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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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I^OIIA'US —

land, dam, in Italien, 1645 wurde cr auf denLongrrß zu Münster gesandt, zog sich aber zurück,da cr nicht unterhandeln durfte n. gesellte sich seinenSchwägern Conde n. Conti zu; mitMazarin längstverfeindet, ließ ihn dieser 1650 verhaften; 1651freigelassen, lebte er hierauf fern vom Hofe u. derPolitik meist in Ronen u. st. daselbst i l.Mai 1663.Seine zweite Gemahlin war die durch ihre Schön-heit u. ihren Geist so mächtigen Einfluß übende A n n aGcneviövc von Bonrbon-Condc, Schwesterdes großen Conde (geb. 1619), vermählt 2. Jan.1612 . Nachdem sie auf dem Congreß zu Münstereine hervorragende Rolle gespielt, stellte sie sich 16-19an dis Spitze der Mißvergnügten und leitete denAufstand in Paris. Nach derBerhaftung ihres Ge-mahls n. ihrer Brüder entfloh sic nach Holland undging zu Turcnne, den sie für die Fronde gewonnen.1651, nach Freilassung der Gefangenen, kehrte sican den Hof zurück, wandte sich während der neuenZerwürfnisse zwischen der Königin und Conde nachdem unruhigen Bordeaux, in welchem sic sich jedoch31. Juli 1653 unterwarf, um alsbald durch denVerlust ihres Liebhabers Larochesoncanld, ihrerMutter und Tochter erschüttert, im Kloster Porte-Royal des Champs die Einsamkeit zn suchen, in dersie 15. April 1679 starb. Mitihrem jüngeren Sohne,Charles Parisv. Orleans, Herzog V.L., geb.1649, einem ausgezeichneten Feldherr», der auch denpoln. Thron besteigen sollte, aber 12. Juli 1672 beiseinem kühnen Rheinllbcrgang bei Tollhuys fiel, er-losch der legitime Stamm dieser Bastardenfamilie.Eine Seitenlinie Rothclin (Nötheln) erlosch 176-1.

>,vngU8 (lat.), lang. (Lazm.

Longwood, s. u. St. Helena.

Lousitvy, Stadt im Arr. Brich des franz. Dcp.Meurthe-ct-Mosellc, an der Chiers; Station derfranz. Ost- u. der Luxemburg. Prinz Wilhelms-Bahn;besteht aus der unteren und oberen Stadt, jene imThale, diese, eine Festung zweiten Ranges, ans einemFelsen; unter Ludwig XIV. angelegt; Fricdcnsgc-richt, Lazarcth, reiche Eijenlager, zahlreiche Hohöfen,Eisen- u. Kupferhütten, Fabriken in Gold- n. In-welicrwaaren, Bijouterien, Fayence, Nhrenbestand-theilcn, Spitzen rc., Gerberei, Handel mit L>peck n.Schinken, 6 Jahrmärkte; 1872: 3132 Ew. (Gcm.3213). L. ist Geburtsort Mercys. L. war früherHanptort einer Grafschaft, gehörte dann zn Loth-ringen, wurde 1678 im Nymweger Frieden anFrankreich abgetreten, 1792 den Preußen durch Ca-pitnlation übergeben, aber bald von diesen wiedergeräumt; 1815 von den Preußen unter dem Prin-zen von Hessen-Homburg eingeschlossen u. 18.Sept.durch Capitnlation genommen. Im deutsch-franz.Kriege 1870/71 capitnlirte L. 25. Jan. 1871.

boniodrs L., Pflanzcngattnng ans der Familie(lg.prikolia.eoas (V., 2.), benannt nach dem Bota-niker Loniccr (1528—1586); Stränchcr mit gegen-ständigen Blättern, Kelch mit kugeliger od. eiförmi-ger Röhre u. kurzem, 5zähnigem Saum; Blumen-krone röhren-, trichter- vd. glockenförmig, mit meistunregelmäßigem, üspaltigcm Saum; 5 Staubblätter;Fruchtknoten mit kopfsörmiger Narbe; Beere 2-3-fächerig, mit wcnigsamigen Fächern. Ungefähr 80Arten in der gemäßigten ».warmen Zone der nörd-lichen Hemisphäre, wenige in den Tropen. 6a-xrikoliuwUO.,Stengel kletternd; Blüthen inScheiu-

- Lonovics.

