im S. an Komorn u. Wieselburg; 4310,g Hjlcms 78 , 2 s H>M) mit (1869) 297,377 Ew. (auf 1 Hjkm89 , in ganz Ungarn 51). Das Comitat wird vonden Kleinen Karpathen in nordöstlicher Richtung(von der Stadt P. ans) durchzogen u. ist sonst eben.Flusse: Donau, March (Grenzfluß gegen Österreich),) Rndava, Dudvag rc. In der Donau liegen mehrere- kleine Inseln; von der zwischen ihrem Hauptarmek iwd der sogen. Neuhäusler Donau gelegenen Inselß Große Schütt gehört die nordwestl. größere Hälftez zuP. Eisenbahnen: lioicm. Zahlreiche SümpfeZ kommen vor. Der Boden ist, mit Ausnahme einesß sandigen Striches, längs der March sehr fruchtbar,r' Producte: Getreide (namentlich Weizen), Hanf, Ta-kt bak, Obst,Kastanien, Wein; Pferde, Rindvieh, Schafe,-z Schweine,Geflügel,Wild,Fische; Schiefer,Marmor,(4 etwas Gold rc. Einige Mineralquellen sind vorhan-' den. Die Bewohner (Slaven, Magyaren, Deutscheii. Juden) treiben Acker' und Weinbau, Viehzucht,Handel und einige Industrie (Seidenspinnerei undWeberei, Fabrikation von Chemikalien, Papier, Le-der rc.) 2) Hauptstadt n. Congregationsort des Co-mitats, königliche Freistadt in herrlicher Umgebungan der Donau, Station der Österr.Staatsbahn undAusgangspunkt der Waagthalbahn; nominell Sitzdes Erzbischofs von Gran; hat eine Schiffbrücke undbesteht ans der inneren Stadt u. den Vorstädten, hatsieben größere Plätze (Rathhansplatz mit altemBrunnen, Kalk-, Getreide-, Geflügelmarkt mit Flo-rianssäule,FischmarktmitDreifaltigkeitssäulc.Barm-herzigenplatz, Theaterplatz mit Promenade); 11 ka-tholische Kirchen (unter ihnen die stilvoll restanrirtegothische Domkirche, 1090 von St. Ladislaus erbaut,wo die Könige von Ungarn gekrönt wurden, mitMarmorkapelle des St. Johann Elcmosinarius undder reich ausgcschmückten S. Annakapelle, bleierneStalne des St. Martin, 100 Centner schwer, sowiej Palfsysche Grabmonnmente außerhalb der Kirch-p maucr, die Franciscanerkicche, 1272 von König La->. dislaus IV. erbaut. An der Donau ehemals (bisÄ 1873) die mitsteincrncmGeländer umgebeneRampe,wo die Könige von Ungarn nach vollzogener Krön-et Mg in ungarischer Tracht hinaussprcngten und dasZ Schwert nach allen vier Himmelsgegenden schwan-4i gen, zum Zeichen, daß sie das Reich gegen die ganzes Welt schützen wollten. Merkwürdige Gebäude sind:ss das Landhaus, worin bis 1848dcrnngarischeRcichs-. i tag gehalten ward, erzbischöflicher Palast, Comitats-^! Haus, Rathhans aus deni 13. Jahrh. mit dem städt.Museum; hübsches Theater mit Redoutensaal, Ka-; ferne, großes Kornmagazin, Paläste des Fürstenj Grassalkowits, der Grafen Esterhazy. In P. sindauch das königliche Oberstndiendirectorat, königlicheo Akademie mit juristischer und Philosoph. Facultät n.D Bibliothek, katholisches Erzgymnasinm, Oberreal-8 schule mit acht Klassen, evangelisches Lyceum mitV Gymnasium u. Bibliothek, evang. theolog. Facultät,W kaihol. geistl. Seminar, kgl. Mädchcnpräparandie,8 kathol. Hauptschule, Musterschnle, fünf kathol., zweiW evang. Trivialschnlen, zwei evang. Bürgerschulen,U drei kathol. m zwei evang. Mädchenschulen, zwei jll-W dische Hauptschulen, Musikschule, Technische Zeichcn-schule, Franen-Hansindustrie-Lehranstalt, Cadetten-Ai schule, allgemeines Krankenhaus mit Jrrenabtheil-N l»lg, Bllrgcrspital, Spital der Barmherzigen Brll-W der, das der Elisabcthineriunen, evang. Kranken-
