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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Machicotircn Machyullcth.

nng, an welcher mehrere vornehme Jünglinge, diemit M. Umgang hatten, thcilnahmcn, mußte erabermals von dem öffentlichen Leben abtrctcn, undwenn auch der indessen als Clemens VH. Papst ge-wordene Cardinal Ginlio Medici ihn znrückricf, sokonnte er doch dieGnnst der Florentiner wegen seinesAnschlusses an die Mcdicäer nicht wieder gewinnen;er st. 22. Mai 1527 in Florenz. In ihm verbandensich glühender Patriotismus n. seltene Gewandtheitin Staalsgeschäften mit ausgebreiteter Gelehrsam-keit, feinem Bcobachtnngssinne, viel umfassenderWelt- u. Mcnschcnkcnntniß. Durch Kraft ».Wärmedes Ausdrucks, durch seinen correcten n. meisterhaf-ten Stil hat er sich unter den Prosaisten seiner Nationeine der bedeutendsten Stellen erworben; er wurdeder TacituS des neuen Italien. M. bildete zuerstdie Wissenschaft der Politik aus. Ganz vom Geiste

GiulioMcdici; allein infolge einer neuenBcrschwör- Absicht des krineips beweisen, so schon Herder-<»>> 1 ' Iii?si,'?i'o NM' 1 ,^ 1111 ^ ^linoiina? ferner Ranke (Zur Kritik neuerer Geschichtschreiber'

2. A. Lpz. 1874). M. schrieb auch Gedichte u. dreisehr unzüchtige Lustspiele (Olibia, Rra Alderixo n.ZlanärnAola. 1551, letzteres deutsch, Erlang. 1805 )ferner eine Satire: Der goldene Esel; GesammelteWerke, o. O., 1850; vollständige Sammlniig derStäatsschriften u. Briefe, Land. 1760 n. ö.; Ostsrg10 Thle., Mail. 18041805, Flor. 1813, 8 Bde.'1826 , 10 Bde., in 1 Bd. 1831, von Parenti l 84 ü'von Polidori 1857, deutsch von Ziegler, Karlsruhe183241, 8 Bde.; die erste kritischeGcs.-A»sg. be-sorgen Passarini n. Fanfani (Flor. 1873 fs.) im Auf-träge der Luaiota italiava ;)er I'moremouto äsUistückig; BricscvonM.,Amst. 1763, 1767, dentschvonH. Leo, Berl. 1826 ; Gesandtschaftsbcrichtc, Flor.1858. Vgl. Mohl, Gcsch. u. Literatur der Staats-wisscnschastcn, Erlang. 1858,3. Bd.; Etienne, in derder Renaissance erfüllt, lebt er in der antiken Heiden-! Revue ckvsUoux Alancküs, Heft vom l.Nov. 1873;weit, fragt nur nach dem Praktischen und nach dem! F. Nitti, .11. nolla vitn. e nolle ckottrino, 1. Bd., Nea-Staatszwecke, trennt sich und die Politik, mit denüpel 1876; Billari, Nicolo M. u. seine Zeit, deutschMittelalter brechend, von Kirche, Religion u. Moral ""

und betrachtet den Staat nur vom Staatsgedankenaus. Er sehr.: Lrte ckella. Zuorra, 7 Bücher, 1521u. ö. (lat. Straßb. 1610), in welchem Buche er an-statt Söldnern ein starkes Bllrgerhccr mit guterJufanterie empfiehlt; OsIIs storis liorentins, Flor.

1532 u. ü. (lat. Leyd. 1645 u. ö., deutsch von W.

