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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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London.

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dic Herrschaft im Erdgeschoß ihre Empfangs- undSpeisezimmer, im ersten Stock die Gesellschaftszim-mer und im zweiten Wohn- und Schlafzimmer, imdritten sind die Schlafstellen der Dienerschaft. DieStraßen L°s (im Ganzen über 3300 nach Bädcker)zersallen in lionäs, alte Landstraßen, die mit derZeit mit Hausern eingefaßt und jetzt völlige, zurStadt führende, meist jehr breite Borstadlstraßen

geworden sind (manche von diesen heißen Ikow, Rei-hen); Argots, eigentliche Straßen im Innern derStadl, meist auch noch breit; und inc»ge Seitengassen zur Verbindung

Imnos, meistder Ltroots.

Manche Straßen heißen auch I'lnoos,"etwas hügeligeSrte llilis, halbkreisförmige, von Häusern umbautePlätze Lrosoonts od. (Pmclrants, große runde PlätzeLireus, sechs- oder achteckige 1'vIzAvnss und großefreie, in der Milte mit umfriedigten Gärten versehenePlätze, Zgunrss. Eigentliche Lais längs der Themse

108 Dampfmaschinen mit 12,900 Perdckräftcn thä-tig. Für das Jahr 1871/75 betrug dieWasserab-liefernng 200,854,194 Icbm, durchschnittlich pro Tag525,749 icbm; die Zahl der 1. Januar 1875 mirWasserleitung versehenen Häuser betrug 515,292; dieAnlagckosten der gesamimen Wasserwerke über 11Milt. Pfd. St. Nicht uninteressant dürfte auch einekleineNviiz über die in 1!. stattfindenden Brände sein.Bon 180975 betrug deren Anzahl 11,504, also1643 im Jahr; davon werden nur 11,2 V» als un-erheblich, 88,g"/v aber als bedeutend anfgeführt.Gar nicht mitgezähll sind hierbei die Essenbrände,deren jährlich etwa 2000 Vorkommen. Die wichtigsteStraße (oder vielmehr Reihe an einander hängen-der Straßen), welche, von Osten kommend, das Ost-ende, die Eich und Westminsrer der Themse ziemlichparallel durchjchneidet, beginnt alsMile-End Road,in welche bald die Commercial Road cinfällt, sich als

gab es bis Ende der 60 er Jahre nicht und die User WhitechapelRoad, Leadenhallstrccl,Cornhill, Cheap-boicu innerhalb der Riesenstadt einen meist wahrhaft side bis zur Paulskirche fortsetzt, sich von dort als

Newgate und Skinnerstreet, Holborn-Hill, nach

deprimirendcn Anblick Lar. Diese großartigen undprachtvollen Thcmsekais sind erst in den letztenFahren erbaut worden. Es existiren bis heute derdurchaus granitene Bictoriakai von den Parlaments-Häusern bis zur Blackfriarsbrücke ans dem linken u.der Albertkai von der Banxhall- bis zur Wcstminstcr-brücke auf dem rechten User; hat eine Uferläugc vonüber 2100 w, die Wand über dem bis 9 in tiefenFmidamcut ist 13 m hoch u. 2,^m dick. Ans einemder ersten Kais od. ans einem der ersten Plätze wirddie von Mehcmed Ali bereits 1819 dem Prinzregen-teil Georg geschenkte n. jetzt (Scplbr. 1877) endlichzum Transport gelangende 'Nadel der Kleopatra ihreStelle finden. Die Kaistraße landeinwärts ist durch-weg S3 in breit u. am Ufer mit Platanen bepflanzt.Bo» größter Tragweite ist unter anderen der Dienst,den die neuen Kais der Gas-, Wasser- und Cloaken-leitung leisten. Die in dem nördl. von der Themsegelegenen Thcil L-s prodncirlc Kloakcnmasse beläuftßch ans etwa 10Brill. Knbikfnß täglich; dersüdl.Lherlfrodneirt etwa P dieses Quantums. Beides wurdefrüher in (.'.selbst in die Themse entleert, wirb indessenjetzt so weit stromabwärts geleitet, Laß es nichtZurück-stauen tan», zumal die Entleerung nur zur Ebbezeitslattsindet. Das Kloakcnshstcm umfaßt ein Gesammt-rohrenlager von 130 sim und hat nahezu 5 Brill.Pfd. St. gekostet. Unter dem Bictoriakai laufen 2iiailäle hin, deren unterer die Kloakenmasse anf-ni>i»nt; der obere wird zur Aufnahme von Wasser-,Gasrohren und Telcgraphendrähten benutzt. Dieallmncisten Straßen L-s sind gepflastert, einige mitHolzplatten, andere mit Eisenqnaüraten, die Eity istfust durchweg macadamisirt, fast alle mir Trottoirsbirseheu. Dre Straßenbeleuchtung mit Gas erfordertcs. 8,000 icm Gasröhren, sowie 54,000 öffentliche-.Stirnen, welche jährlich etwa 1,000,000,000 Kn-bllfllß Gas oder circa 3,000,000 per Tag consumi-Der Gasconsum der ganzen Metropole beläuftillch Ms ca. 14,000,000,000 Knbikfnß jährlich oder28,009,000 Kubikfnß per Tag. Wasserleitungenver-

