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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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94 und 96 Millionen betragen, und daß sie die Belastungdes Staates durch die Klassensteuer mehr als doppeltübersteigen, indem in Preußen auf den Kopf 3,59 Markan Schullasten kommen und wahrscheinlich auch in dem-selben Bruchteil von Exekutionen, namentlich für die-jenigen Lasten, die unter dem Namen von Schulgeldexigibel sind, von den ärmsten Mitgliedern der Gemeindeund immer in erhöhterem Maße von kinderreichen Familienals von kinderlosen oder einkinderigen, und wie es dabeifür die Stellung des Lehrers eine betrübende Beziehunggibt, daß der Lehrer, der in Bezug auf Kleidung undLebensstand doch gegenüber dem barfüßigen Schuljungeneine höhere Lebensstufe einnimmt, die Mutter durch dieKinder mahnen lassen muß wegen weniger Groschen Schul-geld. Schon im Interesse der Lehrer haben wir in Preußendas Bedürfnis, daß diese Sache aus der Welt geschafft wird.

Es sind außerdem noch die Ihnen bekannten Be-dürfnisse des Königs von Preußen, seine Beamten aufdiejenige Stellung im Gehalt zu bringen, die unter Vor-tritt der Reichseinrichtungen den Richtern bewilligt wordensind. Es besteht dabei eine Ungleichheit, die zu Un-zufriedenheiten Anlaß giebt, und diese wird ausgeglichenwerden müssen entweder durch eine Steigerung der Ge-hälter der übrigen Beamten oder durch Herabsetzung derjetzigen Nichtergehälter. (Bewegung.)

Dasselbe findet statt in Bezug auf die Ungleichheitder Verstempelung des mobilen und immobilen Ver-mögens. Ihnen ist bekannt, und das Gravamen ist schonöfter vorgebracht, daß der Stempel der Immobilien einganz maßlos hoher ist, ebenfalls ganz ohne Rücksicht aufdie Belastung eines Grundstücks mit Schulden; wenn esfür 80 000 Thaler verkauft wird, und es sind 80 000