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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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793
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l^-i-oilii-um Pyrmont.

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ten sehr verschiedenartige Conidienformen ans, diebei derselben Art groß u. klein, frei od. auch in be-sonderen Behältern, sogen. Pyknidcn, eingeschlossensind. Im letzteren Falle nennt inan die ConivienStylosporen, sind sie groß, Makro stylospo-ren, sind sie klein, Mikrostylosporen. Kleine,in Reihen abgeschnürte Zellen werden Sperma -trenn, die sic Anschließenden Behälter Spermo-gonien genannt. Außer den Lrz-siplwiüsi gehörtHierher hauptsächlich die Gruppe der 8pirasrioiäoi,bei denen die schlauchführcudcn Perithccien stets eineregelmäßig entwickelte Mündung besitzen. Engler.

p>retbrum s. Oiwz'oantstvmnm L.

Pyrgos, 1) (Lctriui), Stadt in der griech. Nom-archic Achaia n. Elis, etwas »ördl. der llNlindnng desRuphia (Alphcios), früher sehr blühende Stadt inreicher Umgebung, dann infolge der Zerstörung durchdie Türken während des Befreiungskrieges sehr herab-gekommen (bis auf l 000 Ew.), jetzt wieder rasch auf-blühend; Handel, Weinbau; (1871) KILO Ew. 2)Gewerblhätige Stadt ans der griech. Insel Tino(nördliche Cykladeu); Scidenmanufacturen, Wein-bau, Fcigenzncht rc.; 1-178 Ew. 3) Ort am Fußedes Eliasbcrges ans Santorin, in äußerst fruchtba-rer Umgebung; 1110 Ew. Dronk.

Pyridin, farblose, widrig scharf rie-

chende, in Wasser lösliche Flüssigkeit. Siedepunkt110,5° 6. Liefert mit Salzsäure ein zcrflicßliches SalzO^l l^K.OUI. Bei Berührung mit metallischem Na-trium polymerisirt es sich zu Dipyridins. auch Pyridiubaseu.

Pyridinbnscn, wurden zuerst im Steinkohlen-theer u. in dem durch trockene Destillation thicrischerstickstoffhaltiger Stoffe erhaltenen sogen. Thieröl,Olonm llippolii auimulo, aufgefuuden. Ihre Zu-sammensetzung entspricht der allgemeinen Formel1.215X. Eie sind mit den Basen der Anilinreiheisomer n. gehören zu den Nitrilbasen. Es sind fol-gende bekannt: Pyridin (lslP.iss, PisolinLutidin 6I1g!7,Collidin 6IIbk,ParvolinCorindin Rnbidin Biridin

von Lenen neuerdings einige künstlich dar-gestellt sind. Brogtie.

Pyrit, s. Schwefelkies.

Pyritoedcr, eine durch 12 fünfseitige Flächenbegrenzte Krystallform, zu Len hcmi'ödrischen Formendes regelmäßigen Systems gehörig, auch Penta-gonaldodekaeder genannt; dieselbe hat ihren'Na-men von Pyrit oder Schwefelkies, welcher in dieserForm oft krystallisirt.

Pyrit), 1) Kreis im preuß. Regbez. Stettin, zubeiden Seilen des Plünethales, durchschnitten vonder Linie Poscn-Stargard der Obcrschles. Eisenbahn;1044,2» dslem (18,ss>HM) mit (1875) 42,371 Ew.2) Kreisstadt darin, in einer Ebene (Pyritzer Wei-zenacker), mit Armenhaus, zwei Spitälern, Wollen-lveberei, Ackerbau; (1875) 7142 Einw. Dabei derOttobrnnnen (Heilige Quelle), so genannt, weilhierOtto, Bischof von Bamberg, 1124 die Pommernzuerst taufte. Neben ihm d»S Ottostift (freieWohn-stätte für cmeritirte Lehrer), Schnllehrerseminar,Gymnasium.

