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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Passah -

Papst zurück und genoß sein besonderes Vertrauen,wie er dann 1853 ein Werk zur Vertheidigung derunbefleckten Empfängniß Mariä schrieb. Seine Flug-schrift pro causa, Italien, in der er 1859 die Ver-söhnung der Curie mit der nationalen Einigung Ita-liens u. Verzicht derselben aus den Kirchenstaat ver-langte, war der Anlaß, daß er 1861 Rom verlassenmußte. Er wurde Professor der Moralphilosophiein Turin. Im Sinne eines nationalen Katholicis-mns gab P. noch mehrere Schriften u. die politischeZeitschrift Noäiakors heraus. Seine Widerlegung

vonRenansLebcuJcsuerschicn1864zuTurin. 2iMr.

Passah, jüdische Ostern, so v. w. Pascha.

Passate, 1) 160 km langer Fluß im nordamcrik.Unionsstaale New Jersey,' entspringt im Morris-County, ist von der Stadt P. an schiffbar u. fällt inden Newark Bai des Atlant. Oceans; bei Patersvnbildet er einen 21 m hohen Wassersall. 2) Stadt indem gleichnamigen, 46,416 Ew. zählenden CountyNew Jersey, am gleichn.Flnsse, Knotenpunkt mehrererEisenbahnen; rege Industrie, lebhafter Handel, hatviele Wohnsitze reicher New Aorker n. 4368 Ew.

Pasiamagnoddh, 1) ein untergegangener Jn-dianerstamm in NAmerika, im Gebiete des heutigenStaates Maine. 2) P. Bai, ein Thcil der Fundy-Bai, s. d.

Passant (franz.), Durchreisender; auch gangbar.

Passarge, Küstenfluß im preuß. Negbez. Königs-berg, entspringt im Kreise Alleustein auf dem Pla-teau von Hohenstein, nimmt den Amelang, die Dre-wenz u. Walsch aus und mündet nach einein Laufevon 120 km, von denen nur 9 km schiffbar sind, 8 kmunterhalb Brannsberg ins Frische Haff.

Passäro (Capo P.), kleine Insel im SO. vonSicilien,mitFort, Sardellen-u. Thnnfischfang. Hier11. Aug. 1718 Niederlage der span. Flotte unterAntonio da Castaneta Lurch die englische unter Byng.

Passarowitz (Poscharvwatz), Kreisstadt im Für-stenthum Serbien, aus dem rechten Ufer der unterenMorawa; Stadt zwischen den Flüssen Morawa undMlawa, hat ein schönes Schloß; 6900 Ew. P. istdas alte Margum in Ober-Mösien. In der Ebenebei P. 285 Sieg des Kaisers Diocletianus über denKaiser Carinns. Am 21. Juli 1718 wurde hierFrieden od. vielmehr 24jähriger Waffenstillstand zwi-schen Österreich u. Venedig einer« u. der Türkei an-derseits geschlossen.

Passätstaub hat Ehrenberg 1847 den nament-lich in der Passatregion beobachteten zimmt- od. blut-sarbigen Staub genannt, welcher in einigen Gegen-den an der WKüste von Mittel- u. NAfrika sehr häufigdie Luft trübt und sich periodisch auch über Italien,Deutschland, ja bisweilen selbst über Schweden undRußland erstreckt. Der P. enthält Kieselerde, Thon-erde, Eisenoxyd, Manganoxyd, kohleusaure Kalk-erde, Talkerde, Kali, Natron, Knpferoxyd, Wasseru. organische Substanzen. Bei der mikroskopischenUntersuchung fand Ehrenbcrg feinen Qnarzsaiid u.sehr seinen gelblichen u. röthlichen Mulm, mit zahl-reichen (über 400) organischen Formen untermischtDer P. ist seit den ältesten Zeiten als sogen. Blnt-regen bekannt. Da er keine für Afrika charakteristi-schen Organismen enthält, kann nicht angenommenwerden, Laß er aus den WKllstcn Afrikas stammt.Ehrenbcrg glaubt seinen Ursprung aus einem, in denoberen Regionen der Atmosphäre in der Passatrcgion

— Passau.

