Popularität der Marine. i>17
sriiheren Kollegen aus der Marineverwaltung —, daßmein Kollege Herr von Stosch öffentlich als mein mög-lichst baldiger Nachfolger im Reichskanzleramt angesehenwurde. Ich habe deshalb diesen Herrn immer mit be-sonderem Interesse angesehen, und ich bin von der Be-fürchtung nicht frei gewesen, daß die reichlichen Sub-ventionen der Marine, die ihm von der Opposition be-willigt wurden, an deren Spitze der Herr AbgeordneteRickert stand, der auch für die Danziger Institute einegroße Vorliebe hatte, — ich habe immer die Befürchtunggehabt, daß das vielleicht beim Austritt des Herrn vonStosch sich ändern könnte. Zu meiner großen Freudeist dies nicht der Fall gewesen, und ich bitte Sie, demjetzigen Herrn Chef der Marineverwaltung dasselbe Wohl-wollen und Vertrauen zuzuwenden, das Sie seinem Vor-gänger nicht versagt haben. Namentlich ist der HerrAbgeordnete Rickert die wesentliche Stütze des HerrnMinisters von Stosch gewesen.
Ich muß dann noch leider auf einige Worte kommen,die mir trotz aller gegenteiligen Versicherungen der Herrenbeweisen, wie gering das Vertrauen ist, das Sie aufdie Reichsregieruug und persönlich auf meinen gutenWillen und meine Einsicht setzen. Also der Herr Ab-geordnete Bamberger hat gesagt, er wolle nicht, daß dieEhre des Reichs nach der Inspiration eines jeden aben-teuerlustigen Deutschen engagiert werde; er nimmt alsoan, daß das Deutsche Reich im allgemeinen in der Lageist, daß der Beamte, der an seiner Spitze steht, die Ehredesselben engagieren würde — denn ohne denselben kannsie nicht engagiert werden — für einen jeden Abenteurer,der sich in fremden Meeren umhertreibt. Das ist dochwirklich eine Geringschätzung meiner Urteilsfähigkeit und