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Püvmer —
Mtdoppelt-dreizähligenStengelblättern u.sehr gro-fenrothen oder weißen Blüthen; 5 bleibende Kelch'Mer, 5 u. mehr Blumenblätter; 2—5 nach innen„springende Früchtchen. Arten: ?. oksioinaiisMr (Genieine Pfingstrose, Gichtrose, Päonie),ji, Gebirgswäldern Südenropas, V 2 —Vt m hoch,mit länglich ovalen, lanzettförmigen unterseits etwasglänzenden Blättchen, großer Wurzel, deren Fasernz» gestielten, stellenweise dünneren Knollen ange-schwollcn sind n. initgroßcn, schönen, einzelnstehen-den, pnrpnr-, auch Hellrothen n. weißen, oft gefüll-ten (Ist t'oLtiva Danse/r.) Blüthen, in Gärten; l?.perogrina ü/l/l., in Tirol, Frianl, Krain rc., ist inalle» Theile» kleiner, als die vorige; Wiirzelknollenschmäler u. länger, Blättchen unterseits weißlichlauchgrün, matt; ?. eoraliina Ä-Nr.. in Wäldern inCalabrie», auch bei Reichcnhall n. in Südfrankreich rc.,Wurzel» dick, spindelförmig, ästig, ohne dünnereStellen an den Knollen; Samen korallenroth. Vondiesen allen sind mehrere Theile offieinell; die Wur-zel (Ilai.i.iiaoonia,o), frisch unangenehm riechend, ge-gen Krämpfe angewcndct, Besten,dthcil inehrcr äl-terer Compositioncn, z. B. des Markgrafenpnlvers;die glänzend schwarzen, erbsengroßen, ein fettes Ölenthaltenden Samen von l?. oklioinnlia u. bst psrs-Zrina werden bisweilen an Fäden gereiht als Kettenetragcn. Außer mehreren in Europa u. Kleinasieneimischen Arten dient als Zierpflanze namentlich:k. Ilontan Kn. (k. arbaroa cklvn.), 1 m hoherStrauch ans dem nördl. China, mit länglich eiför-migen, unterseits graugrünen Blättchen, von denendie mittleren vorn Zspalng cingeschnitten sind n. mitsehr großen rosarothcn, am Grunde dunkler gefärbtenBlumenblättern; auch gefüllt blühend, wohlriechend,in China in zahlreichen Varietäten. Engter.
Päonier, Völkerschaft in Makedonien, die Land-schaft PLonia bewohnend. Nach der Sage waren dieP. Abkömmlinge der troikchen Tcnkrer, wahrschein,sicher jedoch gehören sie zu dem itlyr. Volksstainm.
Päonin, so v. w. Aurin.
Päoinos (Paionios), 1) P., ans Ephesos, alt-griech. Baumcister, nm4l 5—380v. Chr., vollendetemitDemetrios den Tempel der Artemis zu Ephesos.2)P. von Mcndc in Thrakien, Bildhauer, lebte um440 v, Chr. arbeitete initAlkamenes an den Scnlp-tiimi des Tempels zu Olympia. Bei den Ausgrab-ungen daselbst sind von ihm mehrere Werke, daruntereine Nike-Statue, gefunden worden. Regnet.'
Papa, 1) einer der ersten Kinderlante, beim Ver-suche einer Ausbildung des Sprachvermögeus, Be-zeichnung für Vater, auch iu späteren Jahren; 2)(gr., d. i. Vater), ursprünglich die Bezeichnung füralle, namentlich aber die höheren Geistlichen, daunEhrenname der Bischöfe, bis Gregor VIA. im Jahre1075 denselben zum ausschließlichen Titel des röni.Bischofs machte.
Papa, Stadt im nngar. Comitat Veszprim,Station der Nngar.Westbahn; stattliches Schloß desFürsten Esterhazy, prächtige kath. Pfarrkirche von1773,Irrenanstalt, rcformirtesLyccnm,Ober-n.Un-tergyninasium, Fabriken in Tuch, Papier, Steingut,Thonpscifen rc., Prodncrcnhandel; 1860: 14,223En>., darunter viele Inden. Hier 12. Juni 180!)Gefecht zwischen Franzosen n. Österreichern.