, constanten nebelartigen Staubdepot ableiten zu kön-' neu. Der P. darf nicht mit dem sogen. Meteorstanbverwechselt werven, welcher kosmischen Ursprungesist, indem er von staubartig zcrtheilten Meteorsteine»herrührt u. als Staubregen niederfällt. Spechi.

Passntwlnde (Passate, engl, truäsrvinäs, d. h.l Handclswinde) heißen die innerhalb der Wendekreise! das ganze Jahr hindurch ans derselben Richtung(auf der nördlichen Halbkugel aus NO., auf der Ml.

! aus SO.) wehenden Winde, die durch die Zone derCalmcn von einander getrennt sind. Die P. ent-stehen,indcmdieamÄqnatorerhitzteLuft sich erhebtu.nachdenPolcnströmt,währendvondenPoleudichtere,kalte Lnftströine, die P., nach dem Äquator driugcn.Infolge der Kugelgestalt n. Umdrehung der Erde vonW. nach O. erhält der Passatwind auf der nördlichenHalbkugel eine nordöstl., derjenige ans der südl. Halb-kugel eine südöstl. Richtung. Die P. sind von großemVortheil für die Schifffahrt. Die Spanier nanntenden tropischen Thcil des Atlant. Oceans sl 6ol!oäs las itamas (Damenmecr), weil dort eine Damedas Steuer führen kann. Der Name P. rührt da-von her, daß die Spanier diesen Wind zur Überfahrt(passata) ihrer Segelschiffe von Spanien nach Bra-silien benutzten. Der Nordostpassai war es auch, derden Columbns 1492 von den Canarischeu Inselnüber den Atlant. Occan der Entdeckung Amerikasentgegenführte. Da damals die V. noch nicht be-kanur waren, flößte der constant vorhandene Nord-ostpassat den Begleitern des Columbns die Furchtein, sie würden nie mehr nach der Heimath zuriick-segcln können. Vgl. Wind. Specht.

Pltssnu, Stadtim Regbez. Niederbayern, an derDonau, wo von links der Inn, von rechts die Jlz sichin den genannten Strom ergießen; 281 m ll. d.M.;1875: 14,752 Ew.; Sitz eines Bischofs, Bezirkge-richts u. der Handels- u.GewerbekammerfürNieder-bayern; Garnison. Die Stadt (wegen ihrer schönen,an Koblenz erinnernden Lage auch Donau-Koblenzgenannt) wird Lurch dieFlüsseiudie eigentliche Stadt,in die Innstadt, die Ilzstadt u. die ehemalige FestungOberhaus getheilt; die erstgenannte liegtinden, Win-kel rechts der Donau u. links des Inn; eine 2l0,< mlange, 1818—1823 erbaute Brücke, 1874 ganz vonEisen neu hergestellt, führt über die Donau nachOberhaus, welches auf einem 130m hohen waldigenAbhänge deS Bayerischen Waldes liegt u. mit Unter-haus durch Werke verbunden ist; hier führt eine hän-gende Brücke „Drahtsteg" sür Fußgänger über dieDonau u. Verbinder die Altstadt mit demHolzgarten;auch überschreitet hier eine Holzbrllcke die Jlz nachder von Schiffern bewohnten Ilzstadt am Abhangedes Nonnberges. Über den Inn führt eine 223 wlange Holz- n. eine schöne steinerne Eisenbahnbrückevon dercigentlichenStadt nach LerJnnstadt; darüberdie Wallfahrtskirche Maria-Hilf mit großartigsterAussicht ans die Stadt u. den Thalkessel. Doniplatzmit demStandbilde KönigsMaximiliau I.; Domznmheil. Stephan (mit den Gräbern der Passaner ApostelValentin u,Maximilian,LesBischossHeinrich), zuerst639 aufgeführt; in seiner jetzigen überladenen Form1662—80 erbaut; bischöfl. Residenz, Gewcrbehallc,Theater, früheres Jesuitencolleginm mit Bilder-,Alterthümersammlnug u.Bibliothek, Seminar,Gym-nasium, Landwirthschafts- u. Gewerbeschule, Krall-kenhaus; an dem ehemaligen Canonikalhose, jetzige»