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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Midianiter — Mieroslawski.

2925 m hoher Gipfel der Pyrenäen, im franz. Dep.HauteS-Pyränees, nordwestl. vom vorigen. 4) (Ca-nal du M.), s. v. w. Languedoekanal.

Midiauiter , Volksstamm in NWArabien, anbeiden Seiten des Busens von Akabah im RothenMeer, von der Wüste Sinai bis zum Gebiet derMoabiter wohnhaft und von Midian, Sohn Abra-hams und der Ketura, abstammend. Nach der Nie-derlassung der Israeliten in Kanaan machten sie mitden Amaiekitern u. a. arabischen Horden Einfälle indas israelitische Gebiet, bis sie von Gideon völlig be-siegt u. vertrieben wurden. Vgl. Moilah.

Midillü, türkischer Name für die Insel Lesbos.

Diidland , Eisenbahncomplex in England, steheGroßbritannien (Geogr.), L. 2), e.

Mid-Lothian, s. v. w. die Grafschaft Edinburg.

Midnapur, 1) Distr. der Divis. Budwan derindobrit. Präsidentschaft Bengalen, von zahlreichenreißenden Flüssen durchströmt, zum TheilmitDschun-geln bedeckt, zum Theil fruchtbar u. angebaut; 13,162Hjüm und 2,540,963 Ew. Seit 1760 britisch. 2)Gleich». Hauptstadt an dem Kasaifluß; 31,491 Ew.

Midrasch (hebr.), das Studium des MosaischenGesetzes», die daraus hervorgehenden Auslegungen,wie Mischna u. Talmud, der öffentliche Vortrag u.die freie exegetische Auslegung. Vgl. Znnz, Diegottesdienstlichen Vorträge der Juden, Berl. 1832;Jellinck, Bet-Ha-Midrajch, Lpz. 1853—55, 3 Bde.

IMcksinpman, in der engl. u. nordamerikan. Marinejunge Leute, welche zur Seeofficierscarriere bestimmt,Len praktischen Dienst auf dem Schiffe zu lernenund durchzumachen haben, so viel wie Seecadett inDeutschland.

Mieczyslaw, I. MythischePerson: I)allge-mein bei den Slaven verehrter Stammheld, zugleichRathgeber n. Zauberer, der in der Gestalt eines ge-harnischten Kriegers mit vier Lichtstrahlen um dasHaupt u. einem Stierkopf auf der Brust abgebildetward. II. Herzoge u. Könige von Polen: 2)M. I. (Miejko I.), Sohn des Szemomijl, regierte960—992; vermählte sich 962 mit Dombrowka,Prinzessin von Böhmen, nahm das Christenthuman u. verstieß seine sieben heidnischen Gemahlinnen.Nach Dombrowkas Tode verlangte M. die NonneOda.dieTochtcrdesMarkgrafenDictrichvonMeißen,zur Gemahlin u. ließ sie, da die Bischöfe sie verwei-gerten, 987 entführen, wurde aber dann durch Gerod. Gr., Markgrafen von der Lausitz, den Deutschenunterworfen. Bildsäule im Dom zu Posen, dessen Bis-thum er gegründet. 3) M. II. der Träge , älte-ster Sohn Boleslaws des Kühnen und der Emnild,Enkel des Vorigen, kam 1013 mit großen Geschen-ken zu König Heinrich II. u. wurde sein Unterthan.1014 wurde er von seinem Vater zu dem HerzogOthelrich (Ulrich) von Böhmen gesandt, um diesenzu einem Bunde gegen den Kaiser zu bewegen; aberOthelrich nahm ihn gefangen u. lieferte, vom Kaiseraufgesordcrt, ihn au denselben aus. Wieder freige-lasseu, führte M. 1015 das Heer der Polen an, wel-ches Meißen vergebens belagerte. M. brach 1017in Böhmen ein u. verheerte dieses Land, folgte 1025seinem Vater in der Regierung bis 1034, wo er imMarz starb. Auf dem Hoftage zu Merseburg 1032mußte er die Oberhoheit des Kaisers persönlich an-erkennen u. erhieltdafüreinenTheilPolenszu Lehen.4) M. III. der Alte, wegen seiner Ernsthaftigkeit

so genannt, Sohn Boleslaws III., bekam 1138 nachseines Vaters Tode Gnesen, Posen u. Kalisch zumLandestheil, führte während seines ganzen LebensKriege gegen seine Brüder, welche ihn eines großenThetls seiner Besitzungen beraubt hatten, u. st. 1202.Vermählt war er mit Gertruds, Tochter des KönigsBela II. von Ungarn. Kelchner.»

