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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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pssosnili jus (lat.), Weidegerechtigkeit.

Pasch, die gleiche Zahl Augen der Würfel bei jeeinem Wurf im Würfelspiel.

Pascha (die syrische Form für das hebr Peßach,welches Verschonung, Ueberspringen, bedeutet), 1) dasOpfer, welches jährlich am 14. Nissan seit der Be-freiung der Israeliten dargebracht wurde u. in einemfehlerlosen, jährigen männl. Lamme od.Ziegenbvckebestand; es sollte an die Befreiung der Israeliten ansÄgypten u. insbsondere deren Verschonung von demSterben der Erstgeborenen erinnern. Das P. durftenur gebraten, nicht gesotten werden u. ward mit un-gesäuertem Brode u. bitteren Kräutern in der Nachtvom 14. ans den 15. Nissan gegessen; man durftenichts davon übrig lassen und kein Bein daran zer-brechen; was übrig blieb, sollte am Morgen ver-brannt werden. Bei dem Festmahl fand eine Erzähl-ung der wunderbaren Befreiung durch Gott statt(IInMnän) nebst Danksagungen und ward viermalein Becher Wein getrunken und der Wegen darübergesprochen. Seit der Tempelzerstörung wird nur einAndenken an das Opfer gebraucht. Diejenigen, welchewegen weiter Entfernung nicht mehr rechtzeitig zumTempel gelangen konnten oder welche durch Berühr-ung einer Leiche unrein waren, konnten das P. am14. des zweiten Monats darbringen. 2) Das Festder Verschonung, auch Fest der ungesäuerten Brodegenannt, vom Abend des 14. Nissan bis zum 2l.Nissan nach der Bibel, jetzt bis zum 22. gefeiert; allesGesäuerte soll aus dem Hause geräumt werden u. nichtsGesäuertes darf gegessen werden. Es heißt auch Festder Ährenreife (6llazx llanbid), am 16. Nissan, demTage nach dem Feste (welches die Sadducäer erklärten:.am Tage nach dem Sabbath im Peßachfeste) wardeine Garbe (Omer) der ersten reifen Gerstenfruchtgeschnitten, gemahlen, dreizchnmal gesiebt und alsErstlingsopfer dargebracht; vor Darbringung diesesErstlingsopfers durste von der neuen Frucht nichtgegessen werden. Der erste Tag des Festes soll nieauf Montag, Mittwoch od. Freitag fallen, damit derVersöhnungstag nicht auf Freitag od. Sonntag falle,was durch einen überzähligen (30.) Tag im 8. Monatod. durch einen weggelassenen (30.) Tag im 9. Monat,od. durch Combination beider,wobei aber auch astro-nomische Gründe mitwirkten, herbeigeführtwird. Fürst.

Pascha (v. pers. PN, Fuß, u. sollnir, König, da-her Stütze des Herrschers), Titulatur hoher Staats-beamten u. Generale des türk. Reiches, denen früherje nach ihrem Range I, 2 od. 3 Roßschweife voran-getragen wurden. Jetzt werdendie militärischenP-sin Muschirs (commandircnde Generale), Feriks (Ge-nerallieulenants) n.Liwas(Generalmajor) eingetheilt.

Paschälis, Päpste: 1)P.I., ein Römer, Sohndes Maximns Bonosus; war Abt im Benedicnner-kloster bei St. Peter in Rom, wurde unter Leo III.Cardinalpriester u. nach Stephan IV. 25. Jan 817zum Papste (101.) erwählt; da er sich vor der kai-serlichen Bestätigung hatte weihen lassen, so entschul-digte er sich bei Ludwig dem Frommen mit dem Vor-gehen, daß er zur Annahme der Papstwürde gezwun-gen worden sei. 823 krönte er Lothar!. zumKaiser.Er trat entschied,!, gegen die Bilderstürmer auf, sandteMissionäre nach Dänemark u. machte mehrere frommeStiftungen. P. st. lO.Febr.824, nachdem er sich kurzzuvor von der Schuld an der Ermordung mehrererGetreuen des Kaisers in Nom durch einen Eid ge-

> Pas de Calais.

