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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Lvthrohranalyse — Lvttcnc.

nämlich von cincni etwas weiteren Gehänse umge-ben, in welches Leuchtgas einströmt. Um das beilängerer Dauer sehr anstrengende Blasen mit demMunde zu nmgche», sind dieL- gebläsc (z. B. dasvon Rohrbcck) mit cinemGnmmiblasebalge versehe»,durch dessen abwechselndesZusainmcndrücken dieLnstdem ebenfalls ans Gummi bestehenden Windreser-roirzugeführlwird; auch hier ist die L-spitze an einemtstestell beweglich angebracht. Das L. wird mit gro-ßem Vortheile bei der chemischen Analyse benutzt;die zu untersuchenden Körper werden entweder alleinauf Kohle od. Platinblech od. mit Borax od. Phos-phorholz aus einem Platindrahte der Wirkung derL-flamme ausgesetzt, die dabei eintretenden Erschei-nungen lassen sehr häufig sichere Schlüsse über dieArt der Bestandtheile ziehen. Schecrer, L-bnch;Plattner, Probirknnst mit dem L. 5. A.; Landauer,die L-analysc. Hetzer.

Löthrohrnncilysc, die qualitative Analyse einerSubstanz durch Erhitzen vor dem Löthrohr, s. Ana-lysis S. 600 u. Löthrohr.

Lötljsalz ist eine Verbindung von Chlorzink mitSalmiak; in Lösung als Löthw asser erhält man esdurch Auflösen von 1 Th. Zink in starker Salzsäureu. Zusehen von 1 Th. Salmiak.

Lotichllls, 1) (l-, goermclns), Peter, bedeuten-der nenlateinijcher Dichter, gcb. 2. Nov. 1528 zuSchlüchtern ii» Hanannchcn, widmete sich in Mar-burg medicinnchen, in Wittenberg philosophischen n.humanisttschcn Studien, wurde rni ReligionskriegeSoldat, erhielt 1548 seinen Abschied, machte Reisenin Frankreich n. Italien, lebte dann in Würzbnrgals Arzt, ging 1557 als Leibarzt und Professor derMedicin nach Heidelberg, st. daselbst 7. Rov. 150».Loon-mta, Paris 1551, spätere Ausgaben von P.B»rlnai:n,Ainsterd. 1754,2TH.;Ä'retjchmar,Dresd.1775; Fricdcmann, Lpz. 1840; deutsch von Kößlin,Halle 1820. 3) Johann Peter, Resse des Vor.,ebenfalls ncnlatcinischer Dichter, gcb. 1598 in Nau-heim; wurde 1624 gräflich hananischcr »hofmedicus,später Professor in Rinteln, Marburg und Herborn,zuletzt in Frankfurt kaiserlicher Rath n. Historiographdes KaijersFerdinand III., st. 1000 daselbst, Werke:Vaciomvermr s. Istpigrammaka nova. F-rankf. 1625;Ilidliotlrscn poetioa, cbd. 1625—1828, 4 Thlc.;Loomabn, Mkarburg 1640; Rss Aermam ab ann.1617—43^s3tae. ebd. 1643—50, 2Thle.; Heraus-gabe des 5. Thciles des ll'irsatrnm Luropnonnr,ebd. 1647; medicinische Schriften. Zimmerinaini.»

Lotophligcn (L. h. Lotoscsscr), bei den Altenein friedliches n. gastfreies Volk, welches an der N-Kliste von Afrika, zwischen dem jetzigen Tunis undTripolis wohnte und sich von den Früchten desLotosbanmcs (s. Lotos 2) näherte. Zn ihnen kamOdysseus, von dem einige Gefährten bei dem Ge-nuß der Früchte ihr Vaterland vergaßen. Th.

Lotos, im Altcrthnm eine Pflanze von sehr ver-schiedenen Bedeutungen von unserem Iwtnrs (s. d.)indessen durchaus verschieden: 1) bei Homer Fnt-terkraut für Pferde, vielleicht eine Art von illelilotrw;3) ein Baum von Lessen Früchten die Lotophagenlebten, wahrscheinlich A^z plius I-otns oder 6eIÜ8ausbrnlis; 3) eine bei den Indern, bei denen der L.das Sinnbild der Welt war (vgl. u. Meru) n. derWeltcnschöpfcr auf einem L. ruhte ».Ägyptern, denender L. ein Symbol des Universums war eine hoch

verehrte n. in der Inder-Poesie unzählig verherr-lichte Wasscrblnme (idlslumbiunr spooiosnrn T.dlz-mplnwa I-otus L. und ooornlcnr „oiidenendierothblühcndeinJndien als die schönsteqalt.

