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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
Seite
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Die Verlängerung des Sozialistengesetzes. lüi'

stellen, ob er mit der kirchlichen Gesetzgebung in Oester-reich seinerseits auch unzufrieden ist, ob da dieselben Ur-sachen obwalten, und ob sie auch dort als Erklärung fürdie bedauerlichen Verbrechen, die in neuester Zeit zumDurchbruch gekommen sind, gelten können. Ich habemich bisher immer gefragt, und es ist ja als Maßstabfür mich auch wünschenswert und notwendig, das zuwissen —, ob es richtig ist, daß, wenn die katholischeKirche in Preußen so gestellt wäre, wie in Oesterreich,Sie (zum Zentrum) ganz zufrieden sein -würden. (Rufeim Zentrum: Nein!» — Also auch dann noch nicht?(Heiterkeit.)

Welches sind nun die Gründe, weshalb die Sicher-heit, die Fortschritte zur rechten Ordnung, die bei unsvermißt werden, und deren Abwesenheit, deren Nichtvor-handensein der Herr Vorredner zum Teil wenigstens mitunserer kirchlichen Gesetzgebung in Verbindung bringt,dort in Oesterreich auch etwas viel zu wünschen lassen?Ich möchte der Ueberschätzung entgegentreten, die ich beimanchen Katholiken gefunden habe, daß nämlich geradeihr Glaube stärker gegen die sozialdemokratischen Ver-irrungen wäre, daß er ein sicherer, festerer Schild da-gegen wäre als andere christliche Konfessionen. GehenSie die Geschichte der Völker durch, und Sie finden dieeigentümliche Erscheinung, daß gerade vorzugsweise dieKatholiken sich durch ihre innere Einigkeit, durch innereOrdnung und inneren Frieden nicht ausgezeichnet haben.Nehmen Sie die Polen, nehmen Sie die Irländer, neh-men Sie die romanischen Völker, das allerchristlichsteFrankreich: sie sind durch innere Streitigkeiten zerrissenworden. Die italienischen Zustände werden auch demkatholischen Bedürfnis nicht vollständig genügen. Die