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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Mineral.

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hakig sind. Die Art des inneren Zusammenhanges,die Tenacität der M-ien wird bezeichnet als spröd,mild, geschmeidig, biegsam, elastisch, dehnbar. DieM-ien sind in verschiedenen Graden durchsichtig;s. Durchsichtigkeit. Auch die in größeren Massenundurchsichtigen sind in Blättchen von gehörigerDünne stets durchsichtig. Die einfache Strahlenbrech-ung findet bei allen amorphen durchsichtigen M-ienund bei den im tcsseralen System krystallisirten statt,alle übrigen krystallisirten M-ien besitzen doppelteStrahlenbrechung. Den Glanz der M- ien, d. h.die Art und Vollkommenheit, mit welcher die Ober-fläche eines M-s die Lichtstrahlen reflectirt, bezeich-net man als Metallglanz (von der Undurch-sichtigkeit der Metalle bedingt), Diamant-, Glas-,Fett-, Perlmutter-, Seidenglanz; je nach dem Gradestarken, schimmernden, matten Glanz. Unter den phy-sikalischen Merkmalen, welche der Beobachtung inallen Fällen n. leicht zugänglich sind, steht die Farbeder Mineralien oben an. Man unterscheidet bes. me-tallische Farben und nicht metallische Farben, unterden elfteren: Kupferroth (wie gediegenes Kupfer),Tombakbraun (Sternbergit), bronzegelb (Magnet-kies), messinggclb (Kupferkies im Bruch), goldgelb(gediegenes Gold), speisgelb (Kobaltspeise, Pyrit,Markasit), silberweiß (gediegenes Silber), zinnweiß(gediegenes Antimon, Quecksilber), bleigrau.(Blei-glanz, Antimonglanz), stahlgran (Platin), eisen-schwarz (Magneteisen, Eisenglanz, Graphit). Dienicht metallischen Farben lassen sich unter die achtHauptfarben: weiß, grau, schwarz, blau, grün, gelb,roth und braun bringen, welche jedoch selten in voll-kommener Reinheit auftrcten, sondern mit anderenFarben gemischt erscheinen. Unter den weißen Far-ben, deren Charakterfarbe schneeweiß durch den Mar-mor u. Alabaster repräsentirtwird, ist daherzu unter-scheiden: röthlichwciß, gelblichweiß, grünlichweiß rc.;ähnlich bei den anderen Farben; die Charakterfarbeder grauen Farben ist aschgrau (Zoisit, Schieferthon),der schwarzen Farben sammetschwarz (Obsidian),der blauen Berliner Blau (Sapphir), der grünen sma-ragdgrün (Smaragd, Malachit), der gelben citron-gelb (Uranocker), der rothen karminroth (Spinell),der braunen kastanienbraun (Kugeljaspis). Oft be-sitzt das feine Pulver eines Minerals eine andereFärbung als die compacte Masse und läßt sich leichtLorch Ritzen die Farbe desselben (Strichpnlver) dar-stcllen n. zur Bestimmung des Minerals verwerthen.D iejenigen Mineralien, welche den Lichtstrahlen einenvollkommenen Durchgang gestatten und vollkommenw.rsserhcll erscheinen, heißen farblos. Wenn die Ober-fläche eine andere Farbe zeigt, als die Masse der Mi-n .-ralien, so ist gewöhnlich eine fremde Substanz dieUrsache; man nennt dann jene angelaufen; so sindMetalle oft mit dünnen Schichten von Oxyd (gedie-gener Arsenik, Kupfer) od. durch Schwefelmetall (ge-diegenes Silber) überzogen, wodurch häufig Farbendünner Blättchen entstehen. Das Opalisiren, Jri-siren, Schillern, das man beim Opal, Schillerspath,Feldspath (Adular, Labrador) rc. wahrnimmt, rührttheils von der unregelmäßigen Lichtbrechung in un-gUichartigen Massen, theils von mikroskopischen Ein-schlüssen her; manche M-ien lassen endlichin verschie-denen Richtungen verschiedene Farben durch (Di-chroismus, s. d., Pleochroismus). Mitscherlich hatgefunden, daß sich die Krystalle beim Erwärmen in der

