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Lombün — Lomnitz.
Ganzen 310 HW, ans welchen dann mit den 1773erworbenen Fürstenlhümern Castiglionc nnd Solse-rino (6 IHM) die Lombardei im engern Sinne ge-bildet wurde. 1707 wurde aus dem größten Theilcvon Oberitalien oder der Lombardei (mit Einschlußdes größten Theiles der Vcnctianischen Landschaften,doch ohne Stadt n. Umgebung von Venedig) dieCis-alpinische Republik errichtet, die dann mit der Cispa-danischcnindicJtalicnischcNepnblikllbcrging(1802),u. 1805 das Königreich Italien. Durch Len PariserFrieden 1814 n. den Wiener Congreß 1815 erhieltOesterreich seine alten Lombardischen Besitzungen zu-rück n. dazu noch die vormalige Republik Venedigaußer den Jonischen Insel nnd die früher Schwei-zerischen Landschaften Vcltlin, Worms (Bormio)und Kläven (Chiavcnna), ans welchen insgesamt»!es dann das L.-V. K. bildete, gcthcilt in die zweiGnbcrnien Mailand mit 0 und Venedig mit 8Provinzen oder Delegationen. An der Spitze derVerwaltung stand vor 1848 ein Vicckönig (ein öster-reichischer Erzherzog), nachher ein Gencralgonvcr-neur(Radetzky, Erzherzog Ferdinand Maximilian).—Den Besitz dieses Königreichs im österreich. Staaten-l, complcx zn erhalten, mußte die österreich. Negierungstets die schwersten Opfer bringen. Wol unterdrückteOesterreich die revolutionären Versuche von 1820 n.182t, 1830, n. warf die Revolution von 1818, da-mit sein Primat in Italien erhaltend; aber sein An-sehen sank mit der Kräftigung des vom jungen Ita-lien und Piemont geweckten, von Englands Diplo-maten genährten n. materiell geforderten National-stnnes nm so mehr, als alle im Königreich angcstell-ren politischen Experimente sich als unbefriedigend er-wiesen, und die Unzufriedenheit durch die drückendenFinanzverhältnisse (obwol alle klingende Münze ansdem Kaiserstaate fast nur diesem Schmerzenskinde.znfloß) noch erhöht wurde. Inzwischen hatten Sar-dinien n. Frankreich sich geeinigt zur Befreiung Ita-liens von der österr. Fremdherrschaft u, der Ocster.-sardin.-franz. Krieg von 1859 brachte Österreich nmdie Lombardei: im Frieden von Villafranca cedirteFranz Joseph I. die Lombardei bis an den oberuMincio an Napoleon III., der sie dann Sardinienübergab; Mantua wurde zu Vcnctien geschlagen n.die Grenze zwischen Österreich nnd Sardinien durcheine Linie von PeSchicra nach der Ogliomnndnngbezeichnet. Das Königreich Italien gab sich indessenmit dieser Zurückschiebnng Oesterreichs ans Venedignicht znsrieden nnd konnte es nur erwünscht finden,als Preußen ihm die Hand zum Bündniß gegenÖsterreich 1866 bot. Obwol bei Cnstozza zu Land,bei Lissa zur See besiegt, erhielt Italien im Friedenzu Wien (3. Oct. 1866) den Rest der Lombardei mitVcnetien bis nahe an den Jsonzo, aber wiederumausderHandNapoleonslll. S.Jtalien,Gcsch. Lagm.
Lomblen, eine der kleinen SnnLainscln im In-dischen Archipel, östlich von Floris, von Malaienbewohnt, deren Fürst unter niederländischer Ober-hoheit steht.
