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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Mastaba — Mastdarmeiitzünduiig.

die Länge zusammengesetzt aus zwei, drei, auchwol vier übereinander gebauten, nach oben hin immerschwächer werdenden Stücken oder aus einem einzi-gen Stamm gefertigt (Pfahl-M.); letzteres bei denmeisten einmastigen Schiffen u. bei fast allen Kähnen,wenn er auch (wie bei den Oderkähnen) bis 30—40 mhoch wird; er geht dann oben in eine mehr od. we-niger schlanke Spitze, den To pp aus, der auf seinemEnde den Wimpel trägt. Die zusammengesetztenM-en bestehen aus den Unter-M-enu. den St en-gen; ein M. mit nur einer Stenge heißt Schoo-ner-M., mit mehreren voller M., Vollschiffs-oder Fregatt-M.; bei ihm trennen sich die Sten-gen in der Reihenfolge von unten nach oben, inMarsstengen, Bramstcngen n. Oberbram-stengen, die beiden letzteren meistens aber auseinem Stück bestehend. Ein solcher zusammengesetz-ter Ri. erreicht bei Len größten Schiffen eine Ge-saminthöhe bis zu 65 in, wovon fast die Hälfte aufden Unter-M. kommt. Auch die oberen Enden derUntcr-M-en u. der Stengen heißen Toppe, sind abernur etwas verjüngt und oben stumpf abgeschnitten.Dem Material nach unterscheidet man hölzerne(von Fichten-, Tannen- oder anderem Nadelholz),eiserne und stählerne (beide aus gewalzten Ble-chen) M-eu; die elfteren sind immer voll, die beidenletzteren hohle Cylinder, die zuweilen durch Eckeisenverstärkt sind. Die hölzernen können nur in denschwächeren Dimensionen aus einem Stück gefertigtwerden; die stärkeren, uamentlichKriegsschisis M-en,die im Allgemeinen schwerer coustruirt sind, als dieder Handelsschiffe, werden aus 3 — 9 Stücken z u-sammengebaut; diese werden dann, nachdem siesauber zusammengefügt, verbolzt u. abgerundet sind,durch eine große Zahl ausgetriebener Ai-ringe zu-sammengehalten. Da die eisernen ».stählernen M-enbis zu 20 "/o, bezw. 25 °/„leichter sind als hölzernezusammengebaute von demselben Durchmesser unddabei dauerhafter, so finden sie neuerdings vielfachAnwendung, selbst in der Handelsmarine. Die eiser-nen Unter-M-en der großen Panzerschiffe haben bis1,i m Durchmesser, so daß man also in ihrem In-nern bequem aus- u. nicdersteigen kann, und wiegenbis zu 400 Ctr. Der Zahl der M-cn nach theiltmau die Schiffe in Einmaster (Jachten, Kutter,Sloops rc.), Zweimaster (Schooner, Briggs rc.)u. Dreimaster (Dreimastschooner, Barken, Voll-oder Fregattschiffe); es gibt aber auch Viermaster(mehrere große Packetdampser), Fünfmaster (die engl.Panzerschiffe Minotaur, Agincourt u. Northumber-land) u. einen Siebenmaster (Great Tastern). DervordcrsteM.heißtimiuerFock-M.,derzweitcbciDrei-mastern immer, bei Zweimastern, wenn er dem vor-deren im Charakter u. an Höhe entspricht, Groß-M.; ist er bei Zweimastern wesentlich kleiner als dererste, so heißt er wie bei den Dreimastern der letzte,wenn dieser ein Schooner-M. ist, Bcsahn-M.;ein frcgattffch getakelter dritter M. heißt Kreuz-M.Die dicken lluter-M-cn fahren an der Rückseite ge-wöhnlich noch eine parallele Spiere, Schnau-M.genannt, an welcher das Vorliek des Gaffelsegelsaus- u. uicdergleitet. Um ein Durchbiegcn des M-esnach vorn durch die Anspannung der Stage od. denDruck der Segel möglichst zu verhindern, gibt mangroßen Unter-M-eu, an der Vorkante oberhalbdes Oberdecks noch eine M-schale als Verstärkung,