Richtung gleichwerthiger Achsen gleichmäßig, in derRichtung nngleichwerthiger Achsen ebenso ungleichausdehnen. Stur die Formen des regulären Systemsdehnen sich demnach gleichmäßig ans, während in denübrigen Systemen sich Richtungen größter n. kleinsterAusdehnung, je nach der Lage der ungleichen Achsen,einstellen, wodurch gewisse Neigungswinkel größer,andere kleiner werden. Viele M-körper leuchten oderphosphoresciren im Dunkeln, s. Phosphorcscenz.lieber die Pyroelektricität einiger M-ien s. Elektri-citätL. VIH. Gute Leiter der Elektricitätsind außerden gediegenen Metallen u. a.: Fahlerz, Bleiglanz,Graphit, Kupferkies, Magneteisen; weniger gut lei-ten Rothgllltigerz, Bournonit; Nichtleiter sind Anti-monglanz, Eisenglanz, Chromeisen. Die meistenMctalloxyde u. nicht metallischen M-ien sind schlechteLeiter. Wenn ein M. auf die Magnetnadel wirkt, sozieht cs entweder beide Pole an, oder es zieht nureinen an n, stößt den anderen ab; im letzteren Falleist es polarisch magnetisch, wievielerMagneteisenstein.

6) Von den chemischen Eigenschaften derM-ien. Die chemische Zusammensetzung eines M-swird durch die chemische Analyse gefunden, welchezunächst die Natur seiner Bestandthcile n. dann ihrerelativen Mengen ermittelt. Die Krystallform stehtzu der chemischenZusammensetzung in einer bestimm-ten Beziehung. Die meisten kristallinischen M-ienhaben nur eine bestimmte Krystallform; einige jedochzeigen die merkwürdige Erscheinung, daß ihre Kry-stalle je nach den äußeren Bedingungen, unter welchensie sich gebildet haben, verschieden sind (heteromorpheM-ien); entweder gehören die Krystallformen ver-schiedenen Kristallsystemen an, dann heißt das Bi.dimorph (s. d.), trimorph rc.; od. es sind ver-schiedene Formen desselben Systems, die sich abernicht geometrisch von einander ableiten lassen. Hete-romorphe M-ien zeigen auch verschiedene physika-lische Eigenschaften. Beispiele von dimorphen M-iensind: Schwefel (monoklinoedrisch n. rhombisch), Koh-lenstoff als Graphit und als Diamant, kohlensaurerKalk als Kalkspat!) u. Aragonit; Trimorphismus istbei der Titansänre beobachtet worden, welche die dreiM-ien Rutil,Anatas u. Brookit bildet. M-ien, welchebei verschiedener chemischer Beschaffenheit gleicheatomistische Constitution u. gleiche Krystallform zei-gen, nennt man isomorph (s. Isomorphie); vonder Isomorphie unterscheidet sich die Homöomor-phic dadurch, daß die Formen nicht absolut gleich,sondern nur sehr ähnlich sind. Im tcsseralen Sy-stem gibt es viele isomorphe M-ien, z. B. viele ge-diegene Metalle, Kochsalz, Flnßspath, Bleiglanz,Spinell u. Magneteisenerz; Boracit, Helvin, Fahl-erz u. Zinkblende; Pyrit u. Glanzkobalt. Wichtigerist dieJsomorphie in den einachsigen Systemen; Mit-scherlich fand, daß die schwefclsaurcn, selensauren,chromsanren u. mangausanren Salze ein n. derselbenBasis (bei gleichem Wassergehalte) isomorph sind,ebenso die phosphorsauren und arsensauren Salze.Zinnoxyd, Titansänre als Rutil, und Zirkonia sindisomorph, ebenso Thonerde, Eisenoxyd u. Chromoxyd,welche in Rhomboedern mit fast gleichen Dimensio-nenkrystallisiren. Einezweite Gruppe vonisomorphenBasen sind Kalkerde, Talkerde, Eisenoxydul, Man-ganoxydul u. Zinkoxyd; eine dritte: Barya. Stron-tia n. Bleioryd. Isomorphe M-ien haben die Eigen-schaft, zusammen zu krystallisiren u. auf diese Weise