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Paläologen
olter, 1871, 2.A.1875. Daß zahlreiche Ausg. alterSchriftsteller paläogr. Bemerkungen u. Abbildungenenthalten, bedarf kaum der Erwähnung. Eberhard.
Paläologen, die letzte Dynastie des Byzantini-schen Reiches. Sie gelangte auf den Tyron durchMichael (VIII.) Paläologos, welcher 1259 Kaiservon Nikäa (s.d. 1) u. 1261 durch Wiedergewinnungvon Constantinopel Kaiser des Byzantinischen Rei-ches (s.d. II. §.) wurde. Ihm folgten: Andronikos II.,Andronikos III., Johann V. und VI., diesem dieKantakuzeuos, Andronikos IV., Johannes VII.,Emanuel II., Johann VIII.; der letzte Kaiser die-ses Hauses war Constantin XI., welcher 1458 beider türkischen Eroberung von Constantinopel seine»Untergang fand. Eine Secundogenitur der P. wardasDespotat Misithra in Morea, wo die Prinzendes Kaiserhauses 1383 bis I486 regierten, s. u. La-konika (Geschichte). Die P. von Morea flohen nachder Eroberung dieses Landes durch die Türken nachItalien. Diese Familie thcilte sich, indem ein Zweignach Stambul ging, mit den Osmanen seinen Frie-den machte und zum Islam übertrat. Des letztenmoreotischen P. Tochter Zo'ö (Sophia) heiratyete1472 den russischen Großfürsten JwanIII. Wasilje-witsch, ihre Tochter Helena Len Jagellonen Alexan-der I. von Polen. Später auftretendcFamilien desNamens P. stammten nicht von der kaiserlichen Dy-nastie, sondern von peloponnesischen Adelsfamilicnund von vornehmen Fanarioten, die sich Len be-rühmten Namen einfach beigelegt hatten. Hertzberg.
Politologie, 1) Anhänglichkeit an alte Lehren,im Gegensatz zur Neologie. 2) Alterthllmerknnde.3) So v. w. Paläontologie.
pslseonisous Marnv., fossile Fischgattung hetero-kerkaler, kleinschuppiger Ganoiden, welche bereiis inder Steinkohlensormation vertreten ist. k. IVeiss-Ivbeui A.A., besonders häufig im Kupferschiefer vonMansfeld.
Paläontographie (v. Griech.), Beschreibungder fossilen Überreste der Vorwelt.
Paläontologie (Petrefactenkunde), die Lehrevon den in der Vorzeit vorhanden gewesenen Or-ganismen, eine der wichtigsten Hilfswissenschaften derGeologie (s.d.). Sie zerfällt in diePaläophytologicod. P. der Pflanzen, und die Paläozoologie, od. P.der Thiere. Diese Theile können, so weit sie sichwesentlich mit Organisationsverhältnissen beschäfti-gen, als Theile der Botanik u. Zoologie aufgefaßtwerden. Die P. untersucht aber vornehmlich auchdie Beziehungen der fossilen organischen Reste zu dengeologischen Formationen u. wird dadurch zu einerselbständigen Wissenschaft. Literatur: A. Goldfuß,ketrslaota Oerwuuiag, Abbildungen u. Beschreib-ungen der Petrefacten Deutschlands u. der angren-zenden Länder, DllsselL. 1826—44; A. Brongniart,Listolrs des Vegstaux kossiles, 2 BLe., Par. 1828bis 1838; F.A.Quenstedt,PetrefactenkundeDeutsch-lands,Tübing. 1845—73; Derselbe, Handbuch derPetrefactenkunde, Tübing. 1867; W. Bunker u. H.v. Meyer (seit 1868 W. Bunker u. K. Zittel), ka-lLöoutograpüioa. (ZeitschriftfürBciträgezur Natur-geschichte der Borwelt), Kassel seit 1846; Bronn n.F. Römer, I-otturoa googuostioa, od. Abbildung n.Beschreibung der für die Gebirgsformationen be-zeichnendsten Versteinerungen, 3'Bde. Text u. 124Taf. Abbildungen, 3. A., Stuttg. 1851—56; F.J.
— Palast.