Mieltschin (Mielzyn), Stadt im Kreise Gnesendes prenß. Regbez. Bromberg; 530 Ew.

Miene, die Gesichtszüge eines Menschen, sofernsie einen Gemüthszustand andeuten. Vgl. Mimik.

Micrevelt, Michel Jan son, berühmter Por-trätmaler, geb. 1. Mai 1567 zu Delft, studirte beiAnton v. Montfort, gen. Blocklandt inUtrecht. SeinePorträts haben bedeutenden Knnstwerth, und beimPrinzen von Oranien war er Hofmaler. Er st. 27.Juli 1641 zu Delft. Die vorzüglichsten älteren Ste-cherHollands haben Blätter nach ihm geliefert. SeinSohn u. Schüler Pieter, geb. 1596, gest. 1623,war ebenfalls ein bedeutender Porträtmaler.

Mieris, berühmte holländ. Künstlersamilie, 1)Frans van, geb. 16. April 1635 in Delft, starb inLeyden 12. März 1681. Genremaler, lernte er beiG.Dow, dem er bald gleichkam in Freiheit der Zeich-nung u. den er im Geschmack übertraf. Bewunderns-würdig ahmte er den Glanz der Seide u. die Ver-schiedenheit der Kleiderstoffe überhaupt nach, doch fieler schon auf Kosten des geistigen Gehaltes in ein ge-wisiesVirtuosenthum u. in unleugbare Leere. Werkedesselben namentlich im Haag n. in München; hierauch das berühmte Bild: Der Stiefel, mit seinem u.seiner Frau Porträt, dann in Dresden, Paris undFlorenz. 2) Willem van, geb. 1662 in Leyden,Sohn u. Schüler des Vor., zeigte bei vielem Fleißvielweniger Geist, Geschmacku.Geschickalssein Vater;malte gleich diesem sogen. Gesellschastsbilder; er st.1747. 3)Jan van,BruderdesVor.,geb.l7.März1660, Bildnißmaler, st. 1690 in Florenz, war einSchüler von Lairesse u. ein tüchtiger Porträtmaler.4) Frans vanM. derJüngere, Sohn von M.2), geb. zu Leyden 24. März1689, st. 22.Oct. 1763;als Maler u. Radirer ziemlich unbedeutend, bekann-ter als Schriftsteller; er schrieb: Hist, äsr nsdsrk.vorstsu,Haag 1732—35, 3Bde., Fol.; 6root ollar-tsrdosü dsr Oraavsn van Holland, van 2selandsn Herren van Vrisolanä, Lpz. 1753—56, 4 Bde.,Fol.; Hanckvsoten der 8tad Iwz-cksn, fortgesetzt vonDan. van Alphen. Regnet.»

Mieroslawski, Ludwig von, poln. Schrift-steller und Revolutionär, Sohn eines Oberstlieute-nants der polnischen Armee und Adjutanten Da-vousts, geb. 1814 zu Nemours in Frankreich, wurde7 Jahre alt in das Cadettenhaus von Kalisch aus-genommen u. trat 1830 als Fähnrich in die polnischeArmee, schloß sich der Revolution an und nahm alsLieutenant am Kriege gegen die Russen bis znm Endetheil. 1831 ging er nach Paris, wo er sich durchliterarische Arbeiten ernährte u. kriegswissenschaftlicheStudien trieb. Die Centralbehörüe der polnischenEmigration in Paris beschäftigte ihn 1840 im In-teresse des demokratischen Vereins, dessen Mitglieder 1842 u. hierausMitglied der Centralbehörde selbstwurde. Er ward Ende 1844 als Leiter des Auf-standes nach Posen berufen, aber 12.Febr. 1846 da-selbst verhaftet, 17. Nov. 1847zumTode verurtheilt,jedoch zu Gefängnißstrafe begnadigt. Der Aufstand