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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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?as — Pascals Lehrsatz.

Zuversicht, was ihn quäle. Du genest der Kranke u.überstrahlt a» Schönheit alle Welt. P. empfängt dieKönigSkrone. Er eilt seiner Gattin, die er in 5>/zJahren nicht gesehen hat, und seinen Knaben ent-gegen und findet sie auf dem Plimizol. Hieraufübergibt er seinem Sohne Kardeiß die Krone desweltlichen Erdreiches, wohin der neue König abreist.Dann zieht P. niit Kondniramnr und Loherangrinmch MontsalvaS. Unterwegs findet er die treueZigune todt über denSarg ihres Schianatnlanderhingesunken. Feicefiß empfängt, nachdem Ure-pansc de Joie ihm ihre Hand zugesagt hat, dieTaufe. Nach 12 Tagen begibt er sich mit ihr in seinReich. Dort gebar sie den später sog. PriesterJohannes (s. d.), dessen sagenhafte Persönlichkeitauf diese Weise mit dem Gralmythns in Verbindunggebracht wurde. Wolframs Dichtung schließt mit derSage von Loherangrin, dem Ritter mit demSchwane (s. Lohengrill). G. Zimm-rm-mu.

passsr.), Bewcgnng mit den Füßen, wie sie bei de»verschiedenen Tänzen Vorkommen; dann ganze Tänze,welche durch zwei, drei u. mehrere Tänzer zugleichausgeführt u. nach der Zahl derselben O. äs äsux,?. Lo trois genannt werden. Im Franz, auch ue-ganvc Artikel.

Pasages, Los, Flecken in der span. Prov. Gui-puzcoa, an einer seeartigen Meeresbucht des Meer-busens von Vizcapa, ostl. von San Sebastian; Fort,Marinearsenal, versandeter Hafen; 1335 Ew.

Pasastier, Passagini, eine der vielen im Mit-telalter auftauchenden christlichen Seelen, erschienengegen Ende des 12. Jahrh. in Italien, leugnetendie Gottheit Christi, n. hielten alle Gebote des A. T.,mit Ausnahme der Opfer für verbindlich, beob-achteten u.a. daher auch das Gebot der Beschneidnng.

Pasargädä, 1) die alte Residenz der persischenKönige, deren Erbauung die griechischen Historikerwol mit Unrecht erst dem Khros (530 v. Ehr.) zn-schreibcn, dessen Grabmal hier war. Hier erhieltendie Persischen Könige beim Regierungsantritte dieWeihe durch die Magier. Alexander d. Gr. eroberteSSt P. u. ordnete hier die Angelegenheiten des Per-sischen Reiches. Ihre Lage ist schwer zu bestimmen.Man setzt sie entweder in das Thal des Pnlvar un-weit Persepolis oder zwischen die heutigen StädteDarab u. Fasa im SO. von Schiras in Farsistan.2 ) Der vornehmste Stamm der Perser, dem dasKö-mgsgcschlecht der Achämcniden angehörte.

Pascagoula River, etwa 300 üm langer Flußim Nordamerika». Unionsstaate Mississippi; fällt indie Pascagoula Bai des Golfs von Mejico; ist etwaIW lrm weit für kleinere Fahrzeuge schiffbar.

Pascal, Blaise, berühmter franz. Mathema-tiker, geb. lg. Juni 1623 zu Clermont in Auvergne,studirte in Paris Mathematik u. Naturwissenschaften,löste angeblich schon in seinem 12. Jahre mathema-tische Probleme, schrieb im 16. eine Abhandlung überdie Kegelschnitte u. erfand im 19. eine RechenmaschineSeit 1616 hemmte Kränklichkeit den Flug seines Gehsies u. er widmete sich später (nach der gewöhnlichenMeinung, infolge einer wunderbaren Errettung ausLebensgefahr ans der Brücke in Ncuilly) einem strengasketischen Leben, trat 1653 zu den Eremiten in PortRoyal, »ahm an dem Streite Armands gegen dieJesuiten theil, Unterzeichnete zwar die päpstlichenKonstitutionen über die Verdammung des Jansenis-

