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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Maß.

verhält wie 27,g zu 1. Jedes Einheitsmaß ist ur-sprünglich willkürlich; daher die große Mannigfaltig-keit derM-e. Die älterenM-e sind meist vom mensch-lichen Körper hergenommen, z. B. für Längen derFuß, die Elle, die Klafter. Der Wunsch, ein unver-änderliches M. von der Natur zu entlehnen, hat fürLängen zu der Wahl des Meters geführt, welchesgleich ^^^desErdmeridianguadranten ist, ent-sprechend derjenigen Kcnutuiß der Erde, welche dieFranzosen am Ende des vorigen Jahrhunderts sichdurch Messungen verschafft hatten. Obgleich mit demFortschritt der Wissenschaften auch unsere Kenntnißvon der Größe und Gestalt der Erde sich ändert (dieErddimensionen sind heute erst auf etwa ge-nau bestimmt), also das Meter kein Natur-M. imstrengen Sinne des Wortes ist, so ist dieses M. unddas daraus gegründete M-system doch sehr rationellgewählt. Sobald ein M. für Längengrößen festgesetztist, kann man beider Wahl derM°e sür andere Größendie Willkür sehr beschränken, indem man theoretischeBeziehungen zwischen Längengrößen und anderenGrößen zu Hilfe nimmt; dieses ist beim metrischenM.- und Gewichtsspstem in consegncnter Weise ge-schehen, wie folgende Übersicht desselben zeigt. Diein Klammer beigesetzten abgekürzten Bezeichnungenentsprechenden Beschlüsseneinervomdcntschen Reichs-kanzler-Amt im Febr. 1877 berufenen Commission:wo keine abgekürzten Bezeichnungen beigesügt sind,besteht keine amtliche Bezeichnung hierfür.

Längenmaße:

1 Meter (m> — 10 Decimeter —. 100 Centimcter (cm) —1000 Millimeter (mm);

1 Meter (m) — o.t Dekameter — 0,0t Hektometer 0,001Nitometer (tim),

L. Flächenmaße:

. tal-m)

. . (kn) — 16000 <im

. . (n) — 100 <pra

- t-ina)

. <ncin))

o. Körpermaße:

. . (ovin)

- (t>I> — 100 1

. . (1) — 1 Kubikdeclmeter

. . tocm)

. . (omni)

Gewichte:

. . tt) — 100 Kilogramnl

- lvg)

- -( 8 )

. (mg.

Quadratkilometer

Hektar

Ar .

Qnadratnieler .

Quadratcentimeter

Ouadraittiillimeter

Kubikmeter

Hektoliter

Liter

Kubikcentiineter

Äubikmillimeler

TonneKilograminGramm .Milligramm .

1 § ist das Gewicht von 1 eew. Wasser von größterDichte (bei 1°0.) im luftleeren Raume gewogen.

Obgleich hiernach das metrische M- n. Gewichts-fystem vollkommen sicher gestellt zn sein scheint, so istdieses doch erst in jüngsterZeit erreicht worden. Derfranzösische Nrplatin-M-stab (mötra äss aroliivss)entspricht näinlich in technischerBeziehung nicht mehrden wissenschaftlichen Anforderungen, n. die verschie»denen mittelbar od. unmittelbar daraus abgeleitetenM-e zeigten häufig so starke Abweichungen, daß sichdas Bedurfniß einer internationalen M-Conventionergab. Dieselbe kam am 20. Mai 1875 in Paris znStande (vgl. Deutsches Reichsgesetzblatt Nr. 19 vom5.Sept., 1876 S. 191—212). Herbei sind folgendeStaaten betheiligt: Deutsches Reich, Österreich-Un-garn, Belgien, Brasilien, Argentinische Coufödera-tiou, Dänemark, Spanien, Vereinigte Staaten vonNordamerika, Frankreich, Italien, Peru, Portugal,Rußland, Schweden ».Norwegen, Schweiz, Türkei,

Venezuela. Nicht betheiligt ist namentlich England.Das internationale M.- und Gewichtsburean wirdeine größere Zahl von Prototyp-Metern von Platinund Iridium Herstellen, welche nach gegenseitiger ge-nauer Vergleichung an die betheiligten Staaten alsFundamental-M-e vertheilt werden sollen. Jnzwi-scheu wird das Meter noch verschieden definirt, z.B.die Deutsche M- und Gerichtsordnung sagt in ihremArtikel 2: Als Urmaß gilt derjenige Platinstab, wel-cher im Besitze der Königlich Preußischen Regierungsich befindet, im Jahre 1863 durch eine von dieserund von der Kaiserlich Französischen Regierung be-stellte Commission mit dem in dem Kaiserlichen Ar-chive zn Paris anfbewahrten Mtro äv3 ^.rolüvegverglichen und bei der Temperatur des schmelzendenEises gleich 1,ooo»o.^i Meter befunden worden ist.