Lombok, eine der kleinen Sundainseln im In-dischen Archipel, zwischen Bali n. Sumbhawa, vonjener durch die Straße von L., von dieser durch dievon AllaS getrennt, eine fruchtbare nnd znm Theilgut angebante, Reis n. Baumwolle hervorbringcndeEbene, die im S. von einem bewaldeten Höhenzng,im N. von einem im vulkanischen Gnnong Rindjani
bis zu 4000 in sich erhebenden Gebirgszug cui«-faßt wird. Die Küste ist sehr steil n. hat wenige A»-landniigspniikte. - Die ans 400,000 Köpfe geschacht-
Bevölkerung besteht ans den Urbewohnern, den Sasü
ferner Malaien, bekennt sich znm Islam und wirdvon unter niederländischer Oberhoheit stehenden cin-gebornen Fürsten regiert, deren bcdcntcndster dervon Mataram ist. Administrativ gehört L. zu derRcsidentschaft Banjnwangi auf Java; HanptortislMataram. Thietenmm.
LoinellilM, vor 1859 eine Provinz des König-reichs Sardinien, zur Division Novara gehörig, g,-genwärtiq der BezirkMortara mit (1870) IlS.ziz
rercys 'genwärtig
Ew. der italien. Prov. Pavia.
Lomello , Marktflecken im Bezirk Mortara imital. Prov. Pavia, rechts an der Agogna, Stationder Oberitalienischen Eisenbahnen; war ehemalsLustschloß der longobardijchen Könige, von welchen,der ganze Bezirk den Namen Lomcllina führt; 1871:2167 Ew. (Gcm. 2918).
Lomeuic, Louis Leonard de, geb. 1818 inSaint Prieix (Hantc-Viennc); machte sich durch diegeistreiche nnd gewissenhaft gearbeitete Onlorio desavickemporains illustros, Par. 1840—47, berühmt,wurde 1845 Lehrer der franz. Literatur, 1851 Ti-tularprofessor am 6oIIö-;g äs I'rnneo n. 1862 Leh-rer an der polytechnischen Schule. Man hat nochvon L.: I-es irvwrnss cio 89; lioanmareirnis et sontomps 1855 rc. Bolchm.
Lomenic, de Briennc Etienne Charles,Graf L., geb. 1727 in Paris, wurde 1752 Grost-vicar des Erzbischofs von Ronen, 1760 Bischof nonCondom n. 1763 Erzbischof von Toulouse; seit llö«Mitglied einer Commission zur Reform der geistli-chen Orden, bewies er hier ei» so hervorragendesVerwaltnngstalent, daß er 1787 an Calonnes Stelleznm F-inanzminister ernannt wurde. Aber hier er-wies er sich unfähig', leichtsinnig n. verschwenderischnnd mehrte durch Willkür die Unzufriedenheit desLandes; 1788 ließ er sich auch noch znm Premier-minister nnd Erzbischof von Sens ernennen. Alsjedoch nach seiner Verfügung der Schatz die Baar-zahlung einstcllte, mußte L. 24. Ang. 1788 abtre-ten, wogegen er vom König mehrere Pfründenerhielt nnd von Pins VI. znm Cardinal ernanntwurde. Er lebte seitdem in Nizza, kehrte aber 1790nach Paris zurück, leistete der Nation den Eid alsPriester und wurde Bischof im Departement derS)onne. Über diesen Schritt in Streit mit demPapste gerathen, schickte er diesem 1791 den Car-dinalshnt zurück, worauf er von ihm seiner Würdeentsetzt wurde. 1793 verhaftet,wurde er rasch wiederentlassen, u. 15. F-cbr. 1794 von Neuem eingezogen,starb er in der Nacht darauf im Gesängniß. kM-r.'
bomonium (Bot.), Gliederhnlsc, s. Frucht.
Lomnmtzsch (Lommatsch), Stadt in der Amts-hauptmannschaft Meißen der kgl. sächs Kreis-Haupt'
maunschaftDrcsdcn,andcrJahncindcr fruchtbarsten
Gegend Sachsens (der sogen. Lommatzscher Pflege),Stationdcr Leipzig-Dresdener Eisenbahn; Getreide-,Tabak-, Karden- n. Flachsbau; lebhafter Handel,namcntl. mit Getreide n. Flachs; 1875: 3081 E>«.L. war schon zur Zeit König Heinrichs!, vorhandenn. unter Heinrich dem Erlauchten von 1267 —üVersammlungsort derStändc des Landes.. H-
Lomnitz (czech. Lomnice), 1) Stadt im böh»