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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Mimir Mina.

afrikanische Erdeichhörnchen, Xsros ostosusein harmloses, der Vertheidigung unfähiges Nage-thier, dadurch vor den Nachstellungen der Raub-thiere geschützt, daß es gewissen dortigen Naubthie-ren, Viverren, in Habitus, Farbe und Gebahrengleicht; die Ähnlichkeit ist so groß, oap die Boersbeiden denselben Namen, Mierkatje (d. i. Ameisen-katze) geben. Wimmenauer LI.

Mimir,1) (nord.Myth.),derweiseu. weissagende,in den Kreis der Äsen ansgenommene Riese, Besitzereines Brunnens (Mimisbrunnr, Mimirs Brunnen),beidernachJötunheim geheudenWurzelderEscheUgg-drasill, in dem Weisheit u. Verstand verborgen sind,aus dem er jeden Morgen trinkt u. daher der höch-sten Weisheit kundig ist Einst kam Odin zu ihm u.begehrte eines Trunkes, empfing diesen aber nichteher, als bis er ein Auge zum Pfände setzte und indem Brunnen verbarg. Daher ist Odin einäugig.Von den Äsen den Wauen vergeiselt, ward er vondiesen erschlagen, sein Haupt aber den Äsen zurück-gesandt, über das nun Odin seinen Zauber sprach,so daß es nie verweste und immer noch Reden führt.Bei ihm holte Odin Narh, so ost er dessen bedurfte,bes. beim Nahendes Weltuntergangs. 2) (Nordisch-deutsche Heldens.) ein berühmter Schmied im Hunnen-land zu dem Sigurd (Siegfried) in zartester Kindheitkommin. der der LehrmeisterWelents (Wielands) ist.

Mimisch, die Mimik betreffend. sRagmann.

Mimnermos.griech. Elegiker ans Kolophon um620 v. Chr. Seine Gedichte halten sich, unähnlichdenen seiner Vorgänger, von aller Politik fern undstellen nur in weichlicher Sentimentalität die Freudedes Dichters an sinnlichem Lebensgenuß u. seinenSchmerz darüber dar, daß ihm im Alter der Genußgemindert wurde u. die von ihm geliebte Flötenspie-lerin Nanno, nach welcher er seiiie Sammlung ero-tischer Elegien in 2 Büchern benannte, seine Liebewenig erwiderte. M. ist der älteste Dichter des Ge-nußlebens im Alterthum; seine Diction ist voll ein-facherAnmnth. FragmenteinBergks§raAmentg.poö-tarnmlMLornwAraseorum,3.A.,Lpz.1866. Riese.

Mimodramen (v. Gr.), von Kunstreitern auf-geführte Schaustellungen, in denen neben Gefechten,Märschen u. Evolutionen zu Fuß u. zu Pferde auchgetanzt u. gesprochen wurde.

Mimograph, s. u. Mime.

Ililimosn L., Pflanzengattung ans der Fam. derIwAniniiiosas-Minoosas-üllmimoosLs (XXIII, 1),zierliche Sträncher und Bäume der heißen Zone,meist amerikqnisch, durch polygamische Blllthchen inkugeligen Äöpfchen oder cylindrischen Ähren, mitlangen, haarförmigen Staubgefäßen, flache, zusam-mengedrückte , oft mehrgliederige Hülsen und zarte,mehrfach gefiederte Blätter ausgezeichnet. LI. xuckioa.L.u.LI. ssnsitivaL., merkwürdig durch die Empfind-lichkeit der Blätter, welche sich bei Erschütterung od.Berührung niedersenken und zusammenlegen, nacheiniger Rühe aber wieder anfrichten u. ausbreiten;auch des Abends erfolgt dieselbe Erscheinung u. hältdes Nachts über an. Engler.

IVlimoseae, s. I-sAnminosas.