Maßvergteichung.

1. Altfranzösitches und Metermaß.

Französische Maße.

t Meter.—113,296 Par. S.

i Meter .i Dieter .i Millimeter1 Millimeter

1 Toise Par. Fuß — 86-1 Par. Linien1 Pariser Fuß1 Pariser Zoll .

1 Pariser Linie

2. Frühere deutschPreußen.

1 Preußischer iNheinländischer) Fußi Preumscher Zoll tt/ir Fuv1 Preußische Linie s'/ir Zoll)

1 Preußische Ruthe (12 Fuß) .

1 Preußische Elle 25,5 Zoll)i Preußische Meile (-- 2000 Ruthen)i Preußische Q.-Ruthe1 Preußischer Morgen (180 Q.-Ruth.)

1 Schachtrulkie (111 Kubikfuß)

1 Ohms-2Eim.—lAnker—iLOQnart)

1 Quart 61 Cubikzoll)

Bayern.

i Bayr.Fuß i/w Ruthe—10Zoll

— 100 Linien

1 Q.-Ruthe ....

1 Tagwerk (— 100 Q.-Ruthen)

1 Decimale (— 1 Q.-Ruthen .

1 Maß—2Seidel(Halbe)- -iSchoppen -1 Eimer (— 61 Maß)

1 Schenk-Cimer (— 60 Maß) .

Hannover.

1 Honnöver. Fuß (—12 Zoll—111L.) ^

1 Hannoversche Ruthe (--- 16 Fuß)

1 Honnöversche Q.-Nuthe .

1 Hannöver. Morgens—120Q.-Ruth.

1 Ohm (— 10 Stübchen) .

Sachsen.

1 Sächsischer Fuß1 Elle — 2 Fuß1 Feldmesserruthe1 ^traveururhe ....

1 Q.-Ruthe (Feldmesierrnthe) .

1 Äcker — 300 Q.-Feldmesserruthen1 Eimer — 72 Kauneu

Württemberg.

1 Württembergischer Fuß (— '/mRuthe - 10 Zoll — 100 Linien)

1 Q -Ruthe ....

1 Morgen (— 381 Q.-Nuthen)

1 Achtel (— 18 Q.-Ruthen)

1 Eimer (Helleich) ( - 160 Maß

— 610 Schopp.u . . . . _

(Der Württembergischen Landestriangulirung liegt ein anderer

Fuß zu Grunde, nämlich 1 Fuß 126,97 Pariser Limeit

— 0,2861226 m)

0,51307 Toisen3.07811 Par.z.0,036911 Par. Z0,113296 Par. L.1,919036 m0,32 ,839 m

— 0.027070m

— 2,25533 mmMaße.

-- 0,31385 m

— 0,02615 m

— 2,17951 mm

— 3.76621 m

0,66691 m

1l'l816 gm25,5332 a1,1519 obm--137,101 l1,11503 1

0,29186 m8,51813 gm31,0727 s31,07271,069068.117761,1416

1

1

I

- 0,29209 m

- 1,67351 m

- 21,8117 gm

- 26,21009 »-11-1,758 l

0,28319 m0.56638 m1,2950 m1,5310 m13,117155,312267,3626

gm

a

I

0,23619 m8,20767 gm31,5171 a: 3,93968 s

-293.927 1

3. Frühere Österreich1 Wiener Klafter1 Fuß ( >/k Klafter) .

1 Österreich. Postmeile—1000 Klafte1 Q.-Fuß ....

1 Q.-Klafter (-- 3-: Q.-Fuß-1 Joch (- 1600 Q.-Klafter)

1 Oesterreich. Q.-Meile .

sche Maße.

-- i,896181 m— 0,316081 m

7,585936 km0,099907 gm3,596652 gm0.5751612 ba57,51612 km