reinigt. Gedächtnißtag 14. Mai. 2) P. II., vorherNaiuier od. Raginger, geb. zu Biedo in der DiöcesevonViterbo; ging nnrer die Regulirten Chorherrenwurde unterGregorVIk. Cardinalpriester u. 3.Aug!1099 auf den Päpstlichen Stuhl gehoben (der I6K.Papst). Ein Mann feurigen Geistes, wie Gregor, «u. eifriger Bertheidiger der Hierarchie, entbehrte er ?dessen Festigkeit im Charakter. Nachgiebig gegen §König Philipp von Frankreich in dessen Ehesache, !isowie gegen England wegen der Investitur u. dem sLehnseid derBischöfe, zeigte er sich gegcnHeinrichlV. k.energisch n. brachte es dahin, daß dieser zu Gunsten ziseines Sohnes Heinrich entsagte; als dieser aber l--Kaiser geworden, zog er 1110 nach Rom u. zwang eden Papst, ihm als Kaiser das Jnvestiturrecht und 'die unbedingte Krönung zuzngestehen. Zwar krönte ser den Kaiser, ließ aber infolge der Vorwürfe derCardinäle auf der Synode 1112 die anderen Zusa- !gen als erzwungen n. deshalb ungiltig erklären u. slhat den Kaiser in den Bann. Der Jnvestiturstreit lbegann vonNeuem, u. als Heinrich V. 1117 wieder >nach Rom zog, entwich P. nach Benevent; nach des s,Kaisers Abzug kehrte P. mit Hilfe der Normannen inach Rom zurück n. st. 21. Jan. 1118. Z) P.III., 7vorher Guido, 1164 von der kaiserlichen Partei als >Gegenpapst Alexanders III. gewählt; residirte in Bi- stcrbo und ward 1167 vom Kaiser mit Gewalt nachRom geführt, st. aber schon 1168. vagai.

Paschafius, Radbertus, der Heilige, Abt zuCorbie in Frankreich, geb. um 786 in der Gegend svon Soissons; wurde nach dem frühen Tode derEltern von Benediclinerinnen in Soissons aufge-zogen, ergab sich aber in seiner Jugend einem welt-lich ausgelassenen Leben. Er zog sich, ernster ge-worden, in das Kloster Corbie zurück, dessen ÄbteALelhard und nach diesem Wala ihn anszeichnetcn. f844 wurde er selbst zum Abt gewählt, zog sich aber '851 in die Abtei St. Riqier zurück, um in Muhe (ganz seinen literarischen Arbeiten zu leben. Er sscheint nach 860 in Corbie gestorben zu sein, und ist !dort begraben. 1070 wurden seine Gebeine in die °Peterskirche von Corbie gebracht, und er führte vonda an das Prädicat heilig. P. ist ein Vorläufer derScholastik und hat in seinem Buche: Os corpore etsanLrnins Ollristi, die Grundgedanken des katholi-schen Abendmahlsdogmas ausgesprochen. Ebenso inder Lehre von der stets unverletzten Jungfräulichkeit !der Maria hat er das Mariendogma u. den Marien- !cult des Mittelalters angebahnt. Seine Schriftenvollständig in Mignes Patrol., Bb. 120. Vgl. Hans-Her, Der heil. P. Radbertus, Mainz 1862. Mst»'

Paschen, Schleichhandel treiben; davon Pascheru. Paschhandcl, s. u. Schleichhandel.

Pasco, s. Cerro de Pasco.

Pascuaro (Patzcuaro), Stadt am gleichnamigenSee im mejican. Staate Michoacan; Znckerplanta- ^gen, Zuckerfabrikation u. Bergbau; 6000 Ew.

Pas de Calais, 1) Departement in NFrankreich; fgrenzt im W. an die Meerenge von Calais und de»Canal (la Manche), im N. n. O. an das Dep.Nord ^und im S. an das Dep. Somme; 6605,g, Usinn(119,„(UM) mit (1876) 793,140Ew. (ansl^lM f115, in ganz Frankreich 68,g). Das Dep. ist meist ,eben und wird durch eine 175—21L na hohe Hügel-reihe in 2 gleich fruchtbare Regionen getheilt; längsder Meeresküste liegen viele Sandhngel, die durch