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Macias —
nMsische Häuptling Owen Glcndower sein Parla-!mcut u. nahm die Krone von Wales an (1402).
Marias, genannt El Enamorado, galicischerTroubadour (Irovuäor), lebte im iS. Jahrh. alsPage am Hose des Marques Enrique de Billena inZaen; bekannt durch seine unzerstörbare Liebe zueiner Dame, deren Gemahl ihn aus Eifersucht inArjonilla tödtete. Seine im gastrischen (halb portu-giesischen, halb spanischen) Dialekt gedichteten Minnc-lieder sind wenig bekannt (einige derselben enthülstder (kauoionsro äs Unsna, Madrid 18S1, Rivade-neyra; Lpz. 1860), doch lebt sein Geschick im Mundedes Volkes n. in Liedern fort. Booch-Ariossy.»
Macicjolvice, Ort im rnss.-poln. Gouv. Sied-letz,unfern der Weichsel,mit etwa 1500 Ew. Hier 10.Oct. 1794 Sieg der Russen unter Fersen über die Po-len unter Koscinszko, wo Kosciuszto gefangen wurde.
Maciejowski, Waclaw Alexander, poln.Geschichtsorschcr, geb. 1792 zu Kalvarien in Polen,studirte in Breslau, Berlin u. Göttingen die Rechte,wurde 1818 Professor der alten Literatur am Lycenmzu Warschau, 1819 Professor des Römischen Rechtsan der Universität daselbst, u. schloß sich hier an diedeutsche historische Rechtsschnle an. Bei Aufhebungder Universität 1831 wurde er Lehrer der alten Lite-ratur -c. am Gymnasium und Tribnnalrichter inWarschau. 1822 Mitglied der Commission für Aus-arbeitung eines polnischen Gesetzbuches, kam er ansdas Studium der altslavischen n. polnischen Rcchts-entwickelung. Er schr. polnisch: Slavijche Rechts-geschichte, Warschau 1832—35, 4 Bdc; 2. A. in2Bdn., 1856 — 68 (deutsch von Buß n. Nawrocki,Stuttg. 1835— 39); Beiträge zur Geschichte derSlaven (kamiotniki o ämsjasb, pioinionnictrvio iMvaolr 81<nv.), Warschau 1839, 2 Bdc.; und diehistorische Schrift: Uolssta poä rv^Aleäom obz-cwa-jov i , Petersb. 1842,4 Bde.; Drisjs
pisnvotnö Loislci i I-itrv/, Warschau 1846; kis-WMnietrro LolsLis, 3 Bde., mit einem sehr wich-tigen Supplementbandc (Sparchdcnkmälcr), 1851bis 1852: Historz'a stosunicoiv avtoseuruslcisb avi?oizW,1871. Nehrmg.
Maows,(lat.),Magerkeit,Abzehrung, Auszehrung.
Aiacilino, grünlich-grauer cocäner Sandstein inObcritalien.
AiacJntosh, Charles, schott. Chemiker, geb.1766 zuGlasgow; stellteznerst denBleiznckerfabrik-mäßig dar, verbesserte die Berlinerblanfabrikation,erfand die Darstellung des Stahls durch Glühen desEisens in Kohlcnwasserstoffgas n. erfand den nachihm benannten wasserdichten Kleiderstoff, s. unterKautschuk, S. 330. Er st. 25. Juli 1843 zu Dnn-chattan bei Glasgow.
Klacis, Muskatblüthcn, s. Nz-risbioa.
Mack, Karl, Freiherr von Leiberich, öster-reich. Feldmarschalllicntcnant, geb. 24. August 1752in Neuslingen in Franken, von niederer Herkunft,trat 1769 als Gemeiner in österreichische Militär-dienste, wurde bald Officicr, 1781 als Hauptmannzum Generalstab versetzt, 1785 in den Adelsstand er-hoben, entwarf bei Ausbruch des Türkenkriegcs denOperationsplan, wurde nach der Einnahme vonBelgrad Oberst und 1790 Chef des Gcncralstabeseines an der schlesischen Grenze zusammcngezogenenHeeres. In den Kriegen gegen Frankreich 1793 und1794 war er Generalmajor und Chef des General-
Mrickonzic.
