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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Qualität Quallen.

Qualität (v. Lat.), Beschaffenheit; wird sowolauf das reale Sein, Personen und Dinge, wie auchauf das bloß Gedachte, Begriffe u. klrtheilc, bezogen.Unter der Q. eines Dinges versteht man seine Ei»genschaften, an denen mau erkennt, was das Dingist. Die Q. eines Begriffes bezeichnet, was in dem-selben gedacht wird u. ist gleich seinem Inhalt. DieQ. eines Unheils besteht in der Art u. Weise, wiedas Subject u. Prädical mit einander verknüpft sind.(Bgl. Urtheil). Im gewöhnlichen Leben heißt die Q.eines Menschen so v. w. sein Rang, Titel rc.

Qualitativ, derBeschasfenheit,dem Werthe nach.

ylisIUer tsllter (lat., wie so), aus welche WeiseeS sei.

Quallen, 1lsäusao,^eaIöpliao,KlassederDarm-losen oder Cölenteraten. Gallertartige meist bläulichgefärbte Thiere, deren Körper glocken-, scheiben- od.röhrenförmig ist u. im Innern keine festeren Bestand-theile als Stützorgaue besitzt. Ihre Organe sind meistnach der Vierzahl angeorduet. Sie sind säst sämmtlichSeethiere, welche vollkommen ansgebildet frei imMeere schwimmen, mir die heimischen Sllßwasser-polypen kriechen. Das Schwimmen wird bewirktdurchZusammenziehendes Körpers od.vermiltels Schwin-gen sadenartiger Körperanhänge, das Kriechen er-folgt durch Hin- u. Herbewegen der sog. Fußscheibedes Körpers. Der Mund liegt unten in der Mittedes Körpers; von ihm ans verbreiten sich über dieKörpermasse wasserleitende Kanäle, die in der Vier-zahl anstrelen und stets innen mit Flimmern besetztsind; er ist bald einfach und dann von Fangarmenumgeben, bald mehrfach n. an den Spitzen der Fang-arme angebracht. Die aus dem Magen entspringen-den, wasserhaltigen Kanäle münden nach außen undwerden in ihrer Gesammtheit als Gastrovascnlar-sy stem bezeichnet. Als Sinnesorgane werden die RauL-körperchen der Scheibe, bestehend aus Anhäufungensehr kleiner Kalkkrystalle, gedeutet. Nerven wurdennur in einzelnen Fällen beobachtet. Fransen u. fa-Lige Anhänge am Rande der Glocke dienen als Tast-od. Faugarme. Von besonderer Wichtigkeit für dieQ. sind die Nesselorgane, welche in der zarten Hautliegen u. ans einem Giftbläschen mit eingerolltemFaden bestehen. Der entfaltete Faden wirkt bei derBerührung nesselnd u. ist für die Beutethicre der Q.tödtlich. Die Vermehrungsweise der Q. ist äußerstmannigfaltig. Die Fortpflanzung Lurch Eier ist amverbreitetsten,die durch Theilnug dagegen selten. Dieausden Eiern entschlüpsenden infnsorienarligen, ver-mittels Wimpern srei umherschwimmenden Jungenbilden sich sofort zu Q. um od. setzen sich nach eini-ger Zeit fest u. nehmen polypenartige Gestalt an.Durch Quertheilung des Polypoids entstehen nunscheibenförmige Gebilde, welche sich ablösen u. zu Q.auswachsen. Diesen Entwickelungsgang macht u. a.die gemeine Ohrenqualle durch. Das Polypoid kannaber auch wiederum durch Knospung neue Polypoideerzeugen, die dann ihrerseits zur Bildung neuer Q.führen. Die Vermehrung Lurch Knospung führt häu-fig zur Bildung von Thiercolonien, indem die neu-entftandcnen Thiere mit dem Mntterthiere inehr od.minder im Zusammenhänge bleiben. Die Tafel Q.,Korallen Bd. 5 veranschaulicht 2 Formen des Gene-rationswechsels der Q. Links, oben a, b, c, <1, szeigt die einzelnen Entwickelungsstadien von Kurs-us amita, Ohrenqualle, darunter ist die Qualle in

