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Massol —
Bestrebungen. M. gabheraus: Denkmäler deutscher!Schrift u. Literatur aus dein 8. u. 9. Jahrh., Mün-chen, 1828; Die (sogen.) Skeireins (s. u. GothischeSprache und Literamr), ebd. 1834; Die gothischenUrkunden zu Neapel u. Arezzo, Wien 1838; DeutscheGedichte des 12. Jahrh., Quedlinburg 1837; Dieöffentlichen Turnanstalten zu München, München1837; Geschichte des mittelalterlichen rc. Schachspiels,Qnedlinb. 1838; Armin, Fürst der Cherusker, Lemgo1839; Vibsilns anrarius, 1841; S. Alexius Leben,1843; Tristan, 1843; Ulfilas, 1855 s.,2 Bde. Ervollendete auch den Althochdeutschen Sprachschatz vonGrass u. schrieb dazu den Alphabetischen Index,Ber-lin 1846; Die Baseler Todtentänzc, Stuttg. 1847;Altes n. Neues vom Turnen, 1849,2 Hefte, u. m. a.Von ihm ist auch das Vaterlandslied: Ich Hab' michergeben rc. M. st. 3. Aug. 1874. Auf dem Fried-Hofe in Mnskau errichtete ihm die deutsche Turner-schaft ein schönes Grabdenkmal, das 19. Aug. 1877feierlich enthüllt ward. Sttz.
Massol, Marie Alexander, franz.Journalistn. Philosoph, geb. 18. März 1805 in Beziers (Hb-ranlt); war erst Lehrer in dem Pensionat seinesVaters, kam nach 1830 nach Paris, wo er die Saint-Simonisten hörte u. sich ihnen auch auschloß; ihreLehre zu verbreiten, durchzog er als Arbeiter, vonseiner Hände Arbeit lebend, einen Theil von Frank-reich, ging nach Auflösung der Gesellschaft in denOrient und gründete dann in England das republi-kanische Journal V'Obssrvatsnr tranyais. 1848nach Paris zurllckgekehrt, arbeitete er mit Lamen-nais an der Uskorms, mit Proudhon an der Voixänveupis, zog sich aber dann vom Saint-Simonis-mus zurück u. widmete sich philosophischen Studien,seinen Unterhalt sich in einem Handelsgeschäft ver-dienend. Als Mitglied der Freimaurer schloß er sichderen radicalster Richtung an, leitete die Loge Re-naissance, gründete Juli 1865 die Wochenschrift: vn,morais incköpelläants, in der er die Unabhängigkeitder Moral gegenüber der Religion u. der Metaphysikvertheidigte gegen die Moraltheologen n. namentlichPaterHyacinthe. M.st.22.April1875inParis. Lagal.
Masson, 1) Antoine, berühmterfranz.Knpser-stecher, geb. 1636 in LourybeiOrleans, gest. zu Paris30. Mai 1700; anfangs Waffenschmied, gravirte erviele Rüstungen n. kam so zu seiner Kunst, für welchemit ihm eine neue Epoche beginnt. Man kennt 65Blätter von ihm. Hauptblätter: VsOaästnIaxörls,d. h. Das Bildniß des Grasen Harcourt, zugleich einMusterblatt für alle Stecher, u. Va, napxs, d. h. DieJünger in Einmaus,nachTizian, so genanntwegenderirefflichenNachbildung derMnster u. Falten des Tisch-tuches. Am stärksten war M. in der Nachbildung desHaares, des Sammets, der Spitzen rc. 3) AugusteMichel Benort Gaudichot-M., gewöhnlich Mi-chel-M., sranz. Schriftsteller, geb. 31. Juli 1800 zuParis; war erst Tänzer, dann Kellner, Commis u.Diamantenschleifer, schr. später zahlreiche Artikel fürden Figaro rc., dann Novellen u. Romane; die be-liebten Oonbss cksl'atviier, 1832—33,4 Bde., neuesteA. 1874; vrr «oeme cks jeuns Ms, 1834; Vieriset msrtxro, 1835; Vssromans cksIakanüUs, 1838;Louvonirs ck'un snkantcku psupls,1838—41(eigeneSchicksale des Verfassers); H^aointiis 1'apprenti,1841; Ha ainour xsrcku, 1842; I/Irsnnour änruar-Äianck, 1843; Vinns st 8abins, 1845 rc., mehrere
- Massow.
