Mikrvsporen — Milch.
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bis zum Wcißglühen erhitzten Kalkcylindcr (Drnm>uionds Kalklicht), beim Photo - elektrischen M. durchelektrisches Kohlenlicht. Mau hat mit diesem M.SOOOfacheVergrößernngcn erreicht. Bedeutend schwä-cher sind die eiusachcuLampcn-M-e. DieErfindungdes zusammengesetzten M-s ist wol Zacharias Jan-sou in Middelburg u. dessen Sohn znznschrciben, dieeinsolches 1616 dem ErzhcrzogAlbrcchtvonÖsterreichüberreichten. Das erste Sonnen-M. wurde 1738 vonLieberkühn construirt. Literatur: Adams,küs8a/ontLo mrerosoops, Lond. 1787; Amici, LIsmaria äimiorosoopi oabackioptrior, Modena, 1818; H. vonMohl, Mikrographic, Tübing. 1846; Schacht, DasM. u. seine Anwendung, Berl. 1855; Hentrey, Lll-oroseopionlOrobionarx, Lond. 1856; Harting, DasM. aus dem Holländischen, vonTheile, 2.A.,3Bde.,Brannschw. 1867; Nägel! u. Schwendener, Das M.,Theorie u. Anwendung, Lpz. 1867; Dippel, DasM.u.seineAnwendung, 2 Bde., Brannschw. 1872; Frey,Tas M. u. die mikroskopische Technik, Lpz. 1873;Hager, Das M. u. seine Anwendung, Berl. 1875;Merkel, Das M. n. seine Anwendung, Münch. 1876;I. Vogel, Das M.rc.,2.verm.A., Berl. 1877 .Stahl.
Mikrosporen, s. Gesäßkryptogamen.
Mtksch, Johann Alois, ausgezeichneter Ge-sanzlehrer, geb. 19. Juli 1765 zu Georgenthal inBöhmen; wurde 1783 Vice-Ccremoniensänger, 1786Ceremoniensänger an der kathol. Hvfkirche; nahmnachmals bei den Castraten Vincenzo Catelli ans derSchule des Bernacchi Gesangnnterricht u. widmetesich von 1797—1817 an der kurfllrstl. ital.Oper derAusübung des dramatischen Gesangs; bekleidete nochdie Stellen als Jnstrnctor der Kapellknaben, Chor-director der deutschen Oper u. st. 24. Sept. 1845 inDresden. Zn seinenSchlllerngehörtenu.A. dieSchrö«der-Devrient, Friederike Funk, Julie Zncker-Haase,Charlotte Veltheim, Agnes Schebest. Sielenrock.
Mikulinee, Stadt im galiz. Bezirk Tarnopol(Österreich), am Sereth; Tnchfabrikation, Brannt-weinbrennerei,Bierbrauerei,Kalku.Ziegelbrennsrei,lebhafter Wachs-u.Honighandel; 1869: 3848 Ew.
Milan, Fürst von Serbien, s. Obrenowitsch.
Milandjch-Gebirge, ein Randgebirge des süd-afrikanischen Plateau, nördl. des unteren Zambesi,mit schön geformten Gipfeln (Hörner,Nadeln), wald-n. wasserreich, über 2500 m hoch.
Milane, kWvinas Unterfam. der Raub-vögelfam. der Falken. Körper schlank, Kopf klein,Schnabel schwach, vom Grunde an gekrümmt, mit-tellang, Flügel lang n. spitz; Laufe wie Zehen kurz,schwächlich.Schwanz laug, vielfach gabeltheilig; Le-bensweise wie die der Bussarde; Nester ans Bäu-men, enthalten oft Lumpen. 2—4 brännlichweiße,braunfleckige Eier. Hierher Nrkvus reZalrsrother Milan, Gabelweih, 70 om lang, rost-farben mit dunklen Schastflecken; Rücken des Männ-chens mit weißen Fedcrkanten, dasWeibchcn einfachbraun, Schwanz stark gegabelt/ In der Nähe vonGewässer», häufig in Europa. Ll. ater schwar-zer Milan, 60 om lang, dunkelbraun mit Schaft-Hecken, Kopf weißlich mit dunkleren Schaftflecken,Schwanz weniger stark gegabelt, mit 12 deutlichenchimklen Binden. Europa. k?orni8 aprvorus Si'az/,espenbnssard, 66 em laug, zwischen Wachshautch. Augen schuppig befiedert, wo sonst bei den Falkenst»,r Borsten vorhanden sind; Gefieder in Zeichnung
PiererLllmvrrsal-ConversatioiiL-Lexlkon. ö. Ausl. XIII. Band
u. Färbung wechselnd, oben braun, unten braunrothbis weiß, Schwanz lang, abwechselnd fein u. breitgebändert. In Laubholzwaldungen, nährt sich vonFröschen, nackten Raupen, bes. aber Hummeln- undJmmenbrnt; Eier stark gefleckt. Europa. Farwick.