Pyrker, Johann, Ladislaw P. von Felsö- r, deutscher Dichter, geb. 2. Nov. 1772 zu Langhin der stuhlwcißenburger Gespanschaft, der Sohneines dasigenGutsvcrwalters; studirteinF-ünf-kirchen

sbes. Sprachen u. Theologie; wollte 1792 als Privat-sccretär eines sicilischen Grasen nach Palermo reisen,kam aber nur bis Neapel, wurde mit seinen Reise-gefährten von einem Corsaren gefangen genommenu. nach Algier geschleppt, entfloh u. kam über Ve-nedig nach Wien zurück. 1796 trat er in den Cister-cienserorden zu Lilienfeld in Nntcröstcrreich. Er stu-dirte sodann im Seminar zu St. Pölten Theologie,wurde 17-98 Kanzlei- n. Ökonomicdircctor des Stifts,1807 Pfarrer in Tirnitz, 1811 Prior in St. Pölten,1812 Abt in Lilicnthal, 1818 Bischof von Zips inUngarn, 1820 Patriarch von Venedig und Primasvon Dalmatien, 1821 wirklicher Geh. Rath, 1827Erzbijchos von Erlau; er st. 2. Dec. 1817 in Wien.Werke: Histor. Schauspiele, Wien 1810; Tunisias,ein Heldengedicht in 12 Gesängen, ebd. 1819, 8. A.ebendas. 1826; Perlen der heiligen Vorzeit, Ofen1822, 2. A. Wien 1826; Rudolph von Habsbnrg,ein Heldengedicht in 12 Gesängen, ebd. 1825, 2. A.ebd. 1827; Lieder der Sehnsucht nach den Alpen,Stnttg. 1815; Bilder ans dem Leben Jesu und derApostel, Lpz. 1816, 3. A. 1855; Werke, Stnttg. 1832bis 1831, 3. Bde., n. A. ebd. 1843, 3 Bde., letzteA. 1856. P. gab auch Hanthalcrs Uoosnsrw ckiplo-mabicoAsnsaloZious nrolUvi Lninpilikisnsis, Wien1825, 2 Bde., Fol., heraus. G. Zim»i-rm-m».

Pyrmont, 1) eine zum Fürstenthum Waldeck ge-hörige Grafschaft, liegt abgesondert von demselbenzwischen Lippe, der preußischen, zum Regbez. Min-den gehörigen Enclave Lügde, Hannover u. Brann-schweig und bildet den Kreis P.; (!,,»

UM) mit (1875) 7630 Ew. P. bildet cm vonziemlich hohen Bergen eingeschlossencs, von der Em-mer durchflossenes u.dcr Hannover-Altenbckencr Ei-senbahn durchzogenes Thal mit berühmten Mineral-quellen, Salzgewinnung, Acker- n. Gartenbau undeiniger Industrie. Die Grafschaft hatte bis 1494eigene Grafen, kam dann an die Grafen von Spiegel-berg, 1557 an Lippe, 1583 an die Grafen von Glei-chen n. 1625 durch Erbschaft an Waldeck. 2) Haupt-stadt darin, in romantischer Lage zwischen waldrei-chen Bergen an der Emmer, 130 in ü. b. M., Sta-tion der Hannover-Altenbekener Eisenbahn, berühm-ter Badeort; hat Schloß des Fürsten von Waldeck n.Pyrmont (Sommer-Residenz), Waisenhaus, Hospi-tal, Theater, Tabak-, Messer- und Stahlwaarenfa-brikation, mechanische Weberei, Sägewerke; 1404Ew.; Geburtsort des Bildhauers Drake. Vou den6 Mineralquellen sind 3 Stahlquellen von 910"8. und 3 kohlensäurereiche Soolquellen von 812"8. Sic werden zum Baden u. Trinken benutzt undzeigen sich wirksam gegen Blutarmuth, Gicht, Rheu-matismus , Skrofeln, Magen- und Darmkatarrhe,Frauenkrankheiten rc. Die Badeeinrichtungen sindzweckmäßig, ihre Hauptzierde ist die 1668 angelegte,500 Schritt lange, vierreihige Lindenallee. JährlicheFrequenz 13 14,000 Gäste. Es werden jährlichüber 100,000 Flaschen Wasser versandt. Außerdemgibt es auch Anstalten für Molken, Eisen-Moorbä-der, Fichtcnnadelbäder rc. Während der SaisonTheater, Pferderennen rc. Die näheren u. entfern-teren Umgebungen bieten eine Fülle reizender Par-!ticn. JnderNähedieDunst- od. Gashöhle, mit. kohlensaurem Gas gefüllt, welches eine gleiche Wir-kung hcrvorbriugt wie die Hnndsgrotte bei Neapel.^ Dabei auf dem 250 m hohen Schellenberge die