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Michael -
Rom, vermählte sich 24. Sept. 1851 mit der Prin-zessin Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rochefortu. lebte seitdem zu Heubach bei Miltenberg, dann inBronnbach beiWenheim, wo er 14. Nov. 1866 starb.Er hinterließ mehrere Kinder, unter denen der SohnDom Miguel 12. Sept. 1853 geboren wurde, ä)s Zar von Rußland: 12) M. FeodorowitschRomanow Juriew, der erste Zar ans dem HauseRomanow, geb. 12. Juli 1596, Sohn Feodor Ni-^ kitisch Romanows (des Patriarchen Philaret), wurdewegen seiner Verwandtschaft mit dein Zaren Iwandem Schrecklichen 12. Juli 1613 in Moskau zumZar erwählt u. regierte bis 21. Febr. 1645, wo ers starb, ehrenhaft, aber ohne hervorragenden Geist.
III. Prinzen: 13) Großfürst M.Pawlo witsch,r Sohn des Kaisers Pauli, von Rußland u. der Maria) Fcodorowna, geb. 8. Febr. 1798; machte mehrere, Reisen durch Italien, Frankreich, England, wo erl 1818 in Oxford den Doctortitel erhielt. Bei demAufstand Ende 1825 in Petersburg zeichnete er sichs durch Todesverachtung u. Besonnenheit aus, u. nebstj den Anstrengungen seines Bruders, des Kaisers Ni-si kolaus, war ihm hauptsächlich die Dämpfung diesesi" Aufstandes zuzuschreiben. Er wohnte 1828 als Chefs. des russischen Jngenieurcorps einem Theil des Tür-I kcnkrieges, namentlich der Belagerung von BrailaI bei, mit welcher Festung er auch in der Nacht vomI 18./19. Juni die Capitnlation schloß. Auch an demI Kriege gegen Polen nahm er persönlich theil. Seit-. dem lebte er in Petersburg, machte mehrmals Rei-sen nach Deutschland u. England, wurde Commau-dant der Garden u. Großmeister der Artillerie u. st.9. Sept. 1849 in Warschau. Er war vermählt seit 1824mit Helene (s. d. 5), Tochter des Prinzen Paul vonWürttemberg. 14) Großfürst M. Nikolajewitsch,jüngster Bruder des Kaisers Alexander von Rußland,geb. (13.) 25. Oct. 1832; erhielt eine vorzügliche,vorwiegend ans die militärischen Fächer gerichtetei Bildung, die durch Reisen durch ganz Europa in Be-gleitung hervorragender Capacitäten eine wesentliche' Förderung erhielt. Er ist General der Artillerie,General-Feldzeugmeister, kaiserl. Generaladjutant rc.Anfangs 1873 wurde er zum Statthalter der Kau-kasischen Provinzen ernannt, womit gleichzeitig derRang eines Oberbefehlshabers derKaukasus-Armeej verbunden ist. Als solcher führte er auch 1877 die, rufs. Armee ans den asiat. Kriegsschauplatz, s. Rufs.-! Türk. Krieg von 1877. Er ist seit 28. August 1857> mit Cäcilia (seitdem Olga), Prinzessin von Baden,
! vermählt. 2)—g) Hertzberg. 11 )KeIchncr.ls;iS)Klemschmidt.c Michael, Attaliates, griech. Jurist u. Histo-riker in der zweiten Hälfte des 11. Jahrh.; er schr.:
I Lolita im 2. Bande von Leunclavius
, Zus Arasoo-rom.; seine Geschichte, aufgefunden vonWlad. Bruuet de Presle, gab zuerst Jman. Bekker1853 im 47. Band des Oorpus scrixtorum llisb.dxvaub. heraus.
l Michaelts,1)Johann David, Orientalist u.j Exeget des A. T., Sohn des 22. Febr. 1764 ver-^ storbenenTheologen ».OrientalistenChristianBeue-' dict M-, geb. 27. Febr. 1717 in Halle; zuerst Pri-i vatdocent daselbst, 1745 Privatdocent u. 1746 Pro-sessor der Philosophie und 1750 der OrientalischenSprachen in Göttingen, starb, vom Kaiser zum Rathand von den Akademien in London u»d Paris znmi Mitglied ernannt und sonst von Fürsten viel geehrt,s PiererS Nniversal-ConversationL-Lerilon. 6. Aust. XII
Michaelis.