Pictet, ssiraits äs ?alöontolop;is, 2. A., Par. 1853bis 1857; C. Vogl, Lehrbuch derGeologie u. Petre-factenknnde, 2 Bde., 3. A., Braunschw. 1866—73;W.P. Schimper, 'Iraitsäskaieoutologis vvgstals,on liistoiro naiurolls dos plautss kassilss, Par.1869—72; H. A. Nicholson, -LLlanual okkalason-toloM, Lond. n. Edinb. 1872; K. A. Zittel, Ausder Urzeit, Bilder aus der Schöpfungsgeschichte, 2.
A., Münch. 1875; Derselbe u. Schimper, Handbuchder P. (seit I876im Erscheinen begriffen). L-hmann.
pslseotboeium, fossiles Geschlecht der Unpaarzeher; !hat jederseits 7 Backenzähne, 6 Vorderzähne, 2 Eck-zähne in jeder Kinnlade, 3 sichtbare Zehen an je- !dem Fuß; Rücken gebogen, Hals lang und ausrccht; itapirähnlich; scheint wasserreiche und sumpfige Ge-genden bewohnt zu haben. Von den Paläotheridensind Lurch eine ununterbrochene Formenreihe un-sere heutigen Pferde abzuleiten. Gegen 12 Arten,vorzüglich in Mitteleuropa, traten mit Anfang dertertiären Periode auf und gingen mit Ende der-selben unter. Arten: ?. minus (von Schafsgröße),k?.orassum (wieSchwein), k. msdiuiu (ebenso groß,
Las häufigste), ?. ma^uum (wie ein Pferd), 1°.maximum (wie Nashorn).
Paläozoische Periode (Geogn.), s. GeologischeFormationen.
Paläphätos, Grammatiker aus Ägypten oderAthen; seinen Namen trägt ein ehemals vielbenutz-tes Schulbuch: //cpr a/rr'arw^, bestehend aus 53mythologischenErzählungen mitErklärungen, welchedie Mythen historisch od. allegorisch zu deuten suchen.Beste Ausgabe von Westermanii in seinen Llzbüo-grapüi Oraoel, Braunschw. 1843.
Palaprat, Jean, Seigneur de Bigot-P.,sranz. Lustspieldichter, geb. im Mai 1656 in Tou-louse; wurde 1675Capitoul u. 1680 Chef des Con-sistoriums der Akademie der loux üoraux zu Tou- itonse, kam später nach Paris, wo er Secretär desHerzogs von Bendvme wurde u. allein einige mittel-mäßige, dagegen mitBrueys einige bessercLnstspieledichtete (das berühmteste: lüa.vooabl'atoliti). Sein iAntheil an diesen Stücken hat sich nicht seststellen llassen. Oeuvres äs Par. 1711, 1735, 2 Bde.; iOsuvrss de k. et de Lrus^-s, 3 Bde., Par. 1753,
2 Bde. 1812. Bolch-ri. i
Polar (Palaru, tamilisch), Fluß in der indobrit. !Präsidentschaft Madras, entspringt auf dem Hoch- tlande von Bangalur in OMaisur und mündet, nacheinem östlichen Laufe von 320 icm im Anfang durchein steiniges, trockenes, dann durch ein reiches, frucht-bares Land, bei Sadras in den Meerbusen von Ben-galen. Inder heißenJahreszeit ist ersastwassertos.
Paläsimnndu class. Name von Ceylon (s. d.).
Palast (v. lat. kakatium, im Franz. Calais),das Wohngebäude, resp. die Residenz eines Fürstenod.auch eines reichen od. vornehmen Privatmannes.Durch großartige Anlage, reiche, imposante Fan-den, geräumige Hallen, freie Höfe, große Treppen-anlagen und großartige Räumlichkeiten im Innern,wie Fest- u. Empfangsäle, Vestibüle n. dgl. zeichnetsich ein P. vor anderen bürgerlichen Wohngebäudenaus. Ans dem Mittelalter sind nur wenige derartigeBauten auf uns gekommen, wie z. B. die Neste desKaiserpalastes zu Gelnhausen, die Kaiserpfalz zuGoslar, der sehr großartige P. der Päpste zu Avignonund einige Paläste in Italien, bes. in Venedig. Um