RehenganzL. mitWasser, n. außerdem ist die Herbei-^lchchnng von Wasser noch das Geschäft von 8 Gcsell-Wchsflen, deren sieben aus dem Fluß Lea, dem New'Mver und der Themse, eine ans Brunnen in der- wideforination das Wasser der Hauptstadt znfllh-Fit. Um die Wasscrmcnge zu heben, waren 1870Prerers Universal-ConversationS-L-xikon. 8. Arrfl.

High Holborn und Broadstreet weiter zieht undin der breiten und geraden, ^ geographische Meilelangen, noch längs des Hydeparks als Uxbridge'Road verlängertenOxforbstreet endet; links gehtsic neben der Paulskirche, diese links lassend, alsLndgate-Hill, Fleerstreet, Strand fort, thcilr sichans dem Platz Charing Croß wieder und läuft linksals Whitehalt u. Parliamentstrect, wo, dem Parla-ment gegenüber, die Statue Cannings sich erhebt,nach dem Parlament, der Westminsterbrücke und der -Wcstminsterabtei, rechts aber als Pall Mall nachSt. Jamespalast. Zwischen Oxfordstreet und PallMall läuft noch Piccadillh parallel und diese Stra-ßen werben durch St. Jamesstreet, Rcgentsstreet u.Hahmarket verbunden. Wo Pall Mall in Eockspur-street ausläuft, steht die bronzene Rsiterstatne Ge-orgs III. (1830 gesetzt), auf Portland Place LasWatcrloodenkmal. Tue Zahl der Denkmäler, Sta-tuen in L. ist überhaupt außerordentlich groß; er-wähncnswerlh sind neben den weiterhin gelegent-lich anznsührenden, nur die Statue John SmartMills, des Lord Byron und das großartige, durchNational - Snbscription beschaffte Monument desPrinzen Albert im Hhde-Park, sowie eines anderen,ihm Lurch die Königin Bictoria in Kensingtvn Gar-dens gesetzten Denkmals, bestehend in einer vergol-deten Säule; das Denkmal Brnnels am Tyemse-kai rc. Längs des Regentsparks, ganz am Nordendeder Stadt, längs der Elarence- u. Albanhstreet, er-heben sich prachtvolle Gebäude. Nach jener zusam-menhängenden Straßenreihc laufen nun viele Stra-ßen, bes. von N. kommend, hin n. vereinigen sich mitihnen, andere gehen nach den Brücken, u. von diesenausgehend vereinigen sich in Snrreh Westminstcrroad,Watcrlooroad und Great Surrep Street in einemPunkt, Georgessield, wo ein großer Obelisk steht.

Plätze gibt cs in L. viele: a) Berkanssplätze sind34, unter ihnen Covcntgarbcn (0. i. Klostergarten,der eleganteste, für feine Gemüse und Obstsorten),Lcadenhallmarket (Geflügel n. Wildpret), BillingS-gate (Fischmarkt):c.; b) andere öffentliche Plätze in gro-ßcr Anzahl. Ans einem kleinen Platz neben der StreetHill (in der City) das Monnmem znm Andenken andie große Feuersvrnnst 1000, eine von innen bestcig-bare cannelirtc, 04 m hohe Säule; Charing CroßXll. Band. 2 r