Mvlliiskcn.
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Möllhmisen -
der Erze mit den Zuschlägen, so z. B. die Mengungvon Eisenerzen mit Kalkstein, oder mit Sand undSchlacken. Häuser, in welchen die Mengung vorge-nommcn wird, heißen Möllerhänser.
Möllhausen, Balduin, Reise- und Noman-s schriftsteller, geb. 27. Jan. 1825 zu Bonn; erlerntein Pommern die Landwirthschast n. reiste 1847 nachWien, um in die österr. Armee einzntreten, ändertejedoch seinen Entschluß und ging mit seinem ganzenVermögen (600 Thlr.) nach NAmerika, wo er sichi der später an Hindernissen gescheiterten Expeditionanschloß, die Herzog Paul Wilhelm von Württem-berg nach den Rocky Mountains Jan. 1850 leitete.M. trennte sich vom Herzog und begleitete drei Mo-nate lang Indianer vom Stamm der Ohamas aufihren Jagdstreisereien. Januar 1353 brachte er in1 Deutschland zu, und Februar reiste er mit Alexander, v. Humboldts Empfehlungen wiederholt nach Ame-i rika, um sich als Zeichner u. Topograph der Expe-dition des Lieutenant Whipple behufs Erforschungdes geeignetsten Weges einer Eisenbahn nach dens Küsten des Stillen Oceans anznschlicßen. Nach Er-füllnng seiner Mission ging er von San Francisco! über die Landenge von Panama, sodann über New-i Jork nach Berlin zurück, wo ihn der König FriedrichWilhelm IV. zum Cnstos der Bibliotheken in denSchlössern in n. bei Potsdam ernannte. Ans seinesGönners, Alexander v. Humboldts, Rath bethciligteer sich 1858—59 an der Expedition, welche derJngenienrlientenant Jvcs zur Erforschung der nochunbekannten Gegenden am mittleren Colorado leitete.Seit seiner Rückkehr lebt M. wieder in Potsdam,wo er sich mit Schriststcllerei, Aquarell- n. Ölmalereibeschäftigt. Seine Reisebeschreibungen sind enthaltenin: Tagebuch einer Reise vom Mississippi nach denKüsten der Südsee, Lpz. 1858, in 2. A. unter demTitel: Wanderungen durch die Prairien des westl.
- NAmerikas, in: Reisen in das Felsengebirge NAme-rikas, 2 Bde., Jena 1861. Sodann schrieb M. zumTheil seine Selbsterlebnisse wiederspiegelnde Erzähl-ungen: Der Halbindianer, 4 Bde., ebd. 1861, undim Anschluß daran: Der Flüchtling, 4Bde., ebd.1862, und Der Mayordomo, 4 Bde., ebd, 1863;Palmblätter und Schneeflocken, 2 Bde., ebd. 1863;Das Morinonenmädchen, 6 Bde., ebd. 1864, 3. A.,
L Bde., 1871; Die Mandanenwaise, Erzählung ausdenRhcinlanden u. dem Stromgebiet, 4 Bde., Berl.1865; Reliquien, 3 Bde., ebd. 1865; Der Meer-köuiz, 6 Bde., Jena 1867; Nord u. Süd, 2 Bde.,ebd. 1867; Der Hochlandpfeifer, 4Bde., ebd.1868;Das Hnndertguldcnblatt, 6 Bde., Berl. 1870; DerPiratenlieutcnant, Roman, 4 Bde., ebd. 1870; DerKesselflicker, Roman, 5 Bde., ebd. 1871; Das Fin-kcuhans, Roman, 4 Bde., ebd. 1872; WestlicheFahrten, 2 Bde., ebd. 1873; Die Einsiedlerinnen,Roman, 4 Bde., ebd. 1873; Das Monogramm,
; Roman, 4 Bde., ebd. 1874; Die Kinder des Sträf-s lings, Roman, in 2 Bdu., 1876. Beyer.
