26 Die Reichstagssession von 1882—83.
Selbstmord bringt, ihn jedenfalls mit Bitterkeit erfüllt,wenn der seiner Meinung nach überreiche Fiskus ihmwegen einer Kleinigkeit einen so ungeheuren Schaden anseinem häuslichen Besitztum, an seinem gesellschaftlichenAnsehen und an seinen aufstrebenden Hoffnungen zufügt,daß das den Mann mit Unzufriedenheit erfüllt, darüber,meine Herren, wird kein Zweifel sein, und ich schreibeeinen großen Teil unsrer Auswanderungen der That-sache zu, daß die Auswanderer das Bedürfnis haben,sich der direkten Steuerschraube und Exekution zu ent-ziehen und nach einem Lande hinzugehen, wo die Klassen-steuer nicht existiert und wo sie außerdem die Annehm-lichkeit haben, die Produkte ihrer Arbeit gegen fremdeKonkurrenz beschützt zu wissen. (Sehr richtig! rechts.)Die amerikanischen Schutzzölle und die preußische Klassen-steuer halte ich für die Hauptmotive der Auswanderung.(Zuruf aus dem Zentrum: O nein!) — Hauptsächlich,ich sage nicht ausschließlich, und es ist ja auch ganznatürlich. Ich weiß nicht, wer von den Herren Phan-tasie genug hat, sich in die Lage einer solchen, vom Steuer-fiskus zerdrückten Existenz hineinzufühlen, daß da einetiefe Bitterkeit eintritt gegen die Einrichtungen, unterdenen er lebt, Einrichtungen, die in Frankreich, England,Amerika, in allen zivilisierten Staaten längst zu den über-wundenen Standpunkten gehören, dort längst, weil dortdie Fraktionspolitik die Regierung nicht hinderte, Ver-besserungen einzuführen, dort längst durch weniger drückendeindirekte Steuerquellen ersetzt sind, — daß er da nachandern Ländern geht, daß er gegen unsre Einrichtungeneinen stillen Ansatz von Haß behält, das ist wohl nichtverwunderlich.
Nun finde ich es ganz erklärlich, daß eine Opposition,