Papageien (das Wort ist von ungewisser Ableit-ung,viclleichtvomarab.bnbnKL), NsittaoiKtncksv.,
Papageien.
Ordn. der Wirbelthier-Klasse der Vögel. Kopf rund,Schnabel kurz, dick, Oberschnabel hakig gekrümmt, kür-zer als hoch, am Grunde mitWachshaut, stets beweg-lich mit dein Schädel verbunden. Unierjchnabel ver-kürzt, napifürmig. Zunge fleischig, Spitze kolbig ver-dickt, dientalsTastorgan. Flügel ».Beine kurz. Schienebis zur Ferse befiedert. Lauf netzartig getäfelt. Klet-terfüße. Schwanz verschiedenartig, mit 12 Stener-federn. Gefieder breit, matt, meist grellgefärbt, inder Färbung ist Grün am häufigsten vertreten. 40VArten, verlheilt über die hcißenGegenden aller Erd-theile, nur wenige gehören der gemäßigtenZone an.In NAmerika gehen sie bis zum 43. Grad n. Br.,in SAmerika bis zum 55. Grad s. Br., in Asien da-gegen nur bis zum 27. Grad n. Br. Amerika besitztdie größte Artenzahl, dann folgen zunächst Austra-lien u. die Molukken mitzahlreichenArten, wenigereArten weist Asien auf u. artenarm ist Afrika, wo sieim äquatorialen Theile gefunden werden. Europahat keineP. Die P. sind Waldvögel, selten Erdvögel»Luc klettern greifend mit Fußen n, Schnabel. IhrGang ist schlecht, ihr Flug nicht ungeschickt. AlsNahrung dienen ihnen Banmfrnchte, Mais n. son-stige Früchte, welche sie mit dem Fuße greifen undhalten, nur sic mit dem Schnabel zu zerkleinern.Öft richten sie furchtbare Verwüstungen in Pflanz-ungen an. Nefteier meist nur 2, rundlich, weiß undglatt. Brüten gewöhnlich nur einmal im Jahrs.Männchen n. Weibchen leben in großer Zärtlichkeitzusammen; ihre Rester bauen sic in hohlen Bäumenod. Felsenlöchern. Die Jungen kommen ganz nacktaus dem Ei und ihr Kops ist dann im Verhältnis;,zum Körper sehr groß, erst nach 2—3 Monaten sindsie ganz mit Federn bedeckt und bis zu ihrer erstenMauser bleiben sic in Gesellschaft der Eltern. Diemeisten P., welche man nach Europa bringt, werdenjung eingefangen u.in ihremGebnrtslandc erzogen;man fängt sie aber auch alt, indem man sie entwe-der mit dem Samen der Baumwollenstande betäubtoder mit stumpfen Pfeilen für den Augenblick lähmt,ohne sie zu tüdten. Beide sind zähmbar, junge besserals alte. Wenn sie nicht folgen wollen, so bestraftman sie, indem man sie z. B. in kaltes Wasser taucht,was sie fürchten, oder man bläst Tabaksranch nachihnen. Der graue Pagagai n. die grünen Amazo-nen, besonders die gelbköpfige Amazone (?sirta'nsoesiroesplnrins), lernen am leichtesten sprechen undMelodien pfeifen u. werden sehr zahm, hacken aberauch dann oft noch nach der Hand od. dem Gesichtesich ihnen nahender Fremden. Die Kakadus sindunter Allen noch die friedlichsten und zutraulichsten.Die P.verlangen im Sommer n. Winter eine gleich-mäßige, trockene Wärme und bes. sind sie vor Nässeund Zugluft zu schützen. Der Käfig muß ganz vonMetall u. so geräumig als möglich sein, auch 4—5Fuß über dem Boden ausgestellt werden. Die Aras,auch wohl die KakadnS, hält man gewöhnlich freiauf einer senkrechten Stange mit Qnerstange. AlsFutter gibt man den P. gewöhnlich guten, reinenHanf, neben dem man sie aber bei Zeiten auch anandere Körnernahrung gewöhnen muß. Außerdemgibt man ihnen auch in Wasser oder Milch gelegteu. daun wieder ansgedrnckte Semmel, od. Semmel-milch mit Weizengries untermischt, im Sommerauch süße Früchte, als Pflaumen, Süßkirschen rc.,Salat. Süße Mandeln lieben sie, aber bittere, sowie