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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Das Socialistengesetz und die parlamentarischen Parteien. 229

sympathische Vermittlung kenne, daß an eine Verschmel-zung zu denken wäre; der Deutsche hält sich strengan den Corpsgeist und hält sich gesondert.Wir haben uns zwar der geschloffenen Firma von Fort-schritt, Zentrum, Polen, Welfen in allen Situationender letzten Jahre gegenüber befunden; aber wenn dienun wirklich einmal die Majorität hätten und ihrerseitseine Regierung bilden sollten, so würde die Fortschritts-partei doch nicht mit dem Zentrum Zusammengehenkönnen; die Polen vielleicht mit den Welfen; Zentrumund Welfen vertragen sich wunderbar; Zentrum undSocialisten haben vielfach mit Eifer übereingestimmt, esist dies aber nicht bloß beim Zentrum der Fall gewesen,auch andre Abgeordnete haben von den SocialistenStimmen geworben und erhalten; auch das Zentrumhat in allen Fällen mit Ausnahme von einem immerfür den Kandidaten gestimmt, von dem zu vermutenwar, daß er der Regierung der feindlichere sein werde.Wenn ich sage, mit Ausnahme von einem, so ist dasder Abgeordnete für Mühlhausen*) (Heiterkeit), für dendie Wähler des Zentrums gestimmt haben, aber doch erstdann, als man ganz sicher war, daß er auch ohne siegewählt werden würde. Auch andre Kandidaten habenaber, wenn sie einige Tausend Socialisten in den Wahl-bezirken vorfanden, die Sympathien derselben sorgfältiggeschont und vielleicht Versprechungen gegeben, daß sienicht so scharf gegen sie Vorgehen würden. Aber itom,wir befinden uns auf seiten der Regierung in der trau-rigen Lage, daß wir bei Verständigung mit dem Reichs-tage uns drei Siebentel des Gebiets absolut verschlossen

y Graf Wilhelm Bismarck, Sohn des Reichskanzlers.