Vorzüge des Tabakmonopols.
89
es thun würde, wenn es eingeführt würde —> in derLage iit, für einen geringeren Preis eine bessere SorteTabak zu liefern, als der Handel es in der Regel thut;er braucht weniger zu nehmen und erhält für seine Waredoch reichlich und mehr, als er für den Staat braucht.In dieser Lage kann er durchaus nicht mehr sein, wenndie zweite Schatzung, die durch den Fabrikanten undden Tabakhändler, den Konsumenten auch noch in dem-selben Maße wie bisher trifft. Es erfolgt dann einerein additionelle Belastung des Rauchers zu dem bis-herigen Preise, während bei dem Monopol die Pfeifedes armen Mannes, von der heute zu meiner Freudenoch nicht die Rede gewesen ist, wohlfeiler sein kann,sie braucht nicht um einen Pfennig teurer zu sein, derFiskus kann sie sogar wohlfeiler liefern, als man sieheute in der Regel zu kaufen vermag.
Ich habe es für eine Pflicht der Offenheitgehalten, meine Herren, Ihnen geradezu zusagen, daß ich dem Monopol zustrebe, daß ichdie Schädigung des Fiskus, die durch die frühzeitigeVeröffentlichung eines solchen Bestrebens vielleicht möglichist, einerseits nicht fürchte, denn meine Stimme ist einevereinzelte, und es ist sehr fraglich, ob je dieses meinSteuerideal sich realisieren wird, und außerdem ist dasein Nachteil, den man tragen muß, und den ich nicht soschlimm für die Gesamtheit erachte, eine etwas höhereEntschädigung zu zahlen, als diejenige, die im un-sicher» und unklaren über alle Bestrebungen liegt. (Sehrrichtig!)
Ich hoffe und wünsche dringend, daß, wenn, wie ichvermuten muß, diese Vorlage von Ihnen an eine Kom-mission verwiesen wird, sie dort nicht begraben werde;