Meyerii-Hohcubcrg — Meywar.
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lin; Der Ziegcnmarkt; Die Fütterung des Murmel-thieres; Reiuccke Fuchs; Jahrmarktswildc. Regnet.
Mehern-Hohenberg, 1) Johann Gottfriedvon, bedeutender Pnblicist, geb. 1692 in Hannover,wurde 1715 Professor der Moral in Gießen, 1716der Rechte, 1720 Hofrath und Kammerconsnlent inBaireuth n. starb, seit 1726 Justiz-n. Kanzleirath inHannover, 1745; er schr.: ^ebapaoisvsstplialieas,Hannov. 1734—36, 6 Bde.; xaeio sxsentio-nis pnbliea., ebd. 1736—37, 2 Bde.; ^.eta oomi-tialia ratisbonensia pnblioa, Lpz. 1735—1740, 2Bde.,Fol. 2 ) Friedrich Wilhelm von, deutscherSchriftsteller, geb. 1772 bei Ansbach, studirte inAlt-dorf die Rechte, wurde österr.Artillerielieutenant, be-theiligte sich an mehreren Feldzügen des französischenRevolutionskrieges, reiste durch einen großen TheilEuropas, wurde 1807 Attache der österreichischenGesandtschaft in Sicilien, wohnte 1809—1812 alsArtilleriehauptmann wieder den österreichischen Feld-zügen bei, wurde 1813 Hauptmann beim General-stab n. Adjutant des Fürsten Schwarzenberg, leitete1815 in Paris die Rückgabe der von Napoleon ausItalien fortgeschleppteu Kunstwerke, war später derösterreichischen Gesandtschaft in Rom n. Madrid, zu-letzt der Militärcommisfion am Bundestage bcige-geben; st. 14. Mai 1829 in Frankfnrta.M. Schrif-ten: der Roman Dya-Na-Sore, Wien 1787—91, 5Bde., 3. (wie es heißt, von einem Freunde bearbeiteteu. gegen M-s Willen der Öffentlichkeit übergeben)A. 1840—41; Hinterlassene kleine Schriften heraus-oegeben vonE. v.Fenchtersleben, Wien 1842,3 Bde.3 ) Gustav Freiherr von, geb. 10. Sept. 1820zu Kalvörde (Brannschweigschen Enclave in der Alt-mark), studirte in Berlin und Göttingen die Rechte,trat 1843 in Kobnrgischen Hofdienst, wurde Geh.Kabinetsrath und General-Intendant der Herzog!.Hofbühne. 1868 erhielt er ans sein Nachsnchen seineEntlassung u. lebt nun auf seiner Billa bei Konstanzseiner Muse. Erschr.: Monatsmärchen, Bilder undpolitischeGedichte, Lpz. 1850; Das Welfenlied, Berl.1854, eine poetische Chronik des Welfenhanses.Dann die Dramen: Ein Kaiser, eine politisch-dra-matischc Studie, Gotha 1857, 2. A. Lpz. 1861;Heinrich von Schwerin, Berl. 1858; Die Braut Kon-radins, ebd. 1859; Prinz Engen, Lpz. 1860; DasEhrenwort, ebd. 1873; Ein Kind des Elsaß, Drama,Lpz. 1873; Das Haus der Posa, histor. Schauspiel,ebd. 1874; Die Cavaliere, Schauspiel, ebd. 1874,eine freie Umdichtung von B. Hugos Cromwell; DieMalteser, ebd. 1876 n. a., welche sich meist durchglückliche Wahl der Stoffe n. ansprechende Charak-teristik anszeichnen: Moderne Rivalen, Schauspielmit Benutzung der Dingelstedtschen Novelle: DieAmazone, als Mannscript gedruckt. Außerdem ver-öffentlichte er: Zeitgedichte, Berl. 1870; Ein Mär-chen aus unseren Tagen, Konst. 1875, n. Balladenvom Elsaß, Stuttg. 1876. Auch verschiedene Libret-tos bearbeitete er, z. B. zn den Fabieren von Lawgert rc. 2 > G. Zimmermann. 3> Beyer.