haus, städtisches Armeninstitut, Stiftung für evang.Hausarme, Künstlerwittwenverein, Versatzamt, Ar-beitshaus ; Fabriken in Tuch, Tabak, Öl, Rosoglio,Spiegeln; Speditionshandel, Handel mit Wein undGetreide. P. hat Kirchenmusik-, ungarischen Forst-,Naturforscherverein rc.; Spaziergänge vor dem The-ater in einer 170 Schritt langen Promenade. Auchder Aupark nach dem Vorbild des Praters in Wien,am jenseitigen Donauufer, sowie der ins Weinge»birge gepflanzte Gebirgsparkrc., sind besucht; 46,540Ew., darunter 30,000 deutsche, der Nest Ungarn undSlaven. Oberhalb der Stadt die Ruinen des 1811abgebrannten Schlosses. — P. kommt seit der Zeitder sächsischen Kaiser als Breciburg oder Preciburgvor; hier 907 Niederlage der Bayern durch die Un-garn. 7. Nov. 1491 Friede zwischen König Wladi-slaus u.Maximilian I., s.Ungarn (Gesch.). Nachdemdie Türken 1547 Ofen eingenommen hatten, wurdeP. die Hauptstadt von Ungarn, nachdem schon 1537die königliche Kammer von Ofen hierher verlegtworden war, und seit 1563 wurden hier die Königevon Ungarn gekrönt. 1515 großer Brand. 1604wurde der erzbischöfliche Sitz von Gran hierher ver-legt. Im Oct. 1619 wurde P. von Bethlen Gaborgenommen, aber 1621 von den Kaiserlichen wiedererobert. 1645 wurde das Schloß neu erbaut. 1648wurde P. vom Erzherzog Leopold Wilhelm befestigt;1785 wurde die Akademie von Ofen hierher ver-legt; 26.„Dec. 1805 wurde hier der P-er Friedezwischen Österreich n. Frankreich geschlossen, welcherden ÖsterreichischenKrieg von 1805 endigte; 3. und12. Juni 1809 Gefecht um den dortigen Brückenkopf,u. da die Österreicher denselben nicht übergeben woll-ten, so wurde P. vom 26. bis 29. Juni von denFranzosen unterDavoust beschossen. Im April 1843Unruhen u. Judenverfolgungen; imDec.d.J.wurdedieStadt von denÖsterreichern unter Windischgrätz u.im Juni 1849von den Russen unter Paniutin besetzt.In der Nähe, bei Blumenau, fand 1866 (22. Juli)das letzte Gefecht zwischen Preußen u. Österreichernstatt; derinzwischenabgeschlosseneWaffenstillstand be-wahrte P. vor preuß. Besetzung. i)H.Berns.s)Schwot.
Presse, bildlich die Gesammtheit der durch denDruck mittels der Buchdrncker-P. verbreiteten Schrif-ten, auch das gesammte geistige Leben, welches in ge-druckten Büchern, Zeitungen u. Zeitschriften an dieÖffentlichkeit tritt. Im engeren Sinne wird unterP. die politische Tages-P. verstanden, d. h. dietäglich od. in kurzen Zwischenräumen erscheinendenZeitungen, Zeitschriften u. Revuen, sowie alle durchden Druck vervielfältigten Schriften, deren Tendenzdie Mittheilung, Erörterung und Kritik der Tages-creignisse n.des öffentlichen Lebens ist. Die einfluß-reiche Stellung, welche die P. u. bes. die Tages-P.im Cultnrlcbcn cinnimmt, zeigt sich in dem Bildungs-stoff, welcher sie den Völkern zuführt und daß selbstdie größten Verächter der P. sie nicht entbehren kön-nen, da sie wie keine andere Institution in gleichemMaße die öffentliche Meinung vertritt. Mau nenntdie P. eine Großmacht n. allerdings mit Recht, dadie Pulsschläge des gesammten öffentlichen u. Cnltur-Lebens, die Eindrücke, welche die Tagesereignissehervorbringcn, in ihr zum Ausdruck kommen n. dieP. vermöge der Macht, welche sie auf die Gemütherausllbt einen bestimmenden Einfluß auf den Gangder Politik gewinnt u. den Nationen neue Ideen bei-