stabcs beim Prinzen Jvsias von Kobnrg. Nach Ab-gang des Prinzen ging M. zunächst nach Böhmen,wurde aber wieder am Rhein angestellt und Fcld-marschalllieutenant. 1798 erhielt er von König Fer-dinand vonNeapcldcn Oberbefehl überdas neapolit.Heer, mit dem er gegen Rom zog, jedoch bald nachNeapel zurückgedrängt wurde, u. da dort ein Aufstandunter den Lazzaroni ansbrach, flüchtete er zu demfranz. General Championnet, welcher ihn als Kriegs-gefangenen nach Paris schickte, 1800 entwich er vonhier und erhielt 1804 den Befehl über sämmtlicheTruppen in Tirol, Dalmatien ».Italien; 1805 stander an LerSpitze des österreichischcn Heeresin Deutsch-land, welches durch seine verkehrten Maßregeln inUlm cingeschlossen u. dort 17.Oct. zur Capitnlationgezwungen wurde. Auf sein Ehrenwort entlassen,kehrte er nach Österreich zurück, wurde hier vor einKriegsgericht gestellt und zum Tode verurthcilt; derKaiser milderte aber das lkrtheil ans Cassation und20jährige Festnngsstrafe, entließ ihn 1808 der Haftu. begnadigte ihn 1819 ganz. Er lebte in St. Pöltenn. st. hier 22. Oct. 1828. Teicher.
Mackatf, Charles, einer der besten englischenBalladendichter, dessenLieder oftcomponirt sind, wargeb. 1814 zu Pcrth. In London n. Brüssel ausge-bildet, war er von 1834—44MitarbeitcrderLonLonerZeitung LlorninA Obroniols u. von 1844—47 Re-dactenr des LrZus in Glasgow. 1858 hielt er Vor-lesungen in Nordamerika, 1860 gründete er dieI-onäon Rsvisrv u. fungirte von 1862—65 als Cor-respondent der Londoner 'Umso in den VereinigtenStaaten während des Bürgerkrieges. Unter seinenvielenGedichten verdienen Erwähnung: Mrs Iiopo oktbs rvorlä, 1840; Mrs Zatamanärms, 1842; UsAsuäokdsusviovo, 1843; DsAsnäs oktbs Islos; lÜAsria;Voioos ström stks Ormvä; Mrs srump ob §o1ä an<1otbor posinZ; Mrs sonA ob birg bravo, n. Lallaäsanä oblrvr posins, 1865; Ilnäsr Arsen Isavsa,1857; inan's Irsart, 1860; Lstuäiss strömtbs ^Vn-tigus, anä slcstolres ström nastnre, 1864; Ilnäsr tbsblus sic)', 1871. Ferner die kritische Schrift: IwstbsautissokürsLnAlisb lanAuaAS, an appsal sto au-tbors,poot8, o1srMmsn,anä pnbliospsalcvrs,1874.
Mackeldey, Ferdinand, berühmterdcutscherRechtslehrer, geb. 5. Nov. 1784 in Braunschweig,studirte 1802—6 in Hclmstädt, wurde hier 1807Privatdocent u. 1808 Professor, 1811 in Marburg,1818 in Bonn n. 1821 Ordinarius des Spruchcol-legimns, legte 1828 das Ordinariat nieder u. lebteganz seinem Lehramte bis an seinen Tod, 20. Oct.1834. Er wirkte hauptsächlich auf wissenschaftlicheAusbildung der Theorie des heutigen Rom. Rechts.Hauptwerke: Theorie der Erbfolgeordnung nach Na-poleons Gcsetzbuche, Marb. 1811; Lehrbuch der In-stitutionen des heutigen Röm. Rechts, Gießen 1814,4. A. 1822; Lehrbuch des heutigen Röm. Rechts,ebcnd. 1818, 14. A. von Fritz, Wien 1862, 2 Bde.(lateinisch von Hindenbnrg, 1847). Lagm.
Mackenzie (M. River), Strom im N. u. NW.von Canada, entspringt in seinem südlichsten Quel-lenflnsse, dem Athapasca River, ans einem Ge-birgssee der Rocky Mountains, fällt als solcher in denAthapasca-Sce, verläßt denselben unter dem NamenSclavenflnß, fließt durch den Großen Sclavensee,nimmt darauf den Namen M. an n. mündet nacheinem Laufe von etwa 3700 icm in das nördl. Eis-