Milano, der italienische Name für Mailand.
Milanollo, Therese, geb. 19. Juni 1832, undMarie, geb. 28. Aug. 1827 in Savigliano bei Tu-rin, zwei alsViolinspielerinncnberllhmtcSchwestern;machten schon von 1839 Knnstreisen durch Europa,welche von beispiellosem Erfolge gekrönt waren.Therese M. vcrheirathete sich 1857 mit dem franz.Geniecapitän Parmentier, 1870/71 theilte sie dessenGefangenschaft in Bonn; Marie M. starb schon 21.Oct. 1848 in Paris.
Milazzo (das alte Mylä), befestigte Stadt in derital. Prov. Messina, am Meere; Hafen, Leuchtthnrm,große Thunfischerei, Handel mit Wein, Öl, Ge-treide rc.; 7744 Ew. (Gem. 12,060). Hier 20. Juli1860 Sieg Garibaldis über die neapolitan. Truppen.
Milben (aLonriim), Ordnung der Spinnenthiere.Winzige, oft mikroskopisch kleineThiere von sehr ver-schiedener Lebensweise n. dem entsprechend organi-strten Ban. Kopf, Brust n. Hinterleib sind zu einerungegliederten Masse verschmolzen; Angen, wennvorhanden, höchstens vier; Mnndwerkzenge saugendoder beißend; Kiefersühler mit klauen- od. scheeren-förmigem Endglieds, oft nadel- oder sägeförmig, inwelchem Falle sie in einer vom ersten Unterkieser-paar gebildeten Scheide stecken. Erstes Kiefertaster-paar ändert in der Gestalt sehr ab, zweites beinsör-mig, daher auch als erstes Beinpaar bezeichnet, sodaß 4 Beinpaare vorhanden sind. Beine meist mit2 Endklanen, bisweilen mit Haftscheibe. Sie ath-mcn durch Tracheen, die aber noch nicht bei allennachgewiesen sind. Eierlegend mit Ausnahme derlebendige Junge gebärenden Oribatiden. Die Jun-gen besitzen nur 3 Beinpaare, indem das zweite fehlt,viele leben dabei parasitisch. Theils Land-, theilsWasserbewohner mit animalischer od. vegetabilischerNahrung. Die Kenntniß selbst der europäischen Ar-ten muß noch als mangelhaft bezeichnet werden.Hierher die Fam. der Sammet-M. (s. d.), Was-ser- M. (s. d.), Schild-M. (s. d.), Zecken (s. d.),Äkariden u. a. Der Körper der Akariden odereigentliche» M. ist weichhäntig, länglich oder ei-förmig, läßt Chitinlcisten zur Stütze der Gliedmaßenerkennen. Scheeren oder nadelförmige Kiefersühler,Kiefertaster wenig ausgeprägt, ohne Angen. Alle sindmikroskopisch klein. ManfindetsieanfgäyrendenSnb-stanzen, schmarotzend in der Haut, inneren Organen,als: Luftröhre, Lungen von Wirbelthieren. Hierher:die Käsemilbe (s. d.), die Krätzmilbe (s. L.), dieHaarbalgmilbe (s. d.) u. a. m. Farwick.
Milch (Imo), die von den M-drüsen der weib-lichen SLuzcthiere abgesonderte eigcnthümliche Flüs-sigkeit, welche von der Natur zur Ernährung desSäuglings bestimmt ist. Sie ist keine homogeneFlüssigkeit, sondern eine Emulsion, welche ihr weißesAnsehen und die Undurchsichtigkeit großen Mengensuspendirter kleiner, glänzender Körperchen, sogen.M-kügelchen, verdankt. Diese sind von sehr ver-schiedenen Größen, aber stets mikroskopisch; diegrößten haben im Durchmesser O,^ mm. Sie be-stehen aus Fetttröpfchen, die vielleicht mit einer zar-ten Casemhülle umgeben sind. Die klare Flüssigkeit, in