ihrer endgültigen Gestalt abgebildet wie sie hervor-geht aus den in s noch in der sog. Ltrobila. verein-ten, später aber sich ablöscnden Individuen, a ist dasin der Dotterfurchung begriffene Ei, b die jungeQualle in der klanuka genannten Form; o das Po-lypoid; <1 und 6 dasselbe in der Ltrodila genanntenForm. Fig. 2 gibt uns in einer Lzmeorzma-Art diepolypenförmige Generation (Loz-yliistoma), in derbei a eine neue Qualle in Bildung begriffen ist, derenausgcbildete Gestalt gleich rechts davon abgebildet ist.Die Figuren ttz bis ü! geben eine Anschauung vonder Gestaltung des Thicrstockes der Röhren-Q. L..vipllz-ss eampanulata; L. Stück vom Stamme der-selben, eine Gruppe von Auhangsgebilden darstel-lend; 0. kliz'sopstora Iizcirostatioa, Seeblase; O.ein einzelnes Schwimmorgan derselben; L. Eier-traube von ^§alma 8arsii; a. Stamm oder Achsedes Thierstockes, a.' Luftblase, m Schwimmglockcn,o Höhle derselben, v Kanäle in der Wand derSchwimmglocken, o Öffnung der Glocke, t Deckstücke(bei 0. in Taster nmgebildet), n Magen, 1 Jauz-fäden, § Geschlechtsorgane. Man theilt die Q. einin Scheiben-Q., Visovystora, Röhren-Q., 8iplw-uopsiora, u. Rippen-Q., Otonoplwra. Die Schei-ben- u. Röhreu-Q. werden auch unter dem RainenQ-polypen (AFärorwa) zusammengefaßt. Bei ihnenherrscht in der Entwickelung der oben beschriebeneGenerationswechsel vor, während bei den Rippen-Q. die Entwickelung einfach ist. 1) Schciben-Q.,viseopstora, Körper scheiben- od. glockenförmig mitden Ernährungsorganen an der unteren, ausgehöhl-ten Seile. 600 Arten, a. Lappen-Q., ^.oraspoiia,Rand der Schwimmscheibe ausgerandet od. gelappt.Hierher gehören u. a. ^.urcüia uurita. T'e'r., Ohrcn-qualle, s. Tafel Quallen, Korallen Bd. 5; der Randder Scheibe ist mit Tentakeln besetzt; die 4 Fang-arme hängen von der unteren Seite der hohlenGlocke herab; auf der oberen Fläche der Glocke schei-nen in der Mitte die inneren Organe durch, auf derWölbung verlaufen Wasserkanäle; wasserhell, Eier-stöcke violett, bis 15 em, nesselt nicht; häufig in Lennordischen Meeren, b. Schwimmsaumtrazende, 6ra-opoäota, Glockenrand ganz, mit einer ringförmigen,nach innen gerichteten Haut, dem sog. Volum. Hier-her die Beutel-, Teller-, Stiel-, Schlangen«, Kriech-Q. u. a., ferner die SUßwasserpolypen, ll/äru-Ar-ten. 2) Röhren - Q., 8ip!wnapirora L?cAsc/r., auchSchwimmpolypen genannt, Thiercolonien, freitrei-bend od. schwimmend. An dem unverästelten röhren-förmigen Stamme des Stockes findet sich oben eineLuftblase, daraus folgt eine Anzahl verschiedenartiggebildeter glockenförmiger Thiere, deren Verrichtungjedesmal nur eine ganz bestimmte ist, so daß einTheil dieser Glocken zum Schwimmen, ein andererzur Nahrungsaufnahme u. noch andere zur Erzeug-ung der Eier dienen. Das Ende des Stockes ver-läuft geißelartig u. besitzt stark nesselnde lange Fang-fäden. Die angegebene Gestalt der Röhren-Q. än-dert jedoch bei manchen Arten nicht unbedeutend ab.In allen Fällen erscheint aber Arbeitstheilung durch-geführt. Die Röhren-Q. sind getrennt-geschlechtlich,auch gibt es ganze Stöcke von verschiedenem Ge-schlechte. Man theilt sic ein in Segel- od. Knorpel-Q., Doppel-, Blasen-, Galeeren- u. Huf-Q.salla. arstlrusa ist die wegen der stark nesseln-den Wirkung ihrer bis 12 m lang ausdehnbare»