IVIiimiIusI,. (Gauklerblume, Larven-, Affenblume),Pflanzengattnng ans der Fam. der Lcropkmlaria-osas-öratioksae (XIV. 2 ). Arten zerstreut, zahl-reich im westl. Amerika. Kräuter, seltener Stränchermit achselständigen oder in Trauben stehenden Blü-

'then. Kelch röhrig, ökantig, Kapsel zweiklappigmit zahlreichen Samen. Narbcnlappen bei Berühr-ung sich schließend. LI. Aulbntns u. LI. Inisns mitgelben, LI. rinAsno mit blaßblauen Blumen, LI.mosoimtns, wie Moschus riechend, sämmtlich ausAmerika, als Zierpflanzen cultivirt. Engler.

lVIimusops L., Pflanzengattung aus der Fam. derLapobaesas (VIII. I), milchende, ostindische undaustralische Bäume; LI. LIon§1 L. (Affengesicht)auf Ceylon, mit röthlich gelben, eßbaren Früchte^frisch n. getrocknet sehr wohlriechenden, großen, gel-ben Blüthcn; aus denselben wird ein Wasser destillirt,welches wie das Rosenwasser benutzt wird; Würze'und Rinde bei Geschwülsten oder als Gurgelwassergegen Halsweh, Zahnwehre, angewendet; die süßen,mehlig fleischigen, schwach adstringirenden Früchtewerden gegessen u. das Öl ihrer Kerne soll bes. beider Ölmalerei von Nutzen sein. Die Blätter wer-den gegen Kopfschmerzen gebraucht u. verursachen,ins Feuer geworfen, ein starkes Geräusch. Engler.

Min oder Minkiang, ein bedeutender, von N,kommender Nebenfluß des Jantsekiang, der beiSiutscheu-fu in der chines. Prov. Setschuan mündet.Er entspringt auf dem Min-schan-Gebirge. Diechines. Geographen betrachten ihn als den oberenLauf des Jantsekiang.

Mina, s. Mine 1 )

Mina (ethnoar.), den Mera (s. d.) verwandtesehemaliges nomadisirendes Räubervolk in dem Ara-walli-Gebirge Indiens, seit dem energischen Durch-greifen der ind. Colonialregierung, wie die Mereseßhaft geworden. !

Mina, 1) Don Francisco Espoz y, span.Guerillaführer und General, geb. 1784 in Jdozin,einem Dorfe bei Pampeluna, Sohn eines Bauern,ergriff nach der Gefangennehmung seines Neffen ^1811 gegen die Franzosen als Anführer einer Gne-rillabande die Waffen, wurde von der Ceutraljuntazum Oberst, von der Regentschaft in Cadiz zum Bri-gadier u. 1813 zum General ernannt, als welcherer unter Wellington ein spanisches Corps mit Aus-zeichnung sühne. Nach der Rückkehr Ferdinand derVII. nach Hofe berufen, hielt er diesem seine Pflich-ten gegen das Land u. gegen die Cortes vor; als aberLetztere entlassen wurden und er selbst fürchtete, ver-haftet zu werden, verließ er Madrid heimlich n. gingnach Navarra. Hier führte er 1814 vier Bataillonenach Pampeluna, wo er die Constitution proclamirenwollte. Jedoch von seinen Offizieren verlassen, mußteer nach Frankreich fliehen. Dort, auf spanische Re-quisition verhaftet, jedoch bald wieder freigegeben,folgte er Ludwig XVIII. nach Gent u. wohnte derSchlacht von Waterloo, ohne bestimmte Anstellung,bei. Er lebte nun bis 1820 in Paris u. wurde, alsFerdinand VII. die Constitution annahm, Gene-ralcapitän von Navarra und Galicien, jedoch 1821nach Leon verwiesen. Nach dem 7. Juli 1822 wie-der als Commandant der Armee von Catalonien an-gcstellt, hatte er dort mit den größten Schwierigkeitenzu kämpfen; er überwand sie aber u. jagte die Glan- .bensarmee über die Pyrenäen, eroberte 1822 ihren Iletzten Zufluchtsort Seo de Urgel u. wurde deshalb !Generallieutenant. Nach dem Einrücken der Fran-zosen in Catalonien führte er gegen diese den kleinenKrieg, mußte aber, zu wenig unterstützt, dem Mar-schall Moncey 17. Öct. seine Unterweisung anbie-