! Vaudevilles und beliebte Dramen. Besonders be-liebtist seine Sammlung von Biographien: PöSöll- 14kants oslsbrss, 1838, 10. A., 1875; die Familie,,. -Erzählungen: Vs la Osrbss, 1861; vss Isoturogsn t'aiMIs, 1867, rc. '!) Regnet. 2) Volchert. -!v
Mnffon, David, schottischer Schriftsteller, geb. (.72. Dec.1822zn Aberdeen; stndirte die schönen Wistel ßschäften an der Universität Edinburg u. ward, kaum R.20 Jahre alt, Redacteur einer schottischen Provin- ^zial-Zeitung. 1844 ging er nach London u. wurde xMitarbeiter an mehrerenZcitschriften, verlebte dann Sin gleicher Eigenschaft mehrere Jahre in Edinburg Kund siedelte 1847 wieder nach London über, izzz Ierhielt er einen Ruf als Professor der engl. Sprache frund Literatur an das Londoner vniversitz- OoUegs, Mund 1865 ging er als Professor der Rhetorik u. der Uenglischen Literatur an die Universität in Edinburg. LUnterseinenmannigfachen bedeutendenSchristensind Lhervorzuheben: Vssaz-s, bioArapkiioal null eribical, '»oklisüx ou VnAkisirpvots, Lond.1856; Viksokllobn Oülilton, bis jetzt von 1859 — 73,3 Bde.; Lseeutvritisb vbilosopb/, ebend. 1865; IVorcksivoUb, ^LIrsIIzi, Loats avck otirer vssa^s, ebd. 1874; Iks fsjtbrsscksvils: Vutbsr's.blilbon'L anckOostbs's, ebd. H1874; Mrs guarrsl bsvvssn tbsLari oManobostei!! Äanck Oliver OromrvoU, ebd. 1875, u. ferner die Bio- Agraphie vrnwwonck ok varvtbornckon: bis bko I<rnck rvritinxs, ebd. 1873 , und Gesammelte Werke AMiltons, ebd. 1874, 4 Bde. Von 1859—68 war i lM. stiedacteur von 2lae Aiiian's bln-Aarivs. s
Bartling. H
Ntassora (hebr.) heißt Ueberlicferung und be> Dzeichnet im weiteren Sinne die überlieferteAus-sprachedeshebräischenBibeltextes; im engeren Sinnebezeichnele man damit sämmtliche überlieferten kri- itischen und diakritischen Beobachtungen und Eigen- ithümlichkeiten in der Punctation, Vocalisatron undAcceutnation des biblischen Textes. Die textuelleM. wird aus die Sophcrim znrückgefllhrt; die kriti-sche M. dagegen ist jünger als der Talmud; ihreAbfassung wird den riberiensischen Weisen zugeschrie-den und ihre Schlnßredaction wird ins 8. Jahr-hundert verlegt. Als älteste Quelle für die M. giltdie (von Pros.FrenSdorff, Hann. 1864, herausgeg.)nach den AnsangswörternOebiarvs-OokIn benannteSchrift. Jakob bei, Chajim hat die M. der von ihmbesorgten Ausgabe der zweiten rabdinischen Bonnbergschen Bibel (1525) einverleibt. Man theilt diegedruckte M. in: 1) die kleine, am Rande des Bibel-textes stehende, 2) die große, ober- u. unterhalb desTextes befindliche, u. 3) LI. Malis, die zum Schlüsseder Hagiographeu alphabetisch geordnet ist. Die äl-tere M-Literatur ist in Wolfs Libiiotb. radb. (II,S.380—420 u. IV, 207—230) zusammengestellt. Inneuerer Zeit sind hiuzugekommcn: Dukes, Lnntnkba-Llassorstb, Tüb. 1846; Blickfeld , Vs autignuaxuck lluckasos aeesnb. soript., Halle 1846; GeigersUrschrift, Breslau 1857, u. in dessen Jud. Zeitfchr.
III, 78—110. Am bedeut, ist Frensdorfs: Die L.ma^na in alphab. Ordnung, Hann. u. Lpz. 187 b.Auch zum Targum Onkelos hat sich eine handschrisil.
Ni. vorgefunden, Hrsg, von Berliner, Leipz. 1871.
Massouah, so v. w. Massaua. Mhm-r.
Mafsoiv , Stadt im Kreise Naugard des preuß.Regbez. Stettin, unsern der Stepenitzquelle; Acker-bau; 1875: 2671 Ew.