mus, blieb aber seiner Ansicht rlicksichtlich der Jn-fallibilität des Papstes treu und st. 19. Aug. 1662.P. war eine frühreife aber auch früh abgelebte Na-tur u. hätte, wenn er sich nicht mehrfachen Extrava-ganzen hingegeben, auch ein verdienstvoller Philo-loge werden können. Von ihm rührt die Entdeckung,daß die vorher ans dem Horror vaoui erklärten Er-scheinungen durch die Schwere der Luft bedingt sind,sowie er Lurch das arithmetische Dreieck neue Wegefür Auflösungen ans der Wahrscheinlichkeitsrechnungangab u. wichtige Eigenschaften der Cycloide entdeckte.Er schr.: Oss Öravinoiaiss ou Osttrss öeritss purOonis äs Nontmlbo (d. i. Pascal) ä un Oroviaoiniäs sss amis st aux OO. OO. ässuitos sur lg. moralsst la politigus äs sos pörss, Paris 1656 u. ö. (inmehr als 60 Aust.), mit W. Wendrocks (d. i. Nicoles)Anmerkungen 1712 (deutsch Lemgo 1773—75,3 Bde.,sie erweisen, daß die Sittenlehre der Jesuiten seelen-verderbliche n. staatsgefährliche Jrrthllmer enthalte);Oonsöos sur In rsIiMon et mir guslguss autrss su-ssts (für den Ofsenbarnngsglanben), Par. 1669 u.ö., kritische Ausgabe von Fanchöre, ebd. 1844,2 Bde.,deutsch von Schwarz, Lpz. 1844, 2 Bde., später vonMerschmann, Halle 1865; Osuvros ovmplstss, her-ausgegeben von Bossut, Par. 1779, ebd. 1816,2 Bde.,1819, 5 Bde., von Lemcrcier, ebd. 1830, 2 Bde.,deutsch von Schwarz, Lpz. 1831, 2 Bde., von Blech,Berl. 1839 — 41, 3 Bde. Seine Schwester, Gil-berte P. (geb. 1620), verwittwcte Perier, beschriebsein Leben vor seinen Osnssss sur la rskiAion, außer-dem Bossut (vor Ausg. der Werke P-s) u. Raimond,Par. 1816 ; vgl. Renchlin, P-s Leben u. Geist seinerSchriften, Stuttg. 1840; Cousin, Oos psnsöss äs?.,Par. 1844; Vinet, Ötuäss sur Ol. l?., ebd. 1848,3. A. ebd. 1876; Dreydorff, P.,sein Leben u. seineKämpfe, Lpz. 1870; Derselbe, P-s Gedanken überReligion, ebd. 1875; Ecklin, P., Bas. 1870. Specht.»

Pascals Dreieck (Arithmetisches Dreieck), dieAnordnung der fignrirten Zahlen aller Ordnungen,in welcher die nteZahl irgend einer Ordnung links ne-ben der (n-f-l)ten der vorhergehendcn Ordnung steht.

n. s.w. Die Zahlen der ersten Ordnung sind sämmt-lich 1; dt« der zweiten die natürlichen Zahlen; die derdritten 1, 3, 6, 10 . . . ; in P. D. bildet also jedeOrdnung eine von links oben nach rechts unten lau-fende Zahlenreihe. Jede Zahl wird gefunden, in-dem man die unmittelbar über ihr stehende zu derlinks von dieser stehenden addirt (fehlt eine derselben,so wird 0 für sie gesetzt). Die Zahlen der nten Ho-rizontalreihe ohne die erste sind die Binomialcoeffi-cienten (s. d.) für den Exponenten n. Pascal hat sichdieses Dreiecks in einer 1665 erschienenen Schriftbedient, um Aufgaben ans der Wahrscheinlichkeits-s rechnung aufznlöjen, ist jedoch nicht der Erfinoer dcs-s selben. Buchrucker.

! Pascals Lehrsatz: Wenn man in einen Kegel-schnitt ein Sechseck einschreibt u. die einander gegen-Aiberliegenden Seiten bis zu ihren Durchschnittenverlängert, so liegen die drei Dnrchschnittspnnkle in^ gerader Linie.