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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
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10 Die Reichstagssession von 188283.

dazu aus deinDispositionsfonds für unvorhergesehene Fälle" denBetrag von 50000 Mark angewiesen, und es sei zweifelhaft, obdiese Einrichtung unter dieunvorhergesehenen Fälle" gezählt wer-den könne. Eine Prüfung dieser Frage sei für die nächste Rech-nungslegung vorzubehalten. DerReichskanzler erwiderte darauf:

Ich kann dem Herrn Vorredner auf seine Bedenkenerwidern, daß es nicht in der Absicht des auswärtigenAmts liegt, in den nächsten Jahren irgend weiter dieNeubaufrage bezüglich der Grundstücke Wilhelmstraße 75und 76 dem Reichstage vorzulegen. Die Grundstückesind, soweit sie zur Benutzung kommen, solide bebaut;sie haben manche Unbequemlichkeit in der jetzigen Ein-teilung, aber gerade die Scheu, eine große Ausgabe,von welcher die Summe, mit der man sich einstweilenhäuslich einzurichten vermag, wie der Bericht mit Rechtsagt, nur einen Teil der Zinsen repräsentiert, dafür zu-zumuten, wenn wir Unterkommen können in dem, wasda ist, und lediglich das äußere Dekorum vielleichtdarunter Schaden leidet, diese Scheu entspricht denGrundsätzen, die bisher für die Ausgaben in meineinRessort geherrscht haben. Ich habe kein Bedürfnis fürPruukbauten, sondern nur für Bewilligung dessen, waspraktisch und notwendig ist. Also darüber kann ich denHerrn Vorredner vollständig beruhigen.

Was ferner die Bedenken betrifft wegen der 50 000Mark, die verwendet worden sind zur vorläufigen In-standsetzung desjenigen Gebäudes, welches auch in Zukunftfür das Wohngebäude des Chefs des Auswärtigen Amtsin Aussicht genommen ist, das Gartenhaus auf demDeckerschen Grundstück, so hat es damit folgende Be-wandtnis. Der Dispositionsfonds des Reichskanzlers istvorhanden für solche Ausgaben, welche eine Stelle im