22.Ang. 1791. Er entwarf bei Gründung der Aka-demic inGöttingen 1751 mitHaller deren Statuten,war erstSecretär derselben, dann Director u. führteauch die Direction und Mitredaction der GöttingerGelehrten Anzeigen. M. schrieb n. a.: HebräischeGrammatik, Gött. 1745, 3. A. 1778; Einleitung indie göttlichen Schriften des N.T., ebd. 1756, 2Bdc.,4. A. 1787 f.,2 Bde.; Mosaisches Recht, Franks, a. M.1770—75,6Bde., 2. A.1776—80, 5Bde.; Orien-talische u. exegetische Bibliothek, ebd. 1771—85, 23Bde.; Neue orientalische und exegetische Bibliothek,Gött. 1786—91, 9 Bde.; Moral, herausgeg. vonStäudlin, ebd. 1792—93,^3 Bde.; LiterarischerBriefwechsel, herausgeg. von Buhle, Lpz. 1794 f.M. gehört zu den Theologen des vorigen Jahrh.,welche der rein historischen Auffassung der BibelBahn brachen, übersetzte auch das Alte u. das NeueTestament, letzteres mit Anmerkungen. M.' Leben,Selbstbiographie, herausgeg. von Hassencamp, Rüt-teln 1793. 2) Johann Benjamin, deutscherDichter, geb. 31. Dec. 1746 in Zittau; studirte inLeipzig Medicin, gab daselbst eine Sammluitzg vonFabeln, Liedern u. Satiren heraus, übernahm 1770in Hamburg die Redaction des Correspondenteu, ent-sagte aber bald dieser Stelle, um bei der SeilerschcnGesellschaft für die Bühne zu arbeiten, wurde spätervon Gleim nach Halberstadt gezogen, st. 30. Sept.1772 daselbst. Poetische Werke, herausgegeben vonSchmidt, Gießen 1780, 2 Bde.; Sämmtliche Werke,Wien 1791, 4Bdchn. 3) Adolf, bedeutender Ger-manist, geb. 25. Decbr. 1797 in Hameln; wurde1818 Privatdocent derRechte inGöttingen, dann inTübingen u. 1820Professor daselbst; erst.21.Jan.1863. Hauptwerke: l>s orckino suoesä. jnrw kouä.IcmFobaräioi, Stuttg. 1818; Darstellung des öffent-lichen Rechts des Deutschen Bundes u. der deutschenBundesstaaten, ebd. 1820; Übersicht des gemeinendeutschen u. des württembergischen Lehnrechts, ebd.1827; Grundriß des gemeinen deutschen und deswürttembergischen Handels- u. Wechselrechts, ebd.1831; Grundriß der deutschen Staats- u. Rechtsge-schichte, ebd. 1832; Darstellung der völkerrechtlichenBegründung des Königreichs Belgien, Stuttg. 1836.4) Otto, Volkswirth u. Publicist, geb. 12. Sept.1826 zu Lübbecke (Westfalen); studirte seit 1844 inBonn u. Berlin die Rechts- u. Staatswissenschastenu. trat im Herbste 1847 als Auscultator beim Ober-landesgericht in Paderborn sin. 1849 wegen einesPreßvergehens angeklagt, ward er zwar von denGeschworenen sreigesprochen,vomJustizminister aberim Disciplinarwege aus dem Justizdienfte entlassen.Nun widmete sich M. dem Studium der Bolkswirch-schaft und siedelte, um seine national-ökonomischeVorbildung unter der Leitung von Prince-Smith zuvollenden, im Spätherbst 1849 nach Berlin über,wo er 1851 die Redaction des volkswirthschaftlichcnund finanziellen Theiles der Nationalzeitung über-nahm. Auch hals er 1858 in Gotha den Congreßdeutscher Volkswirthe ins Leben rufen und gründete1863 mit J.Faucher (s.d.) die Vierteljahrschrist fürVolkswirthschaft u. Culturgeschichte, die in Berlinbis heute erscheint. 1861 wurde er von den Libe-ralen Anclams, 1866 von Stettin ins preußische Ab-geordnetenhaus gewählt. Ferner war er Mitglieddes constituirenden Norddeutschen Reichstages 1867,wo er sich zur nationalliberalen Partei hielt und
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