I^orä
iLoienzostrom.
! schm Ursprungs, gehörte zu den ersten Besitzungen! I desHauses Hohenstaufen n. kam 1251 an Württem-; l berq. 3) Marktflecken imKreiseRhcingan des prenß.ts - Regbez. Wiesbaden, an der Mündung der Wisperb v m den Rhein, Station der NassanischenSlaatsbahn;L ^ schöne gothische Pfarrkirche aus dem 12. Jahrh. mit? i schönem Geläute, Schnitzereien n. Grabdenkmälern,^ ^ stattliches, 1546 aufgefllhrtes Burghaus (Hilchen-- l Haus), Schillerhaus mit Gedenktafel; Weinbau;
's 1871: I960 Ew. Über dem Ort die Ruinen Nol-r s lingen u. Rhcinberg. L. (Lorecha) wird bereits 832? ^ erwähnt, war im Mittelalter ein wohlhabender undS f berühmter Ort. H- Berns,
ff ' l.or<i (engl., von dem angelsächsischen lüäkorü, der1- i Brodherr), der Herr, Oberherr; Titel sämmtlichcr1« ! Peers, insonderheit der Barons; sodann der sämmt-" ' lichen Söhne der Herzoge u. Marquis, des ältestens - Sohnes eines Earl; diese beiden letzten setzen jedochdm Titel I,. nur vor den Vornamen, mit Hinweg-lassmig des Hauptnamcu, es sei denn, daß sie durcheine» anderen Ramcn, Wurde, Besitz:c. bereits Lordund Peer wären. Sodann führen den Titel k^. diehohen Staatsbeamten, denen ihr Ami Sitz im Ober-j banse verleiht, und endlich steht der Titel in Verbin-dung mit mehreren hohen Staats- und Gemeinde-ämtern, wie z. B. der Ministerien der Finanzen,der Marine, des Geheimen Raths rc., der Blirger-meister(I-orci-2knvvrs) von London, J)ork n. Dublin,b. Ineutevaiib, (Uorck lüvnteimnt tleiiöral), Titeldes BicekünigS von Irland; in England der obersteBerwaltnngsbcamte n. ehemals "Milizconimandanteines County (s. d.). I,. nennt der Engländer auchGott, Christus, daher Itzio Uorä's Linz er (des HerrnGebet), so v. w. Vater unser; H:s Uorü's Küpper,jo v. w. Abendmahl.
portl-ll/Is^or, erster Bürgermeister der Städte Lon-don, Dublin n. L)ork; der Londoner I,. wird, nachdemdielnvor/, d. i. der Znnftansschnß, zwei Candidalendazu ernannt, und zwar solche, welche bereits dasAmt eines Sheriff verwaltet haben, den 2l». Scpt.von den Aldermcn erwählt und am 29. Oct. in seinAmt n. in die Amtswohnung (Annsion-üouse) ein-geführt. Nach der Wahl halten der abtrclende undneugewählte ü. mit den übrigen Gemeindebehördenden üblichen.l,-üAnfzng (81r»rr), ansderCity nachWestminster, welchen die verschiedenen Innungender City mit ihren Fahnen begleiten und welchemGeharnischte in voller "Rüstung voranrcilen. "An derLondonbriickc schifft sich der Zug gewöhnlich auf derThemse ein, n. nachdem in Westminster die ceremo-niöseBeeidignngvordenRichtern desSchatzkammer-gerichts (Haruns ok vxoiregnor) stattgcjnndcn hat,geht der Zug nach der City, an der Blackfriarsbrlickelandend, zurück, wo dann ans dem Londoner "Rath-Hause der Mayorschmans folgt. Der U. Londonsist Chef der gesammten städtischen Verwaltung, "Re-präsentant der Königin und der Civilrcgicrnng derÜity, Chescommissär der städtischen Milizen, Polizei-Herr aus der Themse, (Rück Ooroner für die City,ihre Freibezirke und den Flecken Sonthwark, OüiekMsties der Criminaljnrisdiction von Ncwgate understes Dtitglicd des Centralcriminalhofcs, ersterFriedensrichter für die City, als welcher er in Man-ston House Polizcigcricht hält. Er vergibt mehrerestädtische Ämter rc. Seine Beisitzer sind die Aldcr-Men, unter die er nach seiner Amtsführung zuriick-
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tritt. Sitz im Oberhause hat der L. nicht, aber nichtselten kommt es vor, Laß er vom Souverän in denRitterstand erhoben wird. Wenige bekleideten dieseWürde mehr als einmal. Bartling.-
Lordösis (gr.), Rückgratsverkrümmnng mit derConvexität nach vorn.
