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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Reichstagssession von 1878.

habe mich der bessern technischen Einsicht meiner Kollegendahin gefügt, daß ein Durchgangspunkt, eine Vorbe-reitung für die weiteren Einrichtungen not-wendig ist. Ich würde mich auch heute, wenn meineNeberzeugung nicht schon durch Ministerialberatungengewonnen wäre, durch die Darlegung des Herrn Finanz-ministers und seines Kommissarius in dieser Beziehungvon neuem überzeugt haben, daß wir dem Ziel, dem ichzustrebe, und von dem ich nicht weiß, ob ich es erreiche,ohne weiteres und plötzlich nicht näher treten können,daß wir eine vorbereitende Gesetzgebung haben müssen,und daß die Vorlage, die Ihnen unterbreitet ist, diesenCharakter hat. Wenn sie, wie Herr v. Wedel! z. B.auseinandersetzte, außerdem verderbliche Wirkungen fürden Tabakbau hat, so ist das wenigstens nicht die Seite,die ich an ihr geschätzt habe, und ich bitte Herrn vonWedelt, zu glauben, daß mir alle von derselben Loyalitätbeseelt sind, wie er selbst*). Wir wünschen nicht, dieLeute, die mir später vielleicht zu entschädigen hätten,zuerst zu ruinieren, damit die Entschädigung wohlfeilerwird. Dergleichen Abschlachtungen in der Hoffnung aufkünftige Ersparnisse vornehmen, wäre nicht landesväterlichverfahren, und die zu Entschädigenden haben ebenso gutein Recht auf Schutz. Ich leugne nicht und haltees nach den Zweifeln, die ausgesprochen sind,ob sich Monopolisten in unsrer Mitte befin-

*) Der Abgeordnete v. Wedelt-Malchow hatte sich ge-äußert: „Es scheint mir nicht ganz loyal, ein Gesetz einznführenmit der Absicht, demnächst das Monopol zu bringen und inzwischen,um das Monopol einzuführen, den Anbau des Tabaks größtenteilszu ruinieren. Zu einer solchen Taktik kann ich mich nicht ent-schließen u. s. w."