Reumann, Berl. 1809, 2 Bde., und von Renmont,

Lpz. 1846, 2 Bde.); UlsearsI sopra. la prima ciseackecklPItol-ivio, Vened. 1531, ebü. 1630 (unter demPseudonym AmadioNiccolucci), eine herrliche Wür-digung des alten römischen Staates, im streng re-publikanischcn Geiste gedacht(deutsch vonGrüzmacher,

Berl. 1871). Ferner erschienen seine hochinteressan-ten Gesandtschaftsberichte und: II Rriuoips, Rom1532 u. ö. (lat. Leyd. 1643 u. m., auch engl. n.franz., deutsch Franks. 1745 u. ö., von Eberhard2. A., Berl. 1873, Grüzmacher, ebd. 1870), worinM. die Nothwcndigkeit der Begründung n. Erhalt-ung der unbeschränkten Fürstenmacht ohne Rücksichtans die Mittel Nachweis!; bei der Verdorbenheit derMeuschendürfc manvorkcinemMittelzurückschrecken,wenn nur der M. heiligste Zweck erfüllt werde, Ita-lien von dem Einfluß der Ausländer zu befreien u.dasselbe wieder groß, stark u. einig zu machen. M.ist der begeistertste Apostel der Einheit Italiens, de-ren Antipoden er im Papste sieht, er widmet LenRrinvlpe dem gcistvollenLorenzo de Medici, um ihnzur Befreiung Italiens von Len Fremden aufzn-sordern, und denkt selbst an die Despotie Cäsar Bor-gias. Friedrichd. Gr. erklärte dieses Buch in seinemAntimachiavell für eins der gefährlichsten, wel-ches je geschrieben worden sei. Gegen die hier aus-gesprochenen Grundsätze waren schon außer Len An-griffen der Jesuiten die Oornmsntarii cks roAno rito«t tranguills ackininistrancko, Lausanne 1577 n. ö.,

von Mangold, Lpz. 1877, 2 Bde. Kl-inlchmidvMachicotircn (v. Franz.), einen Vers, des. imKirchengcsang, allein mit verschiedenen Läufern undanderen musikalischen Zicrrathcn singen.

Machimren (v.Lat.),anstiften, Ränkeschmieden.Machination, Arglist, hinterlistige Anstiftung.

Machsor (hcbr., d. i. Cyklns), jüdisches Gebet-buch , welches die in der Synagoge üblichen Gebetefür Sabbathe u. Festtage enthält.

Mächtig und Mächtigkeit (Bcrgb. u. Gcol.),von Schichten, Schichtcncomplexcn od. Gängen, be-zeichnen die zur Flächenansdehnung senkrechte Di-mension, dic(oftschrwechselnde)Dicke. Mächtig -dick; Mächtigkeit -- Dicke einer-Lagerstätte; derrechtwinklige Abstand zwischen Hangendem und Lie-gendem.

Machtsprnch (Osoislo vljnris emmentis), dieunmittelbar von der obersten Staatsgewalt getrof-fene Entscheidung einer Rechtssache, od. ein höchsterStrafbefehl, unter Abweichung von dem gesetzlichenVerfahren n. der Übergehung des eigentlich compe-tenten Richters erthcilt, in Fällen, wo die Sclbjt-erhaltnng des Staates n. wo die Collision des Staals-wohles mit den Privatrcchtcn eine solche Ausnahmevon dem Gesetze dringend u. nnabwcislich erheischt.Der M. unterscheidet sich also von Cabinetsjustiz n.anderen Jnstizmißbränchcn, ist mit Rücksicht aus dierichterliche Function nicht als Unheil, sondern als M.den Parteien zu eröffnen, damit dadurch angezcigt

werdc,daßdcrselbecinecigcntl.Rechtskraftnichlbcsitze.

Machtvollkommenheit (klsultncko xotestn-tis), die Summe der in den Händen des Regentenbefindlichen Staatshohcitsrcchte.

Machyullcth, Stadt in der Grafschaft Mont-gomery des engl. Flirstcnthums Wales, am Zu-sammenfluß von Dooly u. DnlaS, Eisenbahnstation;deutsch (Anti-M. od. Regentenspiegel), Straßb. 1624, > Fabrikation von grobem Tuch u. Flanell, Gerbereien,u. später der Anti-M. vonC. H.Jacob, Halle 1794, !Schicfcrbrnche, Bleigruben; 1871: 2042 Ew. M.2. A. 1796, gerichtet, u. man bezeichnet seitdem eine! ist das Llaglcma der Römer. Hier versammelte der

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