! Mollicn, Gaspard Theodore, Graf von,st geb. 1796 in Paris; trat 1816 in die Marine, un-s tcrnahm im Austrag der franz. Regierung 1818 u.s 1819 mehrere wichtige Entdeckungsreisen nach dem; Senegal u. Niger; bereiste 1822 Colombien, wurde> 1825 Viceconsul auf Haiti, 1830 Generalconsul ack
I latorim, später franz. Generalconsul in Havannahu.st. im Sommer 1872 in Nizza. Er schr.: Vo/aZo
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clans I'intoriour cis I^krigus anx souress än gene-ral ob äs la 6amdis kalt sw 1818, Paris 1820, 2Bde., deutsch Weimar 1820 (der 22. Band von Ber-tnchs Neuer Bibliothek der wichtigsten Reisebeschrei-bnngen) rc. Schroot.
Mölln (Mnlne), Stadt im Kreise Lanenbnrg der^renß. Prov. Schleswig-Holstein, amFlnß n. KanalSteckenitzn. amMöllnerSee; StationderLübeck-BüchenerEisenbahn; Branntweinbrennereien,Bier-brauerei, Eisengießerei, Ziegelbrennerei rc., Handelmit Getreide n. Holz; Garnison (Artillerie); 1875:4141 Ew. Auf dem Kirchhofe das angebliche Grab-mal Till Enlenspiegels. Die alte Stadt wurde 1409vom Herzog Erich IV. fast ganz niedergebrannt.Hier 25. Aüg. 1813 Gefecht zwischen den Franzosenn. Alliirten. H> Berns.
Molluscum (Pathol.), Hantgeschwülste eigenthüm-licher Beschafseuheit. Man unterscheidet ein nichtansteckendes (LI. non vontaAiosum) u. ein anstecken-des LI. (LI. conbaAiosuin). Das erster«, auch LI.übrosnm s. siinplox genannt, kommt gewöhnlich invielen Exemplaren zugleich vor, hat seinen Lieblings-sitz außer am Stamm besonders an der Stirn undseitlichen Schädelgegend, und hier hängen diese Ge-schwülste als gestielte über die Augen herab, dieseoftmals überdeckend. Sie fühlen sich weich gallertigan und bestehen ans einem lockeren Bindegewebe,welches von weißlichen derberen Bindegewebszüge»durchzogen und von einer gelblichen, eiweißreichenFlüssigkeit durchtränkt ist. Die Geschwülste nehmenihren Ausgang von den tieferen Bindegewebsschichtenoder vielleicht auch von dem Bindegewebsgerüste derilnterhantsettläppchen. Das LI. oontaZiosnin s. spi-tdoliomamolinsonm bildet erbsengroße, weiche Knöt-chen meist im Gesicht, welche ans ihrer häufig glän-zenden, gerötheten Oberfläche die Mündung einesHaarbalges in Form einer trichterförm. Einziehunghaben u. außer dem gewöhnlichen Talgdrüsensccretrundliche, fettglänzcnde, sphäroide Körperchen ent-halten, welche die Ansteckung vermitteln sollen. Kunze.
Mollusken (Llollusva, Weichthiere, hierzu dieTaf. M.), Typus des Thierreiches: Thiere mit seit-lich symmetrischem od. gestört symmetrischem weichem,ungegliedertem Körper, ohne ein der Ortsbewegungdienendes Skelett und ohne gegliederte Gliedmaßen;meist von einer einfachen od. zweiklappigen Schale,dem Absonderungsproducte der Haut (speciell desMantels) bedeckt; mit Gehirn, Fuß-n. Eingeweide«ganglien. Die oberste Hantschicht wird meist (bei denMuscheln ».Schnecken) durch ein Flimmerepithel(s. d.) gebildet. Für fast alle sind größere Hanlfal-ten n. Ausstülpungen der Körperbedecknng charak-teristisch; dies ist der sogen. Mantel, welcher dennächsten Schutz des ganzen Körpers oder doch einesTheiles desselben bildet. Ein zweites wichtiges, mitden Körperbcdccknngen innig zusammenhängendesOrgan ist das Bewegungsorgan, der Fuß. DerZusammenhang der Thiere mit den Schalen ist meistnur auf solche Stellen beschränkt, wo Muskeln oderMantelstücke sich an dieselben ansetzen. Wo eineäußere Schale fehlt, tritt fast stets eine Schale inoder unter der weichen Hautbedeckung auf. Alle dieseSchalenbildungen können indessen mit einem innerenSkelette, wie es die Wirbelthiere besitzen, oder miteinem äußeren Skelette, wie man es bei Len Glieder-thieren findet, nicht verglichen werden: der Znsam-