiergeld- und der Bank-noten-Emissiou, erstes unmittelbar in den Händendes Staates, letztes ans gewisse Zeiträume au Zettel-bauken verliehen gegen bestimmte Leistungen an od.