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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Millingen

Römoirss cis In sociste ro/als ciss antüguairos cloRrnnos, S. 52 . Bolchert.

Millingen, James, engl. Archäolog, geb. 18.Jan. 1774 in London, st. 1. Oct. 1845 in Florenz,stammte aus einer Holland. Familie n. lebte längereZeit in Paris, wo er 1794 ». 1796 als politisch ver-dächtig in Hast war. Hauptwerke: Rsintnrss nn-tigussrnsäitösäovasssxrsos, Rom 1813; L.nsisnbInöäitsä inonurnsnbs ok groeian rrrt., Land. 1823;Unoisnb oorns ob §rssic erlies anä Rin§s, ebd. 1831.

Million (v. lat. Mills, 1000), tausend mal tau-send, 1 , 000 , 000 .

Mills, County im Nordamerika». UnionsstaatIowa, 41° n. Br., 95° w. L.; 8,718 Ew.; Haupt-ort: Glenwood.

Millykerzcn, s. u. Kerzen 8).

Milinan, Henry Hart, engl. Dichter u. Kir-chenhistoriker, geb. 10 . Febr. 1791 in London; stn-dirte in Oxford, wurde 1817 Vicar zu St. Maryin Neading, 1821 Professor der Poesie in Oxsord,1835 Präbendarius von St. Margaret in West-oiinster, 1849 Dechant an der Paulskirche in Lon--vn, und st. 24. Sept. 1868. Er schr.: die Trauer-spiele 8 n 2 io (1817), Mrs kalk ok llsrnsalsm (1820),Lslsirarrar, Mrs nrarbz-r ok ^nbioeir, ^.nrra 8 o-Iszn; Lavaor (erzählendes Gedicht, 1818); Rrsl. okikrs stsrvs, Lond. 1829, 3 Bde.; Rist, ok Oirristis,-nit)' to tirs adolition ok pa^anism in tirs RomanRmpirs, ebd. 1853, 3 Bde.; Rist, ok Rätin Oirri-otianitx krorn tirs V. osntur/ ckorvn to tirs Rskorm.,ebd. 1854, 4 Bde.; diese sehr schätzenswerthen Ge-schichtswerke zusammen 4.A.1868s., 9 Bde. Bartling.

Milne, s. Edwards, Henry Milne.

Milo (Milos), vulkanische, zum Theil wild zer-klüftete Insel im Ägäischen Meere, die südwestlichsteder Kykladen und zum Königreiche Griechenland ge-hörig; 66 sUsicm ( 1,2 HW) mit (1870) 3490 Ew.,welche bej. als tüchtige Seeleute u. Lootsen bekanntsind. Auf der Insel befindet sich ein ausgebrannterKrater, aus welchem Schwefeldünste anfsteigen. Woder vulkanische Boden den Anbau gestattet, ist dieFruchtbarkeit außerordentlich. Hauptproducte sind:Weizen,Gerste, vorzügliche Melonen, schlechterWein,Öl, Honig, Wachs; Hornvieh, Ziegen (deren Milchberühmten Käse gibt), Schafe, Esel, Maulthiere;Schwefel (wird dem italienischen vor gezogen), Alaun,Eisenvitriol, Bimsstein, Gips, Mühlsteine, Kochsalz.Porzellan- u. Walkerde, Obsidian und Manganerz,M. hat ferner warme Stahl- und Schwefelquellen.Hauptort derJnsel ist Kastron (s.d.). Zwischen demDorfe Plaka und der NKüste liegen die Ruinen deralten Stadt Milos, namentlich die zweier Theater.Don Gräbern u. unterirdischen Gewölben wird eineganze Thalschlucht eingenommen. Neben vielen an-dere» werthvollen Alterthümern wurde hier 1820die berühmte Venus von M. gefunden, welche jetztim Louvre zu Paris aufgestellt ist, sowie ein treff-licher Asklepioskopf, der sich jetzt im Britischen Mu-seum befindet. M. hieß im Alterthuine Melos.Di- Bevölkerung bestand ursprünglich ans phöni-iischcn Ansiedlern, später kamen griech. Einwohnerhin. Als Dorer ».Stammverwandte der Spartanerhielten sie mit diesen stets zusammen und wurdendeshalb von Len Athenern mehrmals angegriffen.417 v. Ehr. wurde M. von ihnen unter Philokratesdurch Verrath erobert. Alle waffenfähige Mann-