quirlen zn cndständigen Köpfchen gehäuft; Ve»^'einzeln, vomKclchsaum gekrönt, oft nur einfache,;, I

I-. Oaprikolium (Geißblatt, Jelängerjelieber?Blätter »ntcrseits blangrüu, rundlich-elliptisch bi»der nicht blühenden Äste gestielt, die der blühen!»!am Grunde breit verwachsen; Blüthenkeps sitze,,;,?Blüthen hellpurpnrn, gelblichweiß oder weiß,riechend. Zierstrauch ans Süddeutschland, gernBekleidung von Lauben verwendet. U. UoriehM»niim L., Blätter oval, kurz gest ielt, die oberen sitzendBlüthen gelblichweiß od. purpurn, in einem gestioten Kopf; in Wäldern n. Gebüschen zerstreut, sitXz lostoum Ll7., Blätter alle gestielt; Blüthen 1,4der Spitze eines gemeinsamen Stieles zu zweien*Beeren zn zweie», oft verwachsen, 2—ZsächemZnicht vom Kelchsanm gekrönt. U. Xzckostenm L'(Heckenkirsche, Hnndskirsche, Aalbauin, AalknMImit elliptischen, spitzen, weichhaarigenBlättern, gelAlichweißen Blüthen und scharlachrothen Früchte»'häufig in Wäldern n. Gebüschen. L,. tatariea L?mit herzeisörmigen, stumpfen Blättern, schnnihiz"rosafarbene» Blüthen n. gelben oder rothen Früchtten; in OCnropa heimisch, vielfach in Hecken getpflanzt U. alpi^ona mit ziemlich großen, ellix,tischen, lang zngespitzten Blättern, rolhbrammlBlüthen u. fast bis zur Spitze verwachsenen Frucht-knote»; in der subalpinen Region der Alpen ». ,»!t )den Flüssen weit hinabsteigend. I,. nigra L., „ih )kleinen, länglich-elliptischen Blättern, wcißgelber. !Blüthen u. am Grunde vertvachsencn FrnchttnMtin dcnHvchgebirgen verbreitet. I-.cooruIoal,.. dü>vorigen ähnlich; aber 2 Fruchtknoten in einen luzi-ligcn verwachsen; Beeren schwarzbläulich. DasM^mehrerer Arten eignet sich zu Schnitz- u. Drechslerarbeiten. Enzkr.

Lonigo, Stadt und Hauptort im gleich,»»». A-Istrict der ital. Prov. Vicenza, an der Gua und aniswestlichen Fuße derMonti Berici, Station der Oberital. Eisenbahnen; 5 Kirchen, ansehnliches Theater,mehrere schöne Paläste; Getreide-, Hanf-, Flachs-lbau, bedeutender Biehmarkt; 1871: 3895, mit llimgcbnng 5640 Ew. (Gemeinde 9185).

Lönnrot, Elias, finnischer Schriftsteller, geb,

9. April 1802 zn Sammatti im slldl.Finnlaiid, erlernt'!erst das Schueiderhandwerk, stndirte seit 1822 Modicin und Philosophie, wurde 1833 Kreisarzt zrKajana und 1853 Professor der finnischen Sprachund Literatur in Hclsingfors. Er ist Träger bet >nationalfinnischen Litcraiurbewcgung u. gab ». Aheraus: Xauiolstar (Sammlung altfinnischer Liede,und Balladen), Helsiugf. 1840, 2 Bde.; SiiowcrXansau Lanalaslcnja (Finnische Sprichwörter',1852; Lnoirwn Irlansan ^Vrroitnkcsia (FinnischRäthsel), 1844, 2. A. 1851; Xalsvalr (s. d.j. 2.?l.1850(deutschvonA.Schicfncr,HcIsingf.1852);8uo-, ,mau Lansan Lai-nja ja ParinoibasFinn. Märchen),1854; endlich einvortrefslichcsFinn.-schwed.Wörtevbuch (Zanaüirjaä, Heisings. 1874 f. ^ch-tt.

Lonovics, Joseph, hervorragender Ungar,Redner und Schriftsteller über kirchliche AngelegenHeiken, geb. 31. Jan. 1793 zu Miskolcz (Borsoda ,Comitat); wurde nach Beendigung seiner am Er-lauer Lyccum betriebenen Studien Geistlicher mlbemühte sich als beredter Vertreter des Erlancr ,pitels während der Jahre 1832—36 auf dem Preß,,bnrger Landtage. 1834 znin Bischof von Csanäd u-