Mehr, Melchior, Dichter u. Philosoph, geb.28. Juni 1810 zn Ehingen bei Nördlingen, Sohneines Bauern, studirte in München zuerst die Rechte,sodann durch Schillings Vorlesungen angeregt Phi-losophie n. schöne Wissenschaften. 1835 trat er mitFr. Rückcrt in Verkehr, dem er sein eben erst inMünchen erschienenes ländliches Gedicht: Wilhelm
und Rosina, eine Schilderung der Rieser Bauernnach dem Leben u. des Landlebens mit seiner Poesie,übersandte. Der Verkehr mit Rückcrt, zn dem M.1837 nach Erlangen zog, findet sich ausführlich inC. Beyers nachgelassenen Gedichten Rückens undBeiträgen zu dessen Leben u. Schriften (Wien). InErlangen entstand: Die poetischen Richtungen unse-rer Zeit, Erlang. 1838. M. zog 30. Öct. 1837 vonErlangen nach Nürnberg, dann nach München, und1840, nachdem er Rnckert noch einmal besucht hatte,nach Berlin, 1852 wieder nach München, wo er 22.April 1871 starb. Er schrieb außer dem erwähntenGedicht, wodurch er, unbeschadet des VerdienstesAnerbachs, als der Begründer der Dorfnovelle inProsa unserer Nation die erste poetische Dorfge-schichte gab: Franz vonSickingen, historisches Drama,Berl. 1851; Gedichte, ebd. 1857; Gott n. sein Reich,Stuttg. 1860; Vier Deutsche, Roman ans den letztenJahrzehnten, 3 Bde., ebd. 1861; Herzog Albrecht,dramatische Dichtung, ebd. 1862; Karl der Kühne,historische Tragödie, ebd. 1862; Novellen, ebd. 1863;Emilie, dreiGesprächeüberWahrheit, Güte ».Schön-heit,ebd. 1863; EwigeLiebe,Roman,2Bde., Braun-schweig 1864; Dramatische Werle, Hannover 1868;Duell und Ehre, Roman, 2 Bde., ebd. 1870; DieFortdauer nach dem Tode, 1869, 2. A. 1875; DieReligion des Geistes, religiöse n. philosophische Ge-dichte, ebd. 1871; Mehrere Sammlungen von Er-zählungen ans dem Ries. Die anonym erschienenenGespräche mit einem Grobian, Lpz. 1866, 2.Ä. 1867,-anden wegen der geistvollen Klarheit der darin ent-haltenen Anschauungen überall großen Beifall. Diephilosophischen Schriften M-s sind: Die Religion u.ihrejetzt gebotene Fortbildung, 40 Briefe, Lpz. 1871;Gedanken über Kunst, Religion n. Philosophie (ansdem Nachlaßhrsg.von MaxGrafv. Bothiner n.MoritzCarriere), ebd. 1874. Vgl. auch Melchior M., Bio-graphisches, Briefe, Gedichte, ans seinem Nachlassen. aus Erinnerungen Hrsg, von Max Graf v. Both-mer n. Moritz Carriere, ebd. 1874. Beyer.
Metiringen, so v. w. Meiringen.Mctzsenbnrg-Rivalier, ein freiherrlichcs Ge-schlecht, abstammend von Louis Rivalier, derans der Gegend von Nimes als Calvinist nach derAushebung des Edicts von Nantes 1685 in Kassel.Zuflucht fand. Sein Sohn Louis, geb. 1681, st.1740 als Pfarrer der französischen Altstädtischen Ge-meinde zn Kassel. Dessen Enkel LonisKarlGeorgPhilipp, geb. 1764, gest. 20. Dec. 1841, ward28. Juli 1825 von dem Kurfürsten Wilhelm II. vonHessen mit dem Prädicat von Meysenburg in denAdelstand n. von Kaiser Franz l. 1834 in den österr.Freiherrnstand erhoben. Er war knrfürstl. hessischerGeheimer Cabinctsrath n. Staatsminister des Aus-wärtigen. Sein zweiter Sohn H e r m a n n M oritzWilhelm, geb. 11. Juli 1813 zn Kassel, studirteinHeidelbergu.BerlindieRechte,trat 1836 in Badenin den Staatsdienst, verhandelte 1849 in Berlin überden Beitritt Badens zum Dreikönigsbündniß n. bliebdort als badischer Gesandter, bis er Mai 1856 inBaden Minister des großherzogl. Hauses mit desAenßern ward, in welcher Stellung er sich stricte anÖsterreich hielt, auch 28. Juni 1859 das Loncordatmit Rom schloß; mit demselben fiel er April 1860n. st. 15. Febr. 1866 zn Karlsruhe. Bauer.Mctzwar, s. Mewar.