Milrcis.

schaft wurde getödtet, die übrigen in die Sklavereigeführt u. die Stadt mit 500 Mann colonisirt. Diesemußten jedoch nach Ende des Peloponnesischcn Krie-ges wieder abziehen, und die Melier wurden durchdie Spartaner wieder gesammelt. M. war das Va-terland dcsPhilosophenDiagoras. BeiM.20.Ang.1661 Seesieg der Benetianer über die Türken.Nordwestlich von M. liegt die kleine Insel Anti-M.

(im Altcrthnm Anti-Melos). L- Berns.

Milo, Titus Annius Papianns, war 57 v.Ehr. mit P. Clodins römischer Volkstribnn, verfein-dete sich aber mit ihm, weil er Ciceros Rückkehr ausdem Exil betrieb. Nach der von dem Senate mitHilfedesM. u. seiner Gladiatoren bewirkten Znrück-bernfung Ciceros suchte Clodins die Wiederherstell-ung seines Hauses zu hindern, wurde aber von M.vertrieben und seine Wahl zum Ädil durch M. ver-hindert. Clodins, 56 v. Chr. dennoch zum Ädil ge-wählt, verklagte den M. wegen verübter Gewalt,wurde aber mit seinen Anhängern beiden durch Ge-walt unterbrochenen Verhandlungen verjagt, dieAnklage gegen M. ward niedergeschlagen. Am 20 .Jan. 52 kam cs zwischen dem Gefolge des M., welchernach Lanuvium reiste, und des Clodins, der vonseinen Gütern nach Rom znrllckkehrte, zum Kampfe,in welchem Clodins von einem Sklavendes M. schwerverwundet n. vonM. vollends getödtet wurde. DieseThat erregte unter dein römischen Pöbel große Ent-rüstung u. Aufruhr, weshalb Pompejns zum allei-nigen Consul gewählt wurde. M. wurde angeklagt,und trotz der berühmten noch vorhandenen Verthei-dignngsrede Ciceros (Oratio pro Llilorrs) vernrtheiltund nach Massilia verbannt. Da er später auch vonCäsar nicht nach Italien znrückgerufen wurde, sokehrte er eigenmächtig zurück, starb aber wahrschein-lich in Apulien. Er war seit 55 mit Fausta, TochterSullas, jedoch nicht glücklich vermählt. Eichhoff.

Milon, ans Kroton, berühmter Athlet um 520v. Chr., von ungeheuerer Stärke, welcher mit derbloßen Hand ein vierjähriges Rind tödtete, auf denSchultern forttrug n. in einem Tage verzehrte, u. inden olympischen, pythischen, isthmischen u. nemeischenSpielen wiederholt den Siegespreis im Ringkampfedavontrug. UnterseinerAnsührung schlugen dieKroto-niaten das Heer der Sybariten n. zerstörten Sybaris510V. Chr. Einstwollte er eine zerspaltene Eiche aus-einander reißen, aber die Theile derselben klemmtenihn ein und er wurde von wilden Thieren zerrissen.

Miloradötvitsch, Michael Andrejewitsch,Graf von, rnss. General, geb. 1770; focht 1787 !

gegen die Türken, 1794 in Polen, 1799 in Italien, !führte 1805 bereits als Generallieutenant eine ruff.Division bei Austerlitz u.1808 ein selbständiges Com-mando in der Walachei. 1812 that er als Generalder Infanterie n. Commandcur des Avantgardecorpsden Franzosen großen Abbruch ».führte 1813 u. 1314das Garde- u. Grenadircorps. In den Grasenstanderhoben, wurde er nach dem Frieden Militärgou-verneur von Petersburg u. fiel bei dem Militärauf-ruhr 26. Dec. 1825 durch einenPistolenschuß. Tücher.

Miloriblau, eine Art Berliner Blau.

Milosch Obrcnowitsch, s. Obrenowitsch.

Miloslaw, Stadt im Kreise Wreschen des prenßRegbez. Posen, Station der Öls-Gnesener-Eisenbahn; evang. u. kath. Kirche; 1875: 2064 Ew.

Milreis (Mille Rees), portngies. u. brasilian. !