die bis zu den Backen hinauflänft. Die zusammen-gesetzten M-en haben an dem obere» Ende mehr odminder kräftige knieförmige Verstärkungen, Backengenannt, welche die Sahlingen u. mittels dieser denMars (s.d.) tragen. Unten stehen die M-en mit einemZapfen (Spur) entweder direct im Kielschwein oderin einem, aufdieses aufgesetzten Klotze, der M-spur-große eiserne M-en gehen in der ganzen Dicke bisauf eine horizontale Spnrplatte hinab, wo sie mit

einem entsprechenden, sie festhaltendcn eiserncnKranzeumgeben werden. Juden runden Dnrchgangsstellen

durch die Decks werden die M-en mit fichtenen M<keilen gegen die Decks abgekeilt, die Kopfendendieser Keile zu einem Kranze um den M. abgerun-det und von dein M-kragen bedeckt, einem überihnen um den M. gehefteten Mantel von getheerterLeinwand, der das Durchsickern von Wasser verhin-dert. Die Toppe der Unter - M-en werden durch dieWanten n. Stage in ihrer Lage gehalten (s. auch dieTafeln unter Rundholz u. Takelage). Fest.

Mastaba (ägypt. Aut.), so v. w. Mausoleum,Grabtempcl.

Mastin Ferrctti, s. Pius IX.

Mastdavin (Aftcrdarm, Intestinum rsetnm)siehe unter Darm. Die SN-Arterien stammenaus verschiedenen Quellen. Die stärkste unpaarc 4.iiasiuorriloick. sup. kommt von der unteren Gekrös-Arterie (s. Bauch, Bd. II, S- 765), die paarige 4.iiaemorrli. insä. stammt aus der A. puäsnäa com-munis oder direct aus der lh-pwAastrica; die eben-falls paarige dünne A. Iiaemorrli. externa oderinksr. stammt stets aus der L.. puäsuäa. Die Venendes M-s sind ungemein stark entwickelt und bietenzahlreiche Anastomosen; sie geben die Veranlassungzur Bildung der Hämorrhoidem (s.d.); sie gebe» ihrBlut theils durch die V. Iiaemorrli. sup. an dielPfort-ader, theils durch die V. Iiaemorrli. msä. st inker.an die V. cava inkerior ab. Auch an Lymphgefäßenist der M. sehr reich, und erklärt sich hieraus der Um-stand, daß Eiterungen am M. sehr leicht zu septischenJnsectioneu führen können. M-vereugerung,sov. w. Strictnr des Afters. M-verschließung, s.Afterverschließung. Jahn.

Mnstdar»t-Blasen-Schcidc»fistel,dieäußerstselten vorkommeude Verbindung einerBlasenscheiden-fistel mit einer Mastdarmscheidcnfistel, so daß Harnu. Koth durch die Scheide abgeht. Kunze.

Mastdarmblntfluss, Blutung aus den Gesäßendes Mastdarmes. Kommt vorzugsweise vor bei Hä-morrhoidariern, welche große Venenausdehnungen(Varicen) am Mastdarmringe haben, bisweilen beiMastdarmkrebs. Die Hämorrhoidalblutungen kom-men nicht selten, ähnlich wie die menstruellen beiFrauen, regelmäßig alle 4 Wochen und sind meistvon einer großen Erleichterung gefolgt. Allzu reich-liche Blutungen können aber leicht eine gefährlicheBlutleere zur Folge haben. Kunze.

Mastdarmbruch, eine sehr seltene Brnchsom,bei der eineDariulchlinge in die durch einen Mastdarm-vorfall entstandene Tasche eindringt ».vom 8püinoterani alsdann eingeklemmt wird. Da die Umschlagstelledes Bauchfells u. mit ihrdie Begrenzung derPcriio-näalhöhlcim normalen Zustande etwa4Zoll überderAunZöffnnng sich befindet, so erklärt sich das äußerstseltene Vorkommen dieser Bruchform leicht.

Mastdarmcntzündnlig (krootitis). Man be-