poräsliip, 1) Herrschaft, Macht, Gewalt; 3) Titel(Würde) eines Lords, daher Vonr Uorclslüp, so v.w.Ew. Herrlichkeit; 3) das Herrschaftsgebiet, auf wel-cher diese Würde rnht.
Lorcdano, Dogen von Venedig; 1) Leonardo ,der 75., regierte von 1501—1521; 2) Pietro, Der84., 1567—1570; 3) Francesco, der 116., von1752—1762.
Lorelei, 1) s. Lurlcy. 2) Der 165. Planetoid,9. Äug. 1876 von Peters in Clinton entdeckt.
Lorenz, Ottokar, Geschichtschreiber, geb. 1832zu Jglau in Mähren, studirte erst Rechtswissenschaft,dann Philologie u. Geschichte in Wien, wurde 1857als Osficialdes Geheimen Haus-, Hof- undStaats-archives angestellt und 1860 außerordentlicher und1861 ordentlicher Professor der österreichischen Ge-schichte an der Universität Wien, der er schon seit1856 als Privatdoccnt angchört hatte. 1865 verlorer infolge eines politischen Preßprocesses seine Stelleim Archiv, behielt aber seine Professur. An selb-ständigenSchriften veröffentlichte er: lieber das Con-sulartribunat, Wien 1854; Die östcrr. Rcgcntenhalle(Biographien), cbd. 1857; Joseph II. u. die belgischeRevolution nach den Papieren des Grafen Murray,ebd. 1862; Deutsche Geschichte im 13. u. 14. Jahrh.,ebd. 1863—67, 2 Bde.; Geschichte Ottokars II. vonBöhmen und seiner Zeit, ebd. 1866; DeutschlandsGejchichtsquellen im Mittelalter, Bcrl. 1870, 2.A.,ebd. 1877; Geschichte des Eliaß (mit Scherer), ebd.1871, 2. A. 1872; Papstwahl und Kaiserthum, einestaats- und kirchcnrcchtliche L-tndic, ebd. 1874; kleineSchriften, gesammelt als Drei Bücher Geschichte undPolitik, Berl. 1876. Läget.
Lorenzobnsen, Lorcnzstroin, s.Lorenzostrom.
Lorcnzostrom l,St. Lorenz, St. Lavrence),l) im engeren Sinne der "Ausfluß der CanadischenSeen; er tritt bei Kingston, 71 in ü. d. M., aus demOntariosee und mündet nach einem Laufe von 1350lein in den Lorcnzobnscn (s. u.s. In seinem Bettebefinden sich viele Inseln und Klippen; seine Breitewechselt sehr und ist oft seearlig (S. Peter-See rc.);in seinem oberen Laufe, sowie etwa 100 Irin unter-halb Montreal, hat er mehrere Stromschnellen, diejedoch für die Tyalfahrt kein Hinderniß bieten undübrigensdnrch Kanäle (Ridean, Welland, Creneville)umgangen sind, die hinreichende Tiefe für mitt-lere Seeschisie haben, so daß, da der Strom selbstauch Liese Tiefe hat, aus ihn direcie Verladungenfür chie überseeische Fahrten stattfinden könne»; bisQuebec ist er für die größten Fahrzeuge schiffbar.Dcr L. bildet eine der wichligsten Handelslvasserflraßender Welt, da der Gcsammtanßenhandel von Canada(s. d., S. 428—20) allein auf ihn angewiesen ist.Betrachtet man aber den L. unter dem Gesichtspunktnü 2), so erhöht sich diese Bedeutung wesentlich. Ver-schiedene Nebenflüsse: links der mächtige Ottawa,der S. Maurice und der Sagncnay; rechts derMchclicn, sowie eine Anzahl an seinen Ufern ans-mündender Eisenbahnen, führen die Producie desInneren seinen Stapelplätzen zu. Ebbe und Fluth
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