LotosboUM ist Lotos 1. 2. sLhielemM».

Lotosblume ist Lotos 3).

Lotschenthal, ein etwa 25 km langes, rechts-seitiges Nebenthal der Rhone im Bez. Raron deeSchweizcrkäntons Wallis, steigt von Gampel ausschluchtartig in das Gebirge hinauf, öffnet sich aberdiesseits Ferden zu einem breiteren Alpengeländemit Weilern u. Dörfern, wird von der Lonza durch-strömt, die auf dem Lötschengletscher entsteht, und istvon vergletscherten Alpengipfcln eingeschlossen. Dieca. 900 deutsch redenden Bewohner treiben Alpen-wirthschast und bauen auch ziemlich viel Getreide. >Ans dem L. führt ein Weg über den 2681 m hohen !Lötschepaß ins Berner Kanderthal; andere Paß-Wege führen ins Lcukerbad. H. Berns.

Lotte (Lutte), ein ans Brettern hergestcllier !Kanal von viereckigem Querschnitt oder eine Röhre !ans Blech znm Zujühren von frischen Wettern imdLeiten von Wasser. Röhrenlnttcn aus Eisenblechdienen auch znm Schutz eines Bohrloches gegen dasHereinbrechen des durchbohrten Gebirges.

Lotterie, italien. Kottaria von Lotto (Loos) alsoVerloosung, ist jene 'Art Glücksspiel,bei welchem nacheinem von dem Unternehmer in Vorhinein bekanntgegebenen Spielplane (L-plan) der zu hoffende Ge-winn für die Thcilnchmcr durch das Loos entschieden,resp. verlost wird. Gegenstand der L. ist heute zu-meist Geld (Gcld-L.), es können dies aber auch Gü-ter jeder anderen Art sein, wie cs thatsächlich z. B.Güter-, Maaren-, Kunst-L-n rc. gibt. Je nach-dem die L. ein Unternehmen von Privatpersonen ob.des Staates ist, unterscheidet man Privat- undStaars-L-n. Inallen eniopäischenStaaten,wo dieL. überhaupt noch besteht, ist dieselbe jedoch Regal(L-regal), so daß jede Art von L-Unterneh,nen durchPrivate, wenn nicht vollständig verboten, so dochan die Bewtlligungdcr Regiernng gebunden ist. DiesesL-r-egal sowohl als auch der Bestand von Staats-L-nwird damit vcrtheidiget, Laß die nun einmal unaus-rottbare Spiclsucht des Volkes, besser von Staats-wegcii geordnet u. znm Besten der Staatskasse resp.der Steuerträger verwerthet werde, als Laß durchein am Ende doch nicht durchführbares L-verboteiner betrügerischen Ausbentnng derselben in dieHand gearbeitet wird. Die zunehmende Ausdehn-ung des L-Wesens beweist jedoch, daß vielmehr diemöglichste n. ausschließlichste Ausbentnng dcrSpiel-suchl für die ^taatSfinanzcn der wahre Grund stirdie Behauptung des L-rcgalcs ist. Die Staats-L.ist heutzutage meist Geld-L., welche entweder alsZahlen-L., Lotto(s. d.A.) oder als Klasscn-L.,

L. itn engeren Sinne, auch Holländische L. ge-nannt, betrieben wird. Das Wesen der Klasscn-L.besteht darin, Laß eine gewisse größere Anzahl mitfortlaufenden Nummern versehener Loosvcrlchrcib-nngen gemacht meine gewisse Summe vonGewinnstenin verschiedenen Größen für der Zahl nach bestimm-ten Nummern ausgesetzt wird, deren Ansloosnng nichtauf einmal, sondern in mehreren Abthcilnngen undbestimmten Zeiträumen (Klassen) geschieht. Die nichtgezogenen Nummern gehen mit Nieten, d. i. leerans. Die Gewinnste werden ans der Einnahme siir